Sinn und Unsinn der iPad-Tastatur

Die Wedge-Tastatur von Microsoft in Kombination mit Tablet und Smartphone: Es ist praktisch, gibt aber einige Unwägbarkeiten.

Als ich neulich die Wedge-Tastatur von Microsoft vorgestellt hatte, meckerte einer bei den Kommentaren, anstelle zum Tablet zig Zubehörteile mitzuschleppen, könne man sich ja gleich ein Ultrabook besorgen.

Stimmt natürlich nicht. Das Ultrabook für anspruchsvolle Arbeit gedacht und im Schnitt deutlich teurer als ein Tablet inklusive Tastatur. Die Kombination aus iPad bewährt sich für Leute, die ihr Tablet für die üblichen Tablet-Angelegenheiten nutzen, aber gelegentlich auch mal ein etwas längeres Facebook-Posting oder Mail schreiben, oder – ganz ausgeschlossen ist es ja nicht – sogar bloggen.

Das klappt mit der Tastatur wunderbar und wenn man sie nicht benötigt, kann man sie beiseite räumen oder unterwegs im Rucksack lassen.

Gerüstet für ausufernde Schreibarbeiten.

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Die Kompakte aus der Android-Welt

Die Coolpix S800c ist eine Kompakt­kamera von Nikon, die einen Touchscreen, WLAN, GPS hat – und mit Android läuft.

Nikon hat mir für einen Test im Tagi eine Coolpix S800c zur Verfügung gestellt. Das ist eine Kompaktkamera mit gängigen technischen Merkmalen: 16 Megapixel Auflösung, Zehnfach-Zoom (im Bereich von 25-250 Millimenter beim normalen Kleinbild), f/3.2-5.8 und Serienaufnahmen mit bis zu 8,1 Bildern pro Sekunde.

Das Besondere an der Kamera ist hardwareseitig, dass sie mit WLAN, GPS und einem Touchscreen ausgestattet ist. Und was die Software angeht: Da läuft Android drauf.

Ungewohnt: Android auf dem Kameradisplay.

Das ist eine interessante Konstellation. Die Kameras in den Smartphones machen zwar Fortschritte. „Die Kompakte aus der Android-Welt“ weiterlesen

Musik virtuell bei Herrn Bezos speichern

Seit letzter Woche ist der Amazon Cloud Player auch in der Schweiz zugänglich. Er spielt die Musiksammlung direkt im Browser.

Amazon ist längst nicht mehr nur das grösste Versandhaus im Netz. Auch bei der Internet-Infrastruktur und bei Cloud-Dienstleistungen ist das Unternehmen aus Seattle dick drin. Auf der leistungsfähigen Infrastruktur laufen viele Webdienste von Drittanbietern. Man nennt das auch Infrastructure as a Service.

Amazon bietet auch selbst eine Reihe von Cloud-Diensten an, von denen aber längst nicht alle ausserhalb der USA nutzbar sind. Ein Dienst hat es letzte Woche nun nach Europa geschafft. Der Cloud Player, der im März 2011 gestartet wurde.

Optisch nicht sehr ansprechend, aber funktional: Der Cloud Player von Amazon.

Musik direkt im Browser hören

Dieser Player läuft ohne Zusatzsoftware im Browser – und zwar unter amazon.com/cloudplayer. „Musik virtuell bei Herrn Bezos speichern“ weiterlesen

Ein Tummelfeld für Musiktüftler

SunVox ist ein modularer Synthesizer, mit dem man am iPad, Windows-PC oder Mac Musik komponiert – sogar dann, wenn man mit Noten nichts am Hut hat.

Dank Digitaltechnik dürfen sich auch talentlose Sänger und Musiker als Superstars fühlen. Konsolen-Spiele wie Guitar Hero oder iPad-Apps wie GarageBand greifen denjenigen Zeitgenossen unter die Arme, bei denen der Blockflötenunterricht Abwehrreaktionen auslöste und musikalische Bildung heute fehlt. In den Musik-Spielen und -Apps kann sich selbst ungeübtes Schrummeln hören lassen.

Die Anatomie eines digitalen Musikstücks.

Wer sich damit nicht zufrieden geben möchte, der vertieft sich in das Programm SunVox. „Ein Tummelfeld für Musiktüftler“ weiterlesen

Fotocollagen vom Feinsten

Fuzel arrangiert Fotos auf vielfältige Weise und verschickt sie per Mail oder stellt sie auf Facebook, Twitter oder Flickr bereit.

Der Name der App klingt zumindest für deutsche und Schweizer Ohren nach billigem Feuerwasser. Das täuscht: Denn berauschen sollte man sich höchstens an schönen Bildern und gediegener Präsentation.

Fuzel erstellt Fotocollagen, sprich, platziert eine Handvoll Bilder auf einer Seite, die sich versenden, sozialmedial veröffentlichen oder ausdrucken lässt (über den Umweg des Computers oder über ein Airprint-kompatibles Gerät). Das eignet sich, um eine Bildergeschichte zu erzählen, besonders gelungene Fotos als Portfolio-Seite zu arrangieren oder ein Triptychon oder Diptychon zu kreieren. Die Collagen lassen sich sehr flexibel gestalten, sodass man innert weniger Minuten zu ansehnlichen Resultaten kommt.

Links: Unter Layouts wählt man für seine Bilder eines der Standard-Anordnungsschemas aus. Rechts: Im Cutting-Modul passt man die Layouts an und kann auch unregelmässige Bildausschnitte erzielen.

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Musik-Lego

Die Reactable-App ist eine Art elektronisches Instrument, dem man durch Kombination von virtuellen Klötzchen Musik entlockt.

