Drei fulminante Abenteuer für Junge und Junggebliebene

«Das ferne Leuchten», «Perfect Copy» und «Die seltene Gabe»: Drei Geschichten von Andreas Eschbach, die es neu als Hörbücher gibt und die zu entdecken sich allemal lohnt.

Mir sind Autoren sympathisch, die ihren Lesestoff nicht nur für Erwachsene, sondern auch für Kinder und Jugendliche anfertigen. Das zeugt von Selbstvertrauen und erzählerischem Talent. Denn während man Erwachsenen auch eine halbgare Geschichte schmackhaft machen kann, indem man sie mit intellektuellem Firlefanz garniert, muss man dem Nachwuchs eine glaubhafte Geschichte präsentieren – und Figuren, mit denen er sich identifizieren kann.

Zwei Schreibtischtäter, die das beide gut beherrschen, sind J.K. Rowling, aber auch für Andreas Eschbach. Heute geht es um Letzteren (denn das neue Buch Gliss – Tödliche Weite habe ich schon vor ein paar Tagen besprochen). Von ihm sind eine Reihe Bücher neu in Hörbuchform herausgekommen – auch ältere Werke, die erst in der letzten Zeit eingelesen wurden. „Drei fulminante Abenteuer für Junge und Junggebliebene“ weiterlesen

Ein Hingucker ist er allemal

Die Apple Airpods Max im Test: Mich überzeugen Verarbeitung, Klangqualität und Bedienung, doch in einigen Belangen sind die Kopfhörer etwas gar exzentrisch.

Derzeit habe ich die Gelegenheit, den Airpods Max zu testen. Das ist der High-End-Kopfhörer von Apple, der die AirPods Reihe um ein Over-Ear-Modell erweitert. Es gibt diesen Kopfhörer seit Dezember 2020, und er ist für 474 Franken bei Digitec erhältlich, bzw. für 407 Euro bei Amazon.

Ich möchte mir mit dem Kopfhörer anhören, wie der Raumklang bei Apple klingt. Im Beitrag Mitten drin statt nur dabei habe ich mich mit der Sony-Variante 360 Reality Audio beschäftigt und mich gefragt, wie im Vergleich Spatial Audio klingt. Apple treibt die Sache nämlich noch weiter, indem es die Head Tracking-Funktion gibt. Sie bezieht Kopfbewegungen ins Klangerlebnis mit ein: Bewegt man den Kopf, verändern sich die Positionen der Klangquellen im Raum. Auf diese Weise sollte man den Eindruck bekommen, zusammen mit Musikern im gleichen Raum zu sein.

Klar, dass ich mir das nicht entgehen lassen kann – und mein Fazit findet sich im Beitrag Ein Hurra für die Raumklang-Revolution – oder ist Stereo gut genug? Hier geht es vorerst einmal um den Kopfhörer: „Ein Hingucker ist er allemal“ weiterlesen

Video- und Audio-Inhalte aus dem Web auf dem Smartphone speichern

Drei Tipps, wie man flüchtige Informationen einfängt und am einzigen Ort speichert, wo sie wirklich sicher sind – nämlich auf dem eigenen Gerät.

Ich halte es für wichtig, dass wir wichtige Informationen aus dem Netz auch lokal speichern können. Die Gründe dafür führe ich im Beitrag Wie steht es eigentlich um die private Streaming-Kopie? im Detail aus.

Kurz zusammengefasst: Es kommt vor, dass man sich auf Informationen berufen möchte, die im Netz zu finden sind. Doch wie wir wissen, kommt es andauernd vor, dass Informationen aus den unterschiedlichsten Gründen aus dem Web verschwinden. Darum muss man unbedingt eine lokale Kopie anfertigen, wenn man sicher sein will, im entscheidenden Moment nicht mit leeren Händen dazustehen.

Hier im Blog gibt diverse Tipps, wie man Web-Informationen archiviert; eine Übersicht findet sich am Ende des Beitrags¹. An dieser Stelle habe ich drei Tricks fürs Smartphone für euch – weil leider viele der bewährten Methoden mobil nicht funktionieren: „Video- und Audio-Inhalte aus dem Web auf dem Smartphone speichern“ weiterlesen

Die selten benutzten Apps aufstöbern und löschen

Wie man beim iPhone/iPad über­flüssige Apps über Bord wirft, indem man in Erfahrung bringt, wann sie zum letzten Mal geöffnet worden sind.

Mein Job, ebenso wie mein privates Interesse an Software bringen es mit sich, dass sich auf meinen Geräten viele Apps ansammeln. So lange genügend freier Speicherplatz vorhanden ist, stören die nicht wirklich.

