Zum Kugeln!

Ich hatte das Vergnügen, eine Nikon Keymission 360 zu testen (um ca. 460 Franken, Amazon Affiliate). Das Fazit war recht positiv: Mir gefällt die Kamera, auch wenn ich sie mir selbst nicht kaufen würde. Da ich keine actionreiche Sportart betreibe, gäbe es zu wenige Gelegenheiten für spektakuläre Einsätze.

Während die Hardware also ganz okay ist, hat mich die Software nicht überzeugt. Nikon liefert ein Programm namens KeyMission 360/170 Utility, dessen Name genauso sperrig ist wie seine Bedienung. Immerhin: Man schafft es damit, die Clips von der Kamera auf den Computer zu kopieren.

Ich sehe zwei Möglichkeiten für eine Bearbeitung. Erstens:
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Uhr, lass mich in Ruhe!

Seit einigen Tagen trage ich die Fēnix 5S von Gramin (Amazon Affiliate), eine GPS-Uhr, die demnächst noch im Detail zu besprechen sein wird (nämlich hier). Ein Kurzfazit ist aber auch an dieser Stelle nicht verkehrt: Mir gefällt sie gut, auch wenn ich nicht die richtige Zielgruppe bin. Diese Uhr richtet sich an ernsthafte Sportler, nicht an Spaziergänger und Gelegenheitsvelofahrer wie mich. Aber es ist bemerkenswert, dass Garmin – nachdem die Navigationsgeräte fürs Automobil nicht mehr der ultimative Wachstumsmarkt sind – hier eine neue Nische gefunden hat. Während ich bei den Alltags-Smartwatches ein grosses Fragezeichen setze (hier und hier), attestiere ich diesen Sport-Uhren eine Daseinsberechtigung: Körperliche Aktivitäten tracken, Routen aufzeichnen, Musik steuern, Navigieren – das ist alles sinnvoll.

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Schönes Zifferblatt, angenehme Typografie, finde ich.

Und dank den soliden Preisen, die ernsthafte Sportler für eine solche Uhr auf den Tisch legen, ist es eben auch ein lukrativer Markt. Die Fēnix – der Strich über dem E, das Makron, mag eine Ehrerbietung an Emmanuel sein, ich halte ihn aber trotzdem für etwas affig – schlägt mit knapp 700 Franken zu Buch und ist teurer als eine durchschnittliche Apple Watch. Und es gibt auch Garmin-Uhren mit Preisen im vierstelligen Bereich.

Die Uhr trägt sich solide, hat ein angenehmes Armband und gefällt mir gut. „Uhr, lass mich in Ruhe!“ weiterlesen

Ein Kartenleser, der keine Karten frisst

Der USB-C-Hub von Satechi war leider ein Fehlkauf. Er ist dementsprechend zwar nicht auf dem Elektromüllhaufen der Geschichte gelandet. Aber er liegt jetzt in meiner Kameratasche, wo er darauf wartend, nur noch in äussersten Notfällen zum Einsatz zu kommen, vor sich hin vegetiert.

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Karte tot, Daten futsch.

Ich habe ja schon in meiner ursprünglichen Besprechung erwähnt, dass er bei der Verwendung keinen soliden Eindruck macht und auch über Gebühr warm wird. Darüber hinaus ist er nicht gut verarbeitet und nach wenigen Verwendungen auch schon fast auseinandergefallen. Nun hat er kürzlich komplett verspielt. Er hat nämlich eine Speicherkarte verheizt, und zwar im wortwörtlichen Sinn. Wie die Makroaufnahme zeigt, ist ein Teil der Karte weggeschmolzen, sodass mehrere Kontakte freiliegen. „Ein Kartenleser, der keine Karten frisst“ weiterlesen

Die Surfhilfe fürs Ausland

Im Ausland habe ich seit längerem einen mobilen WLAN-Router von TP-Link benutzt. Für alle, die mit dem Prinzip nicht vertraut sind: Man steckt eine vor Ort gekaufte SIM mit Prepaid-Guthaben fürs Surfen in das Gerät und verwendet es dann via WLAN mit seinem Handy, Tablet, Notebook oder auch mit der WLAN-fähigen Kamera.

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Klein, handlich und mit einer sehr simplen Anzeige ausgestattet.

Nun hat der TP-Link den Geist aufgegeben. Konkret ist der Einschaltknopf hinüber. Das Gerät lässt sich wahlweise nicht mehr ein- oder ausschalten, was unpraktisch ist den Nutzen merklich schmälert. Ich habe mich daher nach einem Ersatz umgesehen und bin auf das Huawei E5330 UMTS/HSPA+ Mobil Modem gestossen. Das kostet 52.30 Franken bei Digitec oder knapp 40 Euro bei Amazon (Affiliate-Link). Hier gibt es auch die schwarze Variante für gut 50 Euro bei Amazon (Affiliate-Link).