Die App Reactable bildet auf dem iPad und auf Android-Geräten ein Synthesizer nach. Das Vorbild funktioniert mit einem Tangible User Interface, das heisst, mit einer anfassbaren Benutzerschnittstelle. Auf einem runden Tisch werden Klötzchen platziert, die untereinander in Verbindung stehen, Signale produzieren, weiterreichen, verändern und so quasi aus dem Nichts elektronische Musik oder Klangwelten generieren. Wie eine Live-Performance mit einem Reactable aussieht, kann man auf Youtube ansehen:

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Dokumente in Microsoftschen Datenhimmel lagern

Microsoft klotzt und kleckert nicht. Auf der virtuellen Skydrive-Festplatte erhält man 25 GB Speicherplatz – kostenlos.

Es gibt eine Reihe von virtuellen Festplatten im Netz: Dropbox.com ist sicherlich die populärste, aber auch Mydrive.ch erfreut sich einer gewissen Beliebtheit. Und wer lieber auf das Peer-to-Peer-Prinzip setzt, statt auf einen einzelnen Anbieter, der hängt sich bei wuala.com an. Diese als Spin-Off eines ETH-Projekts entwickelte virtuelle Festplatte gehört inzwischen dem Festplattenhersteller Lacie.

Die gängigen Dienste zeichnen sich dadurch aus, dass sie bei den kostenlosen Benutzerkonten in aller Regel eine beschränkte Speicherkapazität bieten, klassischerweise zwei Gigabyte. Microsoft hat seinem Dienst, der sich mit vollem Namen Windows Live SkyDrive Ondedrive¹ nennt, mehr als das Zehnfache spendiert: 25 GB.
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Besser als Android

Windows Phone 7 Mango, getestet mit dem HTC Titan X310e: Microsoft hat innovative Ideen, die Googles Handy-Betriebssystem und manchmal sogar die iPhone-Software alt aussehen lassen.

Und fast so gut wie iOS – und in einzelnen Bereichen sogar unverkennbar besser. Das ist mein Eindruck von Windows Phone 7 Mango, das ich momentan auf dem HTC Titan X310e teste (Testgerät von HTC).

Ent- und gesperrt: Das HTC Titan mit Windows Phone 7 Mango.

Auffällig am Titan ist, wie könnte es bei dem Namen anders sein, die Grösse: Es ist anderthalb Zentimeter länger und einen Zentimeter breiter als das iPhone (132 × 71 × 10 vs. 115 × 59 × 9 Millimeter), aber nicht sehr viel schwerer (160 gegenüber 140 Gramm). Das Display ist mit 4,7 Zoll riesig – 3,5 Zoll sind es beim iPhone. Bei der Auflösung hat das iPhone die Nase vorn. Das Retina-Display zeigt 960 × 640 Pixel gegenüber 800 × 480 Pixeln beim HTC. „Besser als Android“ weiterlesen

Mobile Bildbearbeitung für Fortgeschrittene

Snapseed ist eine App zur Fotobearbeitung. Sie hat einerseits vorgefertigte Effekte für die schnelle Aufbereitung in petto, bietet aber auch ausgeklügelte Mechanismen zur manuellen Korrektur und Verbesserung.

Nik Software ist ein Softwareunternehmen aus San Diego, das mit Silver Efex oder Color Efex Produkte für die professionelle Bildbearbeitung liefert. Das zentrale Werkzeug ist die U-Point-Technologie. Sie vereinfacht komplexe Bildbearbeitungsvorgänge durch die so genannten Kontrollpunkte. Diese werden im Bild platziert und wirken selektiv innerhalb eines vorgegebenen Radius.

Ein Beispiel: Um in einem Bild mit einem Teich mit Seerosen das Wasser aufzuhellen und etwas blauer zu machen, muss man in einer herkömmlichen Bildbearbeitungssoftware erst von Hand eine Auswahl erstellen, die das Wasser einschliesst, die Seerosen aber ausklammert – denn die sollen ihre Farbe und die Helligkeit behalten. Mit der U-Point-Technologie setzt man einen Kontrollpunkt ins Wasser und gibt die gewünschten Anpassungen für Helligkeit, Farbe und/oder Kontrast – und ist bereits fertig. „Mobile Bildbearbeitung für Fortgeschrittene“ weiterlesen

Stilvoll Webradio hören

TuneIn Radio Pro ist eine iOS-App für den Webradio-Empfang. Sie hat nützliche Funktionen wie Time-Shift, automatische Wiederaufnahme von verlorenen Übertragungen, Aufnahme und ein Verzeichnis lokaler Sender. Obendrein ist sie schick geraten.

Radio aus dem Internet bietet eine enorme Vielfalt an Programmen. Ob amerikanisches Talk-Radio, deutsche Ballermann-Mucke, chinesische Volksmusik, es gibt Tausende von Stationen zu empfangen. Längst senden alle grossen Rundfunkanstalten auch im Netz, aber es gibt auch viele Klein- und Kleinststationen, die von enthusiastischen Amateuren betrieben werden. Kurz – wer das Dampfradio mag, der kann Internet-Radio nur lieben.

Die grosse Auswahl macht es allerdings schwer, eine Auswahl zu treffen. Dabei hilft die TuneIn-App für iOS. Sie zeigt unter Suchen die Rubrik In Ihrer Nähe, in der in einer übersichtlichen Liste die Schweizer Sender zu finden sind: Von Radio DRS über Radio 24 bis hin zu Radio Lora oder dem Winterthurer Sender Stadtfilter (auf dem ich ab und zu sende). „Stilvoll Webradio hören“ weiterlesen