Wie man Internetadressen richtig teilt

URLs erhalten oft viel mehr, als nötig wäre: Informationen über die Herkunft eines Links und Tracking-Methoden. Darum lohnt es sich, Links vor dem Teilen von jeglichem Ballast zu befreien.

Der Titel dieses Blogposts sorgt womöglich für Stirnrunzeln: Die Frage liegt auf der Hand: Wo sollte beim Teilen von Internetadressen überhaupt ein Problem liegen? Man nimmt die Adresse und teilt sie. Ende der Geschichte.

Leider ist es – wie häufiger im Leben – nicht ganz so einfach. Denn viele Internetadressen beinhalten nicht nur die Angabe, wo eine bestimmte Information im World Wide Web aufzufinden ist. Nein, es werden auch Tracking-Informationen hinzugefügt. Die haben den Zweck, dem Betreiber einer Website aufzuzeigen, woher ein Link stammt und wie er sich (allenfalls) viral durchs Netz verbreitet.

Ob das legitim ist oder nicht, darauf werde ich am Ende des Beitrags eingehen. Hier geht es erst einmal um die Selbstbestimmung von uns Nutzern: „Wie man Internetadressen richtig teilt“ weiterlesen

Wenn fette Apps sich gegenseitig auf die Füsse treten

Was tun, wenn iPhone-Apps beim Start ewig lang hängen­blei­ben oder auch abstür­zen? Eine Aus­lege­ord­nung, woran es liegen könnte – und was tun (oder nicht tun) kann.

Ich hatte es am iPhone mit einem lästigen Problem zu tun: Einige der Apps – nicht alle, aber eine Handvoll – haben sehr lange für den Start gebraucht oder sind hängen geblieben.

Natürlich habe ich versucht herauszufinden, was die Ursache sein könnte und wie man dieses im Alltag massiv störende Problem behebt. Um falschen Erwartungen vorzubeugen, gleich vorneweg das Eingeständnis, dass ich die Ursache nicht eindeutig ermitteln konnte. Ich habe klare Verdachtsmomente, aber zu meinem Bedauern kein Patentrezept für iOS-Nutzer, die von Apps mit Startschwierigkeiten betroffen sind.

Es gibt zum Glück auch eine gute Nachricht: Ich darf vermelden, dass sich das Problem von allein gelöst hat. Es war zwar hartnäckig und ist zwischenzeitlich Zeit zurückgekehrt. Aber es gibt klare Anzeichen, dass sich dieses Problem aussitzen lässt. „Wenn fette Apps sich gegenseitig auf die Füsse treten“ weiterlesen

Hier verrate ich, welcher meiner Blogposts nur 19 Views hat

Lehrreich sind die Miss­erfol­ge: Darum habe ich he­raus­ge­fun­den, welche Beiträge hier von niemandem gelesen wurden und welche Themen mein Publi­kum ver­schmäht.

Neulich habe ich mir wieder einmal etwas in den Kopf gesetzt. Ich wollte nämlich herausfinden, welches hier im Blog die Posts mit der geringsten Resonanz sind. Sprich: Die blogmässigen Ladenhüter, die keine alte Sau interessieren – um es uncharmant zu formulieren.

Ihr werdet jetzt sicherlich vermuten, dass ich von der Absicht getrieben bin, meine Einschaltquote zu erhöhen. Denn zu diesem Zweck sollte man zwei Dinge wissen: Erstens, welche Themen immer zünden. Und zweitens, welche Themen nie zünden.

Natürlich: Im Idealfall würde ich nur die garantierten Knüller beackern. Aber leider gibt es auch für Blogger wie mich Phasen der Dürre und der sauren Gurken, wo sich kein Blockbuster aufdrängt. Wenn ich während denen nicht einfach meine Hände in den Schoss legen, sondern meinen publizistischen Auftrag den Widrigkeiten zum Trotz wahrnehmen möchte, dann habe ich keine Wahl, als auf zweit- und drittklassige Stoffe zurückzugreifen.

Aber eben: „Hier verrate ich, welcher meiner Blogposts nur 19 Views hat“ weiterlesen

Das iPhone 14 Pro in einem ersten Augenschein

Meine Eindrücke nach ein paar Tagen mit Apples neuem Smartphone-Modell: Vor allem das Always-on-Display gefällt.