Und obwohl ich ja gerne ausufernd über meine Gadgets schreibe, gibt es über dieses Gerät nicht sehr viel zu berichten, ausser: „Die Surfhilfe fürs Ausland“ weiterlesen

Das eigene Datenwölkchen

Kollegin Simone Luchetta hat neulich ein Wunderding vorgestellt, das einem «die Cloud in die eigenen vier Wände holt». Es handelt sich um ein kleines Böxchen namens Lima mit einem bestechenden Konzept: Man hängt es an seinen Router, verbindet es mit einer Festplatte und hat dann eine eigene Datenwolke – die natürlich den Namen nicht verdient, weil sie eben nicht irgendwo in einem anonymen Rechenzentrum zu Hause ist, sondern unter eigener Kontrolle steht. Das klingt toll: Das Böxchen ist günstig, schon ab ungefähr 100 Dollar zu haben (allerdings gibt es im Moment eine Wartefrist). Man kann ein beliebiges USB-Speichermedium anhängen und ist somit nicht an die Speicherkonfigurationen gebunden, die der Hersteller für sinnvoll erachtet. Und die Sache soll, anders als beispielsweise ein NAS-Laufwerk oder OwnCloud, sehr einfach zu installieren und zu betreiben sein.

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Passt auch in engen Wohnungen hinter den Router.

Das klang für mich so überzeugend, dass ich gleich eine Lima Starter (es gibt auch noch eine Ultra-Variante mit schnellerer Daten-Übertragungsrate) besorgt habe. Die kam, mit einem ordentlichen Post-Aufschlag, die dem hierzulande üblichen Einfuhrzoll und der Mehrwertsteuer geschuldet ist – ein Thema, über das ich separat gebloggt habe. Weil ich nicht gleich Zeit hatte, mir eine Festplatte zu besorgen, habe ich den erstbesten USB-Stick mit 8 GB angehängt. Das war ein Fehler, wie sich zeigen sollte.
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Gesteigertes Ladebedürfnis

Zugegeben, das ist nun nicht das alleroriginellste Gadget aller Zeiten. Es ist sogar ziemlich offensichtlich, woher der Fortschritt kommt. Nachdem bei diesem Gadget hier hier zwei steckplätze für USB-Kabel vorhanden waren, sind es bei dem hier vorgestellten nun fünf. Der Benefit1 ist offensichtlich: Man kann nicht nur zwei, sondern fünf Geräte aufs Mal laden.

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Einen Gadgethaushalt erkennt man an der gut ausgestatteten Ladeecke.

Es handelt sich um den Trust Wall Charger mit 5 USB (Anschlüssen), der dazu da ist, fünf Geräte aufs Mal via USB aufzuladen, 41.90 Franken hier in der Schweiz, etwa 31 Euro bei Amazon Am anderen Ende des Geräts hängt ein ganz normaler Netzstecker.

Mein gesteigertes Ladebedürfnis hat mehrere Ursachen: „Gesteigertes Ladebedürfnis“ weiterlesen

Pulsspitzen im Smartwatchbereich

Dank Klimawandel kommt der Frühling immer früher, und da will man auf jeden Fall vermeiden, dass man beim Lustwandeln den falschen Fitnesstracker verwendet. Denn wo kämen wir hin, wenn unsere (bewegungs- oder frühlingsgefühlbedingten) Pulsausschläge nicht korrekt registriert würden?

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Hier hält sich der frühlingsmässig angeheizte Puls noch in Grenzen.

Da kommt die neue Withings Steel HR gerade gelegen (Amazon Affiliate). Die zählt nämlich nicht nur Schritte, sondern misst auch den Puls. Das ist für den Hersteller Grund genug, sie als Gesundheitsgadget zu positionieren. Für meinen Geschmack etwas hochgegriffen: Es bleibt ein Fitnessgadget – wobei ich nicht bestreite, dass eine bessere Fitness der Gesundheit zuträglich ist.

