Ein schwebendes Smartphone über einer Hand, im Hintergrund ein ruhiger Gewässerbereich. Die Aufnahme vermittelt eine moderne, dynamische Stimmung.
Bitte auch wieder auffangen, sonst verwandelt sich das Telefon ganz schnell in einen Klumpen Elektroschrott (Neil Soni, Unsplash-Lizenz).

Fünf schnelle Lieblingstricks fürs iPhone

Es geht tifiger, als viele glauben: Spart am iPhone Zeit, wenn ihr Apps wechselt, die Wie­der­gabe lauter oder leiser dreht, einen Count­down startet, die App-Up­dates kon­trol­liert und he­raus­fin­den wollt, was ihr zu­letzt geshazamt habt.

1) Flugs Apps wechseln

Falls ihr auch zu den Intensiv-Nutzern eures Apple-Smartphones zählt, dann vollführt ihr diese Aktion hier andauernd: Ihr streicht mit dem Finger vom unteren Bildschirm nach oben, bis der App-Switcher erscheint. Dann wischt ihr nach rechts, bis die gerade benötigte App erscheint, und tippt sie an, um sie zu aktivieren.

Das sind drei Bewegungen in verschiedene Richtungen. Es geht auch anders, indem ihr ganz am unteren Rand (beim Home Indicator) eine horizontale Wischbewegung von links nach rechts ausführt: Dann rutschen die Apps direkt durch, ohne dass die gefächerte Ansicht erscheinen würde.

Diese zweite Methode ist meistens schneller – zumindest dann, wenn die gewünschte App erst kürzlich benutzt wurde. Falls nicht, ist sie im «Stapel» der Programme so weit hinten, dass der klassische App-Switcher schneller zum Ziel führt, weil ihr mit einer Wischbewegung mehrere Apps durchblättert, während die alternative Methode einen Wischer pro App benötigt.

Bildschirmansicht eines Smartphones mit geöffneten Anwendungen wie Spotify und Pocket Casts. Es werden neue Podcast-Folgen angezeigt, darunter Titel mit Dauer und Dateigrösse.
Der normale App-Switcher zeigt eine Art Karussell der geöffneten Programme
Screenshot einer Podcast-App, die neue Folgen anzeigt. Es sind verschiedene Episoden mit Titel, Dauer und Dateigrösse zu sehen, sowie Optionen zum Abspielen und eine Suchfunktion.
Der alternative Switcher schiebt die Apps horizontal durch.

2) Über die «aktuelle Wiedergabe» behände die Lautstärke ändern

Wenn man beim iPhone einen Audioinhalt wiedergibt, erscheint im Sperrbildschirm die Systemkomponente Aktuelle Wiedergabe (im Englischen Now Playing). Sie hält standardmässig nebst dem Knopf für Start und Stopp, dem Coverbild und dem Fortschrittsbalken auch einen Stern fürs Favorisieren und Knöpfe fürs Zurück- und Vorwärtsspringen und fürs Airplay an. Was fehlt, ist ein Regler für die Lautstärke.

Aber siehe da, der lässt sich hervorzaubern. Dazu wechseln wir in die Einstellungen, gehen dort zu Bedienungshilfen, dann zu Audio & Visuelles und aktivieren dort ungefähr in der Mitte den Knopf Lautstärkeregler immer anzeigen.

Bildschirmansicht eines Podcasts mit dem Titel «Vance gegen Rubio, wer wird Trun» von «DIE ZEIT», inklusive Zeitangabe und Steuerelementen für Wiedergabe und Zeitsprung.
Vorher: Auf dem Sperrbildschirm lässt sich die Wiedergabe steuern, die Lautstärke jedoch nicht.
Screenshot einer Podcast-Anwendung. Der Titel «Vance gegen Rubio, wer wird Trun» und der Name «OK, America?» sind angezeigt. Die Zeitanzeige zeigt 27:59 Minuten. Steuerungselemente sind sichtbar.
Nachher: Es gibt im «Now Playing»-Steuerelement auch einen Volume-Schieberegler.

Man kann sich fragen, weswegen dieser Balken überhaupt versteckt werden sollte. Natürlich gibt es die Seitentasten für die Lautstärkeregelung. Aber wenn man das Handy vor der Nase hat, ist der Balken schneller erreichbar.

