Apple braucht mehr Bedenkzeit

Die News der Woche 35: Apple stellt den Kinderpornografie-Scanner zurück. Der Android-Wecker weckt nicht mehr. Und es gibt irgendwelche Spekulationen zur nächsten Apple-Watch.

Diese Woche brachte keine riesigen Ereignisse, aber sechs interessanten kleinen Neuigkeiten bin ich dennoch begegnet.

Apple stellt die umstrittene Kinderpornografie-Scanfunktion zurück. «The Verge» berichtet, dass die Funktion erst später im Jahr kommen soll und zitiert aus einem Statement von Apple: «Rückmeldungen von Kunden, Interessenverbänden und Forschern haben uns dazu gebracht, uns einige Monate mehr Zeit zu nehmen, um Vorschläge zu sammeln und Verbesserungen vorzunehmen, bevor wir diese wichtigen Kindersicherheitsfunktionen freigeben.»

Die Wecker-App bei Android funktioniert nicht mehr. Es scheint, dass geplante Alarme nicht mehr ausgeführt werden. Das resultiert in einer Flut von 1-Sterne-Bewertungen, wie 9to5google festgestellt hat.

Bei Bloomberg gibt es einige Spekulationen zur kommenden Apple Watch. Wenn man denen glauben darf, wird der Bildschirm bei der Apple Watch Series 7 etwas grösser. Aber warum sollte man denen nicht glauben? Bei einer Neuauflage eines Geräts den Bildschirm zu vergrössern, ist nun nicht die aller-aussergewöhnlichste Idee, die jemals ein Produktmanager gehabt hat.

Es bleibt spannend beim Kampf um die Vorherrschaft in den App-Stores. Wie bei der «New York Times» zu lesen ist, hat das südkoreanische Parlament am Dienstag einen Gesetzentwurf verabschiedet, der es App-Stores von Apple und Google verbietet, Entwickler zu zwingen, exklusiv die jeweils eigenen Zahlungssysteme zu verwenden. Auch in Europa, Grossbritannien und zuletzt in Indien laufen Untersuchungen, wieweit die Hersteller der Smartphone-Betriebssysteme ihre Vormachtstellungen missbrauchen.

Wegen der Arbeit im Homeoffice sind den Unternehmen grössere Schäden durch Cyberangriffe entstanden. Mobilegeeks.de bezieht sich auf eine Erhebung des Instituts für ökonomische Forschung in Köln, die besagt, dass deutschen Firmen ein zusätzlicher Schaden von 53 Milliarden Euro entstanden sei. Das Total beläuft sich auf 224 Milliarden Euro im Jahr 2020 und sei doppelt so hoch wie im Vorjahr.

Und schliesslich noch das: Wer mag, kann ein Triceratops-Skelett ersteigern; die Gebote beginnen bei 1,2 Millionen Euro. Versteigert wird das gute Stück vom Auktionshaus Binoche et Giquello, lässt uns «Boing Boing» wissen. Nebst dem entsprechenden Kleingeld benötigt der Bieter auch ausreichend Platz in der Wohnung. Der Schädel des 66 Millionen Jahre alten Fossils sei 2,62 Meter lang und zwei Meter breit und die Gesamtlänge beläuft sich auf acht Meter. Was diesen Dinosaurier zum grössten je ausgegrabenen Triceratops macht.

Beitragsbild: Zuverlässiger als Android (Aphiwat Chuangchoem, Pexels-Lizenz).

Autor: Matthias

Computerjournalist, Familienvater, Radiomensch und Podcaster, Nerd, Blogger und Skeptiker. Überzeugungstäter, was das Bloggen angeht – und Verfechter eines freien, offenen Internets, in dem nicht alle interessanten Inhalte in den Datensilos von ein paar grossen Internetkonzernen verschwinden. Wenn euch das Blog hier gefällt, dürft ihr mir gerne ein Bier oder einen Tee spendieren: paypal.me/schuessler

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