Aber genug der Haarspalterei. Optisch gefällt mir die Activité Pop (Die halbsmarte Uhr von Withings) etwas besser – noch klarer im Design und ohne das etwas laberige Armband (das man aber natürlich ersetzen kann). Bezüglich der Funktionen ist das neue Modell aber ein grosser Schritt in die richtige Richtung. „Pulsspitzen im Smartwatchbereich“ weiterlesen

Ein Fitnesstracker in Zäpfchenform

Ich benutze seit dreieinhalb Jahren Fitnesstracker. Ich habe mit dem Up von Jawbone begonen und bin Ende 2015 auf die Activité von Withings umgestiegen. Die Withings-Uhr ist nach wie vor eine gute Sache. Ich habe sie nun trotzdem abgelöst, weil die Batterie leer war. Die hält laut Hersteller um die acht Monate, was meiner Erfahrung nach nur der Fall ist, wenn man den Vibrationsalarm nicht benutzt. Dann muss man die Batterie tauschen lassen, was man theoretisch selber machen könnte, aber wahrscheinlich besser vom Uhrmacher erledigen lässt.

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Dieses Bild erklärt den Titel…

Und das war mein Problem mit der Withings. Ich habe die Batterie einmal tauschen lassen. Das war ein grösseres Unterfangen. In den meisten Uhrgeschäften wurde ich erst ungläubig angeschaut und dann mehr oder weniger freundlich weggeschickt. Man tauschte nur Batterien von Uhrenmarken, die man selbst verkaufe, lautete der Bescheid. Und da die meisten Uhrengeschäfte von Leuten betrieben werden, die noch nie etwas von Smartwatches gehört haben, wird die Withings eben nicht gewartet. Ich habe nach einigem Suchen ein Geschäft gefunden, wo man gewillt war, mir zu helfen. Das ist inzwischen zu – und nochmals suchen wollte ich nicht. Erkenntnis: Die nicht aufladbare Batterie der Withings ist nicht der Weisheit letzter Schluss.

Ich bin darum auf das Fitbit Flex 2 eingeschwenkt (89 Franken bei Digitec, 75 Euro bei Amazon): Ein klassischer Fitnesstracker, den man am Handgelenk trägt.
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Sonnenblumenstrom

Vor einiger Zeit habe ich dieses Solarpanel vorgestellt, mit dem man seine Gadgets mit Sonnenstrom versorgt. Das ist ganz auf das harte Outdoor-Leben getrimmt und wirkt mit seinem leicht camouflagigen Look etwas marzialisch.

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Saubere Energie für den Gadgetpark.

Ganz anders der Sunshine solar charger von XD-Design (Amazon Affiliate). Er sieht aus wie ein Strauss kleiner Sonnenblumen und ist damit ein guter Beweis, dass Tech-Gadgets auch charmant aussehen können. Die Blüten haben nicht die Original-Grösse von Sonnenblumen. Das würde die Solarpanel zwar sehr effizient, das Gadget aber auch etwas unhandlich machen. Es ist etwa zwanzig Zentimeter hoch und die Blüten haben einen Durchmesser von 4,7 Zentimeter.

Mit diesem Gadget lädt man seine Geräte nicht direkt. Es hat einen eingebauten Akku, der aufgeladen wird und hinterher die Geräte mit Strom versorgt. Das ist sinnvoll, weil das Laden selbst bei starkem Sonnenschein auf für geduldige Leute zu lange dauert. „Sonnenblumenstrom“ weiterlesen

Gadget-Kleinkram, Teil 3

Update 26.5.17: Achtung, nicht kaufen! Dieses Ding taugt nichts. Mehr dazu hier, plus eine alternative Empfehlung.

Ein Macbook Pro 2016 ist von Haus aus nicht einsatzbereit. Um loszulegen, braucht man Adapter – den hier für die Backup-Festplatte und den hier fürs iPhone – sowie dieses Audio-Interface hier. Und dann eben auch noch irgend eine Möglichkeit, um seine Speicherkarten auszulesen und anderes USB-Zeugs anzuhängen. Für die Spiegelreflex habe ich zwar eine gute Lösung gefunden, nämlich die Eye-Fi-Karte hier. Aber ich will ja auch die Micro-SD-Karte in meiner Legria-Kamera und die normalgrosse SD-Karte meines Roland R05 Audiorecorders verwenden.

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Roségold? Wtf?

Ich bin daher auf ein Gadget mit dem klingenden Namen Satechi Type-C Pass Through USB Hub with USB-C Charging Port (Rose Gold) gestossen – bei Amazon unter dem Namen Eagletech für 40 Euro erhältlich. Er hat zwei USB-3-Anschlüsse, je einen Slot für SD- und Mikro-SD-Karten und einen USB-C-Pass-Thru-Anschluss. Letzterer führt dazu, dass man noch genau gleich viele USB-C-Anschlüsse nutzen kann, selbst wenn man den Adapter in Betrieb hat.

Der Adapter tut, was er sollte. Sowohl USB-3-Anschlüsse als auch Kartenleser funktionieren. Ich habe mir vom Kartenleser jedoch mehr Tempo versprochen. „Gadget-Kleinkram, Teil 3“ weiterlesen