«Porträt eines jungen Mannes mit Brille und gestreiftem T-Shirt, vor einem unscharfen, dunklen Hintergrund.»
Er hier fühlt sich offensichtlich unterfordert – tut mir wirklich leid! (Karola G, Pexels-Lizenz).

15 abgefahrene Quiz-Spiele rund ums Internet

Auf e-mail.wtf er­fah­ren wir alles über die ab­sur­den Regeln, nach denen E-Mail-Adres­sen gebildet werden. Und weil das so schön ist, weitere 14 in­ter­ak­tive Rätsel zur Sicher­heit im Netz, zu guten und schlechten Be­nutzer­schnitt­stel­len und zu gängi­gen Hacker-Methoden.

Der Teufel steckt im Detail. Diese Lebensweisheit, deren Ursprung nicht gänzlich geklärt ist, trifft in vielen Bereichen zu. Sie gilt bei allen Dingen, die irgendwie mit Politik zu tun haben. Und mit Wirtschaft. Vermutlich trifft sie ebenfalls beim Sport ins Schwarze, aber da kenne ich mich nicht aus. Doch eines ist klar: In der digitalen Sphäre kann das Detail noch so klein sein – einen fetten Teufel gibt es trotzdem.

Frage 17 von 21 zeigt Emojis mit einem «@»-Symbol. Rote Nachricht: «This is valid. Yeah, I can't believe it either.» Schaltflächen: «Valid» und «Invalid».
Trotz allem bin ich mir sicher, dass ein Mail an diese Adresse nicht ankommen wird.

Einen beredten Beleg dafür liefert uns die Website e-mail.wtf: Hier finden wir ein Quiz, bei dem wir entscheiden müssen, ob eine E-Mail-Adresse gültig ist oder nicht. Der Betreiber, Sam, ist Vater, Ehemann, Programmierer und Whisky-Trinker und hat eine persönliche Website, die mich schmerzlich daran erinnert, wie schön das Internet früher war.

So leicht irrt man sich

Also, unter der Prämisse, E-Mail sei einfach, gibt es ein Quiz, das auf einem Parser für E-Mail-Adressen basiert, der wiederum das Regelwerk (RFC 5322) getreulich umsetzt. Es hat mich nach wenigen Fragen vom hohen Ross heruntersteigen lassen. Ich glaubte, die Gesetzmässigkeiten ungefähr grob verinnerlicht zu haben. Aber denkste! Mein Resultat waren peinliche acht Richtige von 21.

Fazit: Ein interessanter Zeitvertreib für uns Nerds.

Es gibt weitere solcher Quizzes, wobei der Abgefahrenheitsfaktor im Einzelfall nicht so gross ist. Dafür können wir diese Spiele für Verwandte und Bekannte nutzen, um sie auf die Gefahren im Netz aufmerksam zu machen. Insbesondere dann, wenn sie uns im Brustton der Überzeugung erklären, dass sie niemals auf ein gefälschtes Mail oder eine Betrüger-Website hereinfallen würden:

  • Auf antiphishing.ch finden wir heraus, wie gut wir darin sind, Phishing-Mails zu erkennen.
  • Mit der Sicherheit im Netz beschäftigt sich auch ins-netz-gehen.de.
Eine E-Mail-Betrugswarnung zeigt eine gefälschte iPhone-Bestellung. Details: Auftragsnummer, Bestelldatum, Produktinfo und verdächtiger Link. Optionen zur Meldung von Drohung und verdächtigem Logo.
Das Antiphishing-Quiz schult unser Auge auf verdächtige Merkmale von E-Mails.

Wie Jugendliche etwas über Online-Sicherheit lernen

Es gibt auch ein Angebot für Kinder und Jugendliche:

  • Für kleinere Kinder geeignet sind die Spiele von internet-abc.de.
  • Wiederum um die Sicherheit geht es auf saferinternet.at. Hier werden auch Themen wie Cybermobbing, Belästigung online und die Influencer angeschnitten.
  • «SRF Kids» hat das Quiz zur Internetsicherheit in petto, in dem es u.a. über das Cybergrooming geht.
  • Eine breite Palette von technischen Wissenstests findet sich auf der etwas chaotischen Website wayground.com.

Ferner einige spielerische Websites, die wie e-mail.wtf einen technischen Anspruch haben:

Zwei Design-Optionen zum Einladen von Gruppenmitgliedern mit den Schaltflächen «INVITE FRIENDS» und «SKIP». Text: «Wählen Sie das am besten geeignete Design». Punktestand: 000230.
Can’t-Unsee: Auf die Feinheiten kommt es an.
Bildschirmansicht des Spiels «Flexbox Froggy». Links sind Anweisungen und Flexbox-CSS-Code zu sehen. Rechts oben ist ein Frosch auf einem Seerosenblatt.
Die erste Frage von «Flexbox Froggy» erfolgreich gemeistert!

Was es nicht alles gibt: Quizspiele für Möchtegern-Hacker und Fans von Vim

Zum Schluss dieses Beitrags – der nur wegen der teilweise schwer verständlichen RFC-5322-Regeln überhaupt in die Kategorie des Online-Shits der Woche passt – einige Tests, bei denen Expertenwissen gefragt ist und ich darum leider raus bin:

  • Bei Oh My Git! stehe ich auf verlorenem Posten. Jedenfalls geht es hier darum, Verständnis für Git-Repositorys zu entwickeln.
  • Im Cross-Site Scripting (XSS) Game von Google wenden wir unser Wissen über eine der häufigsten Sicherheitslücken im Netz an: Unsere Aufgabe ist es, Javascript-Code auf eine Website einzuschmuggeln.
  • Ebenfalls um Sicherheit für erfahrene Anwender geht es bei den Wargames der Overthewire-Community. Die «Bandit-Spiele» richten sich an Anfänger. Beim ersten Level müssen wir ein Passwort aufspüren und das fürs Log-in via SSH verwenden.
  • The evolution of trust beschäftigt sich mit der Spieltheorie und wendet sie aufs Internet an. Dieses liebevoll gestaltete Wissensspiel stammt von der kanadischen Gamedesignerin Nicky Case.
  • Last und (vielleicht) least die Vim Adventures. Wir lernen, falls wir uns dazu durchringen können, auf spielerische Weise die Bedienung des eigentlich unbedienbaren Vim-Editors.

Ein Kommentar zu «15 abgefahrene Quiz-Spiele rund ums Internet»:

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