Trotzdem finde ich es sinnvoll, ab und an für Ordnung zu sorgen: Es ist nicht nötig, dass Apps auf dem neuesten Stand gehalten werden und mittels Updates immer mal wieder Datenverkehr verursachen, wenn ich sie nie verwende. Das gilt auch für den Fall, dass ich auf ein neues Gerät wechsle. Auch wenn man beim Umstieg aufs neue iPhone den Schnellstart zur Direktübertragung verwendet (siehe Die Tücken des Smartphone-Wechsels), werden die Apps frisch heruntergeladen. Das würde den Vorgang in die Länge ziehen – was unnötig ist.

Darum stellt sich die Frage: Wie findet man beim iPhone bzw. iPad heraus, welche Apps man schon lange nicht mehr verwendet hat? Sinnvoll wäre, wenn man die Apps in der App-Mediathek nach der Zahl der Verwendungen in den letzten drei Monaten sortieren könnte; oder meinetwegen nach dem Datum des letzten Öffnens. Das geht aber leider nicht.

Es gibt aber eine andere Möglichkeit: „Die selten benutzten Apps aufstöbern und löschen“ weiterlesen

Wie geile Väter in den 1990ern die Telefonrechnung in die Höhe trieben

Der «Operator»-Podcasts schildert Aufstieg und Fall des Telefonsex-Geschäfts in den USA. Er tut das erfrischend vorurteilsfrei und mit viel Sympathie für die Frauen, die sich am anderen Ende der Leitung all den Kram anhören mussten.

Es gibt kulturelle Errungenschaften, die fast so schnell verschwinden, wie sie gekommen sind. Um eine davon geht es heute – und ich muss mit einem gewissen Bedauern vermelden, dass ich seinerzeit nie die Gelegenheit wahrgenommen habe, sie auszuprobieren. Einerseits aus Gründen des Geizes, andererseits, weil es mir hochnotpeinlich gewesen wäre.

Die kulturelle Errungenschaft, von der die Rede ist, heisst Telefonsex. Sie wurde, natürlich, in den USA erfunden und auf ihrem Höhepunkt von der Pornografie im Internet verdrängt – wobei ich nicht ausschliessen will, dass es noch einige Nischenanbieter gibt.

Aus Sicht der Konsumenten ist diese Entwicklung ein Vorteil: „Wie geile Väter in den 1990ern die Telefonrechnung in die Höhe trieben“ weiterlesen

Die Tücken des Smartphone-Wechsels

Beim Umstieg von einem alten auf ein neues iPhone kann einiges schief­gehen. Darum die wichtigsten Tipps, wie die Daten­über­nah­me klappt und welche Apps eine Spe­zial­be­hand­lung be­nöti­gen, damit man sich nicht aus dem On­line­ban­king oder seiner Arbeit aus­sperrt.

Neulich hatte ich die Gelegenheit, ein neues iPhone in Betrieb zu nehmen. Eigentlich eine erfreuliche Sache, weil: neues iPhone.

Nach der Datenübernahme will das iPhone wissen, was nun mit ihm passiert.

Doch etwas trübt die Freude: Der Heckmeck, bis das neue Telefon voll betriebsbereit ist. Der Aufwand ist in den letzten Jahren grösser geworden – ebenso die Fallen, in die man hineinlaufen kann. Denn wenn man die Sache falsch angeht, könnte man Daten verlieren oder sich aus wichtigen Nutzerkonten ausschliessen.

Also, hier meine Erfahrungen, damit es bei euch möglichst rundläuft – und damit ich mich bei der nächsten ähnlichen Gelegenheit daran erinnere, welche Apps während eines Gerätewechsels besondere Aufmerksamkeit benötigen. Darum der Tipp vorneweg: Wir alle, ihr und ich, sollten unbedingt ein Lesezeichen zu diesem Beitrag hier anlegen.

Doch bevor es mit den harten Fakts losgeht, noch ein Hinweis: „Die Tücken des Smartphone-Wechsels“ weiterlesen

Der ultimative Zeitspar-Trick für den Mac

Keyboard Maestro ist eine Auto­mati­sie­rungs-App für den Mac, mit der sich Routine­auf­ga­ben von selbst erledigen. Eine Em­pfeh­lung auch für Fans von Apple­Script und Auto­ma­tor.

Neulich hat mir Patrick Seemann auf Twitter die App Keyboard Maestro nahegelegt. Mit der kann man, wie mit der im Beitrag So hilft man dem Mac in Sachen Fenstern auf die Sprünge vorgestellten Magnet-App seine Fenster organisieren. Sie macht aber noch mehr als das; sie ist nämlich eine Automatisierungshilfe für den Mac.

