Der neueste Wurf traut sich aus dem Bau

Wer weiterhin mit dem Internet Explorer surft, ist selbst schuld: Der neue Browser der Mozilla Stiftung ist für Vielsurfer die bessere Wahl.

Firefox 3 ist da und das ist mir doch an dieser Stelle eine Lobeshymne wert. Nachdem der Download gestern erst nach mehreren Anläufen geklappt hat – zum Glück hat er geklappt, denn bei völlig zusammengebrochenen Servern wäre der gross angekündigte Download-Day für die Mozilla-Stiftung zur Blamage geraten –, würde ich die neue Version nicht mehr hergeben wollen.

Firefox 3 hat vieles richtig gemacht, was Microsoft mit dem Internet Explorer 7 falsch gemacht hat: Man sieht der Oberfläche an, dass es sich um eine neue Version handelt.

Man fühlt sich sofort heimisch

Die Umgestaltung der Bedienelemente ist aber moderat genug, dass man sich sofort heimisch fühlt. Microsoft hingegen neigt in letzter Zeit zu radikalen Änderungen an gewohnten Interfaces: Das beste Beispiel dafür ist natürlich Office 2007. Die Multifunktionsleiste dürfte, so schätze ich, eines der besten Argumente für Lotus Symphony sein. „Der neueste Wurf traut sich aus dem Bau“ weiterlesen

17. Juni ist Download-Day!

Firefox 2 wird demnächst abgelöst. Und zwar – und das ist womöglich keine so grosse Überraschung – durch Firefox 3. Kommende Woche ist es so weit.

Die Mozilla-Foundation hat das Datum für den Download-Day bekannt gegeben: Der 17. Juni, das ist der nächste Dienstag. Also, geniesst die letzten fünf Tage mit Firefox 2 und macht euch schon mal downloadbereit…

Sogar ein Maskottchen steht in den Startlöchern.

Auf Zak statt auf dem Rasen

«Zak McKracken – Between Time and Space» ist ein neues Spiel, das mit dem Charme der DOS- und Atari-Adventure-Klassiker daherkommt. Eine gute Alternative zu der öden Fussball-EM.

Ja, entgegen meiner Gewohnheiten und anders als in diesem Blog versprochen, habe ich in den letzten Tagen tatsächlich mehrere Male F*ball geschaut. Das sind die Widersprüche der menschlichen Existenz, die nicht an dieser Stelle erörtert werden sollen. Die richtige Adresse dafür ist Peter Schneider, jeweils am Mittwoch im «Tagi». Wenn ich mich darüber auslasse, fängt er womöglich damit an, in seiner Rubrik Antworten auf Computerprobleme zu geben.

Ein gelungenes Beispiel eines Fan-Adventures

Darum: Wer dem F*ball entsagen will und es darauf anlegt, beim Zmittag in der Kantine nicht mitreden zu können, dem sei Zak2:btas empfohlen. Was so viel heisst wie «Zak McKracken – Between Time and Space» und der Name eines Fanadventure ist. Also eines nichtkommerziellen, von Fans in Heimarbeit entwickelten Adventure-Spiels.

„Auf Zak statt auf dem Rasen“ weiterlesen

Die Nullnachricht des Tages

Google hat ein neues Favicon. Doch weil nur Nerds darüber bloggen, tue ich das hier nicht. Oder doch? Oder was?!

Gerade lese ich auf medienlese.com, das man ein absoluter Nerd ist, wenn man über das neue Google-Favicon bloggt. Ein technikversessener Nullnachrichtenverbreiter. Ein Mensch mit einem Flatscreen vor dem Kopf.

Huch, genau darüber wollte ich schon den ganzen Morgen schreiben, bin aber nicht dazu gekommen, weil ich damit beschäftigt war, die wunderhübschen Badges einzurichten, die ihr nun rechts unten bewundern könnt.

Und hoffentlich auch zuhauf benutzt! Klickt doch beispielsweise mal auf das del.icio.us-Logo. Das wäre ein schöner Beitrag zur Völkerverständigung. Ein Akt zur Stärkung der Schweiz-Amerikanischen Freundschaft.

Warum sollten die Amerikaner nicht einmal mein Blog lesen?