Von Apple habe ich ein iPhone 14 Pro¹ zum Testen bekommen. Das habe ich seit ein paar Tagen im Einsatz. Hier gibt es meine persönlichen Beobachtungen zu lesen – denn die Testberichte, bei denen das Telefon in allen Belangen oder wortwörtlich zerlegt wird², habt ihr natürlich alle schon gelesen. „Das iPhone 14 Pro in einem ersten Augenschein“ weiterlesen

So ganz ist Audible J.K. Rowling nicht gewachsen

«The Ink Black Heart» ist der neueste Fall von Cormoran Strike und Robin Ellacott, der sich span­nend und authen­tisch mit dem Cyber­mob­bing aus­ei­nander­setzt. Die Geschich­te ist gelungen, doch die Hörbuch-Um­setzung wirft Fragen auf.

Es gibt ein Leben nach Harry Potter, wie J.K. Rowling unter dem Pseudonym Robert Galbraith beweist. Unter dem erscheint seit 2013 ihre Krimi-Serie mit dem Cormoran Strike und seiner Partnerin Robin Ellacott. Ich habe hier und hier zwei Bücher aus der inzwischen sechsteiligen Reihe besprochen und komme nicht umhin, dem neuesten Streich einen – ja, ich weiss, leider viel zu langen – Blogpost zu widmen.

Das tintenschwarze Herz – es schlägt auch in Internet-Nutzern.

In diesem neuesten Fall geht es um eine Mordermittlung, in zu einem grossen Teil in den sozialen Medien stattfinden. Cormoran und Robin sind mit der Aufgabe konfrontiert, in einem verwirrenden Panoptikum aus Twitter-Pseudonymen, anonymen Mitspielern in einem Videogame und realen Akteuren die richtigen Zuordnungen zu machen. Wie man sich vorstellen kann, gibt es in dieser Sphäre unendlich viel Raum für Missverständnisse und Irrtümer.

Das Buch heisst The Ink Black Heart bzw. Das tiefschwarze Herz. Es hat (in Deutsch) geschlagene 1360 Seiten und ist als englisches Hörbuch satte 32 Stunden und 43 Minuten lang. Und nein, das ist nicht das Thema: „So ganz ist Audible J.K. Rowling nicht gewachsen“ weiterlesen

Der Homepod Mini als Fernseh-Lautsprecher

Apples kleiner WLAN-Laut­spre­cher verbessert den Sound via Apple-TV markant. Trotz­dem ist er auf Dauer wohl kein Ersatz für eine Sound­bar.

Der vor vier Jahren hier vorgestellte Sony-Fernseher verrichtet nach wie vor brav seinen audiovisuellen Unterhaltungsdienst. Bezüglich seiner visuellen Eigenschaften ist nichts auszusetzen. Aber was das Audio angeht, ist er nicht das Gelbe vom Ei.

Das ist ein generelles Problem der dünnen Fernseher: Sie bieten kaum Raum für Lautsprecher. Die Technik hat in den letzten Jahren zwar gewaltige Fortschritte gemacht – für mich war dieser Lautsprecher vor zehn Jahren eine Offenbarung –, aber es bleibt dabei, dass Lautsprecher ein bestimmtes Volumen brauchen. Sie müssen ausreichend Luft bewegen können, damit sie gut klingen.

Bei meinem Sony-Fernseher mangelt es an Bass und vor allem an Dynamik. Das erschwert auch das Verständnis, gerade bei Produktionen mit viel Hintergrund- und Nebengeräuschen. Das hat unerfreuliche Konsequenzen: „Der Homepod Mini als Fernseh-Lautsprecher“ weiterlesen

Eine Podcast-App für Windows

Wer seine Podcasts unter Win­dows anhören möchte, der kommt mit Fluent Cast auf seine Rech­nung – ein kos­ten­lo­ser Pod­cat­cher mit den wichtigen Grund­funk­tio­nen.

Windows kann von Haus aus nichts mit Podcasts anfangen. Das ist eine verpasste Chance für die Medienwiedergabe-App, die Microsoft bei Windows 11 eingeführt hat. Die spielt lokale Musikdateien und Videos ab, mehr aber leider nicht.

