Gruppe von vier lachenden Personen in Freizeitkleidung macht ein Selfie inmitten von üppigem Grün. Sie demonstrieren Freundschaft und Freude an einem sonnigen Tag.

Per Airpods mit dem iPhone fotografieren

Die Kamera von Apples Smart­phone lässt sich via Ohr­stöp­sel aus­lösen: wie es funk­tio­niert, worauf zu ach­ten ist und wie App­le dieses nütz­liche Foto­gra­fie-Fea­ture noch ver­bessern könnte.

Mit dem Liquid-Glass-Design von iOS 26 habe ich mich noch immer nicht angefreundet. Zwei weniger augenfällige Neuerungen schätze ich dafür umso mehr. Beide stehen in Zusammenhang mit den Airpods-Ohrstöpseln. Die erste verhindert, dass ich Podcasts und Hörbücher verpenne. Die zweite verhilft uns zu interessanteren Selfies und Gruppenfotos.

Bildschirm mit der Überschrift «Kamerafernbedienung». Drei Optionen: «Aus», «Einmal drücken» (ausgewählt), «Drücken und halten». Zurück-Pfeil oben links.
Die Einmal-Drücken-Option ist praktischer.

Diese neue Option heisst Kamerafernbedienung. Sie findet sich bei verbundenen Airpods in den Einstellungen im gleichnamigen Abschnitt. Einmal eingeschaltet, erlaubt sie es uns, die Kamera des verbundenen iPhones oder iPads auszulösen. Dafür betätigen wir den Drucksensor am Stil eines Stöpsels (mit Option Drücken) respektive belassen den Finger auf dem Stil, bis das Bild im «Kasten» ist (Option Drücken und halten). Es gibt diese Option bei den Airpods 4 und ab dem Airpods-Pro-2-Modell.

Normalerweise lösen wir via Drucksensor in der Mediensteuerung den Play-/Pause-Befehl aus. Um zum Fernbedienungsmodus zu wechseln, öffnen wir die Kamera-App. Sobald dort das Live-Bild angezeigt wird, fungiert das Bedienelement an den Airpods als Auslöseknopf.

Es wird automatisch mit Timer ausgelöst

Den Timer zu stellen, ist nicht nötig: Das Bild wird automatisch mit einer Verzögerung von drei Sekunden aufgenommen, sodass wir beim Selfie rechtzeitig die Hand nach unten nehmen können, um nicht mit dem Finger am Ohrstöpsel fotografiert zu werden. Ein akustisches Signal gibt an, dass der Countdown läuft und ausgelöst wird. Ein Extratipp: Das Fotografieren klappt auch nur mit einem Stöpsel im Ohr und der Countdown läuft weiter, wenn wir ihn uns aus der Ohrmuschel ziehen. Dieser Trick bietet sich an, wenn wir ein Gruppenbild aufnehmen und nicht als das asoziale Element in Erscheinung treten wollen, das inmitten der Freundinnen oder Familienangehörigen die Kopfhörer drinlässt.

Auf die gleiche Weise lösen wir nicht nur Fotos aus, sondern starten und stoppen  Videoaufnahmen – die allerdings ohne Verzögerung, weil wir bei längeren Aufzeichnungen nicht unbedingt von Anfang an im Bild sind und ohnehin die Möglichkeit haben, die Interaktion mit dem Airpod am Anfang und/oder Ende wegzuschneiden.

Ein Stativ ist nicht verkehrt

Ein paar Tipps und Hinweise zum Abschluss:

  • Wird der Drucksensor während des Timers ein zweites Mal gedrückt, wird die Aufnahme abgebrochen.
  • Natürlich ist das Resultat besser, wenn das iPhone auf einem Stativ steht.
    Meine Tipps dazu: Das Pocket Tripod Pro, der Snap Phone Tripod Stand oder ein richtiges Stativ wie das Rollei Tripoid C6i in Kombination mit dem Pivo Pod oder einer anderen Smartphone-Stativhalterung, z. B. der Ulanzi Halterung ST-06S für schlappe zehn Franken bei Digitec oder 15 Euro bei Amazon.
  • So sinnvoll es wäre: Es ist nicht möglich, die iPhone-Kamera für eine Serienaufnahme (Burst) oder eine Belichtungsreihe zu konfigurieren.
  • Und leider funktioniert die Methode nicht mit Kamera-Apps von Drittherstellern – und ebenso wenig mit Kopfhörern, die nicht von Apple sind.

Die letzten beiden Punkte finde ich ärgerlich. Es würde Apple keinen Zacken aus der Krone fallen, sich in diesem Bereich zu öffnen. Um euch und mich über diesen Umstand hinwegzutrösten, hier der Verweis auf meine Sammlung von geschlagenen sechs Methoden, mit denen sich die Kamera von iPhone und iPad fernauszulösen lässt.

Beitragsbild: Hey Leute, ohne Kohl, mit Stativ und Fernauslöser wird das Foto viel besser (fauxels, Pexels-Lizenz)

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