Die Yankees würden endlich mal öppis Gschids zum Lesen bekommen. Und last, aber aus meiner ureigensten Sicht überhaupt nicht least, würde diese verehrungswürdige Tat den demütigenden Satz «be the first to bookmark this page» zum Verschwinden bringen.

Also, das Google-Favicon: Google hat das Symbol ausgetauscht, das in der Adressleiste des Browsers links von der Adresse erscheint. Anstelle des grossen blauen G im grün-rot-blauen Kästchen erscheint nun ein kleines blaues g vor grauem Hintergrund. Also wenn das mal keine Nachricht ist, dann kann ich dem Herrn Reissmann auch nicht mehr helfen. Das Favicon ist eine Orientierungshilfe par Excellence. „Die Nullnachricht des Tages“ weiterlesen

Firefox ins Guinness-Glas, äh -Buch!

Die Version 3 des alternativen Browsers will beim Start einen Weltrekord hinlegen und mit millionenfachen Downloads auf sich aufmerksam machen.

Firefox 3 steht in den Startlöchern. Der neue Browser soll einschlagen, das ist das erklärte Ziel der Mozilla-Foundation. Zum einen natürlich auf den Festplatten der Surfer weltweit. Und zum anderen auch im Guinness-Buch der Weltrekorde.

Innert 24 Stunden umsteigen

Dazu müssen möglichst viele Anwender Firefox innert 24 Stunden herunterladen. (Wie viele Downloads es für den Rekord braucht, habe ich bislang nicht in Erfahrung gebracht.)

Jedenfalls mache ich als erklärter Firefox-Fan an dieser Aktion mit. Und rufe auch alle meine lieben Leserinnen und Leser zur Teilnahme auf!

„Firefox ins Guinness-Glas, äh -Buch!“ weiterlesen

Die Geisterschreiber kommen

Viele Fachzeitschriften drucken Artikel ab, die von den Herstellern selbst geschrieben wurden. Die sind fachlich meist einwandfrei – aber natürlich niemals so neutral, wie sie sein könnten und müssten.

«Systeme für messerscharfe Rechner» ist die Überschrift des Artikels auf Seite 14 und 15 in der «Computerworld» vom 23. Mai. Es geht um Blade-Server, also um Server in einer speziellen Bauform. Im Artikel geht es nicht um einzelne Modelle, sondern um die Vorteile von Blade-Servers und darum, wie KMUs sie einsetzen können.

Illustriert ist der Artikel mit einem anderthalbspaltigen Abbildung eines IBM BladeCenters und einer dreispaltigen Abbildung eines HP ProLiant Blade-Systems. Geschrieben wurde der Artikel von Paul Schaffner. Die Fussnote verrät, dass der Autor Business Unit Manager Industry Standard Servers bei Hewlett-Packard Schweiz ist.

Wie steht es um die Terminologie?

Gut, denn der Mann hat Ahnung, wovon er schreibt. HP ist weltweit Marktführer bei Blade-Servern. Der Tonfall des Artikels ist neutral und es kommt kein einziger Herstellername im Text vor. Er ist also auch objektiv und verlässlich als Informationsquelle (soweit ich das als Nicht-Blade-Server-Sachverständiger beurteilen kann). Nun, man kann sich natürlich fragen, ob im Text von «Blade-Systemen» die Rede wäre, wenn ein IBM-Manager ihn geschrieben hätte. Laut Wikipedia hat HP auch die Bezeichnung «Blade-System» geprägt, IBM verwendet den Terminus «BladeCenter». „Die Geisterschreiber kommen“ weiterlesen

Scripte auszubuddeln

Wir haben uns «The Kingdom of the Crystal Skull» angesehen. Das war leider kein Vergnügen.

Am Wochenende hatten wir ein Rendezvous mit Indiana. Wie ich lese, hat «The Kingdom of the Crystal Skull» einen guten Start hingelegt. Trotzdem; wer nun seit 19 Jahren auf den neuen Film gewartet hat, muss eine herbe Enttäuschung gewärtigen. Es gibt zu wenige Rätsel und zu viele Aliens. Offenbar kann Mr. Spielberg keine Filme mehr drehen, in denen keine Ausserirdische vorkommen (zum Glück gab es wenigstens in «Schindler’s List» keine).