Natürlich stellt sich die Frage: Braucht man für den Mac überhaupt ein solches Programm? Schliesslich gibt es die Automator-App, die Apple in Mac OS X 10.4 eingeführt hat. Sie nutzt im Kern AppleScript: Das ist die Automatisierungssprache, die demnächst ihren dreissigsten Geburtstag feiert. Sie entstammt einem der klassischen Mac-Anwendungen, die am Anfang auch eines der Alleinstellungsmerkmale war und mit zum Erfolg des Macintoshs beigetragen hat, nämlich HyperCard.

Die Antwort auf die Frage? „Der ultimative Zeitspar-Trick für den Mac“ weiterlesen

Der Weltuntergang ist kein Kindergeburtstag

So eindringlich wie bei Adrian J. Walker geht die Welt nur selten unter: «The End of the World Running Club» ist ein packendes Untergangsszenario, das man hervorragend auch beim Joggen hören kann.

Apokalypse auf die Zwölf.

In letzter Zeit ging es hier immer mal wieder um apokalyptische Geschichten: der Crash des Internets in Systemfehler von Wolf Harlander, ein Ausfall der Strom­ver­sor­gung bei Marc Elsbergs «Blackout» und schliesslich das Ende der Zivilisation, ausgelöst durch einen Hack des Mobilfunknetzes, wie es Stephen King in «Cell» beschreibt.

Alle diese Geschichten sind spannend, doch keine hat so richtig auf die Zwölf gezielt. Will sagen: Bei den ersten beiden gibt es ein Happy-End und die Zivilisation wird am Ende wiederhergestellt. Beim dritten Buch ist es zwar aus mit der Hochkultur, aber weil die Ursache für diesen Untergang sehr an den Haaren herbeigezerrt ist, fühlt man sich als Leserin wenig betroffen.

Das ist ganz anders beim Buch, um das es jetzt geht: „Der Weltuntergang ist kein Kindergeburtstag“ weiterlesen

Was hätte bloss Morpheus dazu gesagt?

Die Autosleep-App gilt als Non­plus­ultra für die Schlaf­über­wachung und -Analyse. Per Apple Watch ermittelt sie Länge und Qualität und zeigt die Trends auf. Und ja: Da stellt sich die Frage über Sinn und Un­sinn des Schlaf­trackings.

Die smarten Wearables zählen bekanntlich nicht nur Schritte und Stehstunden, sondern wollen auch Aussagen darüber treffen, wie gut man genächtigt hat. Das nennt sich Schlaftracking, und bemüssigt manche Leute zu einem Stirnrunzeln: Wieso sollte sich von einem Gadget sagen lassen, was man nach dem Aufwachen selbst weiss? Denn wenn es ist einem in aller Regel klar, ob man gut oder schlecht, lang genug oder zu kurz geschlafen hat und ob man an einem Stück durch die Nacht gekommen oder fünfmal aufgewacht ist.

Stimmt alles. Trotzdem finde ich das Schlaftracking spannend, auch wenn mir die anderen Funktionen – Schrittzählen und Aufzeichnen der Sportaktivitäten – wichtiger sind. Und zwar aus zwei Gründen: „Was hätte bloss Morpheus dazu gesagt?“ weiterlesen

Wie Windows 11 ganz handzahm wird

Die wichtigsten Einstellungen, mit denen man Microsofts neues Betriebssystem ohne allzu viel Ärger für produktive Arbeit nutzt. Und einige Worte zum HP Spectre x360 Convertible 14, auf dem ich Windows 11 im Einsatz habe.

Ich habe Windows 11 hier im Blog (So fortschrittlich, dass man es bald gar nicht mehr braucht) und bei der Tamedia ausführlich vorgestellt (Unsere Antworten auf die wichtigen Fragen). Da mein in die Jahre gekommener Windows-Rechner nicht kompatibel ist, habe ich Windows 11 zu Testzwecken via Virtual Box auf meinem Macbook installiert.

Das funktioniert und hat mir einen ersten Eindruck vermittelt. Es ist aber ohne Zweifel keine gute Methode, um das System unter Praxisbedingungen kennenzulernen; allein das träge Ausführungstempo ist ein echtes Hindernis. Darum habe ich HP um ein aktuelles Testgerät mit Windows 11 gebeten und ein HP Spectre x360 Convertible 14 (ea0xxx) zur Verfügung gestellt bekommen.

Ich habe hier im Blog zwei nahe Verwandte dieses Modells ausführlich getestet, nämlich das x360 13 mit etwas kleinerem 13-Zoll-Bildschirm und das x360 15 mit dem 15-Display. Über das Gerät selbst brauche ich daher nicht allzu viele Worte zu verlieren: „Wie Windows 11 ganz handzahm wird“ weiterlesen