Bild zeigt eine Smartphone-Oberfläche mit einem Timer, der auf 3 Minuten eingestellt ist. Ein grüner „Start“-Button ist sichtbar, im Hintergrund sind App-Icons zu erkennen.
Den Countdown per Finger starten.

3) Maximal flott einen Countdown starten

Es gibt diverse umständliche Möglichkeiten, am iPhone einen Timer (auch Countdown oder Rückwärtszählalarm genannt) einzurichten: Wir fordern Siri dazu auf oder suchen nach der App Uhr, um dort zu der entsprechenden Rubrik zu wechseln und mit den drei Rädern (Stunde, Minute,  Sekunde) die abzuwartende Dauer einzustellen.

Die flinkere Methode ist indes die folgende: Ihr wischt von der Ecke rechts oben in die Mitte, um das Kontrollzentrum anzuzeigen. Dort tippt ihr auf das Timer-Symbol, das ihr ggf. dort platzieren müsst. Haltet den Finger gedrückt, bis ein grosser Regler erscheint. Bei dem stellt ihr nun per Wischen die Dauer ein und tippt auf Start.

Nachteil: Der Countdown lässt sich nicht sekundengenau einstellen. Ihr könnt zwischen einer Minute und zwei Stunden auswählen, wobei die Intervalle gegen oben immer grösser werden (1, 2, 3, 4, 5, 10, 15, 20, 30, 45 Minuten, 1, 2 Stunden).

4) Hurtig die App-Updates kontrollieren

Ein Smartphone-Bildschirm zeigt ein App-Menü mit Optionen wie «Suchen», «Einlösen» und «Updates». Drei App-Symbole sind sichtbar: App Store, ZKB Banking und ZKB TWINT.
Beim langen Drücken auf ein App-Symbol erscheint ein Kontextmenü, über das Updates ohne Umweg erfolgen.

Es ist zwar praktisch, dass die Software auf dem iPhone automatisch aktualisiert wird, ohne dass wir Nutzerinnen und Nutzer auch nur einen Finger krummmachen müssten. Der Automatismus hat seine Schattenseite: Wenn eine App plötzlich nicht mehr funktioniert, wie gewohnt, neue Funktionen aufweist oder im Gegenteil nicht mehr alles kann wie vorher, dann liegt das vermutlich an einem kürzlich erfolgten Update.

Diese Aktualisierungen einzusehen, ist maximal umständlich: Wir öffnen die App-Store-App, tippen oben rechts auf unser Avatar-Bild, wählen in der Ansicht Apple Account den Punkt App-Updates und prüfen die Liste.

Schneller geht es wie folgt: Sobald wir das App-Store-Icon vor der Nase haben, tippen wir es nicht kurz, sondern lang an. Es erscheint ein Kontextmenü, in dem wir den Punkt Updates betätigen – und voilà, schon am Ziel.

Es gibt hier übrigens auch eine Abkürzung zur erworbenen Software (Gekauft) und fürs Einlösen eines App-Store-Gutscheins.

5) Speditiv den Shazam-Verlauf einsehen

Das Bild zeigt eine Auswahl von App-Symbolen auf einem Smartphone, darunter Optionen wie Taschenlampe, Timer, Kamera, Verlauf und Musik erkennen in einem runden Design.
Welchen Song wurde gestern geshazamt? So finden wir es heraus.

Die älteren unter uns mögen sich daran erinnern, dass Shazam einmal eine unabhängige App war. Die Software, die via Mikrofon die im Raum zu hörende Musik identifiziert, gehört sogar zu den Pionieren im App Store. Schon als Apple ihn im September 2008 lanciert hatte, war sie dort erhältlich. Sie zeigte auf eindrückliche Weise, dass mobile Programme mehr waren als bloss geschrumpfte Desktop-Anwendungen: Sie ermöglichten neue und aufregende Anwendungsfälle.

Heute ist Shazam in iOS integriert und per Siri und über das Kontrollzentrum zugänglich. Das hat gegenüber der App den Nachteil, dass die Chronik der früher erkannten Songs nicht mehr zugänglich zu sein scheint (zumindest, wenn man sich nicht ans Vorhandensein der App erinnert). Sie ist es aber noch.

Und die Liste ist ruckzuck zugänglich: Wir sehen sie, indem wir lange auf das Shazam-Icon im Kontrollzentrum drücken. Es erscheint ein Kontextmenü, in dem der Befehl Verlauf zu der entsprechenden Liste Shazam-Mediathek führt.

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