Nein, das Problem ist das Drehbuch. Natürlich; «Indiana Jones and the Last Crusade» hat die Latte hoch gelegt. Mit Sean Connery gab es einen tollen Co-Star, dem Shia LaBeouf leider nicht das Gralswasser reichen kann. „Scripte auszubuddeln“ weiterlesen

Top of Swiss web

Erfolgreiche Schweizer Websites, von denen noch niemand etwas gehört hat – über Sinn und Unsinn von Webranglisten.

Hier kann ich noch die erfolgreichsten Schweizer Websites aus der Quantcast-Rangliste nachreichen (siehe Posting von gestern). Es gibt eine Liste der Plätze eins bis 1’000’000 als Download, Stand 19. Mai. Also:

Platz 7128, die beste und bekannteste Schweizer Website überhaupt ist – wir wussten es alle, es kann gar nicht anders sein, es ist zwingend und unvermeidlich: fourmilab.ch

Der Nachfolger auf Platz 13’913 ist ethz.ch.

Klar, kennen wir alle! (?)

Und dann gehts weiter mit 21’302 und swiss-webspace.ch. „Top of Swiss web“ weiterlesen

Zwischen Monsterjobs und Herbalife

In einer etwas dubiosen Web-Hitparade diese bescheidene Website hier noch vor den grossen Schweizer Newsportalen gelistet. Das ist ein Grund zum Feiern – und uns über die Vorlieben der Webnutzer Gedanken zu machen.

Begehrt bei Frauen, erfolgreicher als Blick, Tagi, NZZ und 20min und beliebter als Porno. Du hast, lieber Leser, die richtige Internet-Adresse angesteuert.

Nein wirklich! Clickomania.ch ist heiss! Viel heisser, als ihr und ich geglaubt habt. Endlich schafft Quantcast Klarheit über die wahren Grössen im Web. Und mir geht auf: Ich bin ein Websuperstar und wusste es nicht!

Quantcast ist «the world’s only open Internet ratings service». Der Dienst liefert Einschaltquoten für gut zwanzig Millionen Websites. Er schlüsselt das Publikum nach Geschlecht, Alter, Haushaltseinkommen, Ethnie, Bildungsstand und Kinder auf. So erfahre ich etwa, dass 67 Prozent der Besucher von Clickomania.ch weiblich sind, 18 Prozent über 65, das Durchschnittseinkommen zwischen null und 30’000 US-Dollar liegt und die häufigste Ethnie «Other» ist. Bezüglich Bildungsstand hat die grösste Gruppe (48%) keinen College-Abschluss und immerhin 22 Prozent der Haushalte, die Clickomania.ch besuchen, verfügen über Kinder im Alter von sechs bis 17 Jahren.

Jubelt! Im obersten Prozentabschnitt!

Und Quantcast weiss: Clickomania.ch steht auf Rang 150’806 von zwanzig Millionen. Das ist im obersten Prozent und daher so etwas wie Platz eins. „Zwischen Monsterjobs und Herbalife“ weiterlesen

Mit Mails die Umwelt retten

Die Aufforderung, elektronische Briefe nur auszudrucken, wenn es unbedingt nötig ist, die ist gut gemeint, aber auch ein bisschen naiv.

Immer häufiger lese ich am Ende von elektronischen Nachrichten die Aufforderung «Please consider the environment before printing this email» (Denken Sie an die Umwelt, bevor Sie dieses E-Mail drucken). Umweltschutz ist doch etwas Schönes, vor allem dann, wenn er keine Opfer erfordert, null Mühe macht und obendrein völlig gratis ist.

Also, liebe Leute, wenn Ihr mir Mails schickt, verkneift Euch diesen gut gemeinten Satz. Mails lese ich nämlich immer am Bildschirm. Und wenn ich sie ausdrucke, dann mit triftigem Grund. Weil ich sie über mein Bett hängen oder in die Hosentasche herumtragen will. Wenn Ihr mich belehren wollt, dann mit wirklich nützlichen Ratschlägen: „Mit Mails die Umwelt retten“ weiterlesen