Auch im Microsoft Store waren die Podcasts bislang kein grosses Thema. Doch die Lage hat sich gebessert: „Eine Podcast-App für Windows“ weiterlesen

Gesunder Menschenverstand statt KI

Bei Audible und Amazon kann man seinen Lieb­lings­autoren folgen. Das ist eine in Ansätzen nütz­liche Funk­tion – die das Einge­ständ­nis bein­hal­tet, dass die tollen Vor­schlags-Algori­thmen doch nicht so toll sind.

Audible bzw. Amazon hat vor ein paar Tagen die Möglichkeit eingeführt, einem Autor zu folgen: Wir suchen in der App oder auf der Website nach einem seiner Titel, tippen oder klicken auf den Namen. Daraufhin gelangen wir zur Autorenseite, auf der wir den Follow-Knopf betätigen.

Oder, noch einfacher: Wir öffnen in der App die Rubrik Bibliothek und wählen in der obersten Liste Autoren. In der Liste sehen wir alle Autoren, von denen wir Hörbücher besitzen und können die gewünschten auswählen, um sie zu abonnieren.

Die Abos sind auf bei Audible dieser Seite einzusehen. Und da es eine gemeinschaftliche Funktion für Amazon und den Kindle ist, existiert auch eine entsprechende Seite bei Amazon.

Das ist eine nette Neuerung. Zumindest auf den ersten Blick – wenn man genauer hinschaut, könnte man sie auch für unausgereift halten. Aber dazu komme ich gleich noch.

Die Grundidee erweckt jedenfalls den Eindruck, als ob der Hörbuchverlag eine wichtige (und seit 27 Jahren überfällige) Beobachtung gemacht hätte: „Gesunder Menschenverstand statt KI“ weiterlesen

Wie man sein Haus oder seine Wohnung digitalisiert

Per iPhone lässt sich eine Wohnung in ein paar Minuten scannen. Eine App wie RoomScan Lidar erzeugt ein drei­dimen­siona­les Modell oder einen Grund­riss. Im Test zeigt sich, wie präzise ein Scan ist und was sich damit anfangen lässt.

Neulich habe ich eine App vorgestellt, mit der man ein 3D-Modell seiner Wohnung anfertigt, und zwar inklusive Möbel und allem Schnickschnack, das den man so herumstehen hat. Das ist eindrücklich und amüsant – aber für planerische Zwecke wäre es praktischer, eine App zu haben, die alle beweglichen Objekte virtuell zum Verschwinden bringt und ein Modell der «nackten» Wohnung anfertigt. Man könnte ein solches Modell der leeren Räume virtuell neu möblieren und so ausstatten, wie man es sich in seinen kühnsten Träumen ausmalen will.

Eine solche App ist angekündigt; Shopify hat die Welt von entsprechenden Pläne in Kenntnis gesetzt, und es würde mich sehr wundern, wenn nicht auch Ikea und Co. bald in dieses Horn blasen würde. Zumal die Entwicklung einer solchen App keine Hexerei mehr ist: Die neuen iPhones sind mit Lidar ausgestattet, was die Vermessung präziser und einfacher macht. Und Apple selbst stellt eine Schnittstelle namens RoomPlan zur Verfügung, die den Zweck hat, Räume mit oder ohne Möbel zu erfassen.

Eine App, die von Lidar und den Vermessungsmöglichkeiten via iPhone-Kamera Gebrauch macht, ist RoomScan Lidar. (Es gibt die auch in einer Variante für iPhones ohne Lidar, die ich aber nicht ausprobiert habe.)

Sie funktioniert folgendermassen: „Wie man sein Haus oder seine Wohnung digitalisiert“ weiterlesen

Wie Facebook und Instagram uns Nutzer entmündigt haben

Die Social-Media-Platt­formen verändern sich rasant: Mark Zucker­berg und Meta nehmen uns Unsern die Kontrolle über unsere Feeds.

Die Veränderungen bei Facebook und Instagram sind unübersehbar. Erstens fällt die brutale Menge an Werbung auf, die inzwischen über diese Plattformen ausgespielt werden.

Und natürlich, ich verstehe, dass Mark Zuckerberg sie nicht zum Spass betreibt, sondern, um Geld zu verdienen. Aber es ist eine Frage des Masses. Das ist nicht mehr gewahrt, wenn jeder dritte Beitrag aus einer Anzeige besteht.

Immerhin, es gibt eine Möglichkeit, Gegensteuer zu geben: „Wie Facebook und Instagram uns Nutzer entmündigt haben“ weiterlesen