Die sechs besten Wetter-Apps – und sechs Zugaben

Wie man zu einem Allerweltsthema aussergewöhnliche Apps beisteuert, zeigt meine Auswahl von den tollsten sechs Wetter-Apps. Plus, weil es so schön ist, sechs Empfehlungen der Leser und vier Dreingaben.

Im Beitrag Die Premiere muss leider verschoben werden habe ich es angedeutet, dass sich bei meiner 2015 gestarteten Videoserie Digitale Patentrezepte eine Veränderung ansteht. Inzwischen ist die Katze aus dem Sack und ich kann auch mein Gejammer zum Umstieg bei der Schnittsoftware relativieren. Ich fabriziere einen Rohschnitt liefere das Rohmaterial und die Postproduktion wird vom Tamedia-Videoteam erledigt. Das reduziert die Gefahr, an Premiere zu verzweifeln.

Die Neuerung hat den Vorteil, dass wir momentan mehr in die Produktion investieren als bisher: Die Videos sehen deutlich schicker aus. Es gibt aber auch einen Nachteil: Da die Videos nun nicht mehr mein alleiniges Werk sind, werde sie hier im Blog nicht mehr einbinden, sondern nur noch darauf verlinken. Sorry! Und ja, ich weiss, dass die Videos hinter einer Paywall stecken.

Also, trotz dieser Einschränkung erfolgt hier die stolze Uraufführung der ersten Folge der Patentrezepte 2.0, die sich um Regen, Hagel, Sturm und Sonnenschein dreht und den Titel Wetter-Apps mit dem gewissen Etwas trägt. Und ja, die erwähnten Apps kann ich hier natürlich trotzdem aufzählen:

Erstens: Meine Favoriten

Meteo Schweiz: Mit dieser quasi offiziellen App macht man nichts verkehrt. Ihre Stärken sind die Prognosen für einzelne Orte, die man direkt auf dem Startbildschirm hat. Mir gefällt die Anpassbarkeit des Homescreens. Neuerdings kann man sich auch das Flugwetter einbinden – aber in Sachen Datenvielfalt ginge da sicherlich noch mehr. Gratis für iPhone, iPad und Android.

Meteo Earth fürs iPhone und iPad ist spannend, um das Wetter im globalen Massstab zu verfolgen. Die App zeigt auf einem drehbaren Globus animierte Wetterdaten: Wind, Wolken und Temperaturen. Das ist optisch eindrücklich genug, dass man als Fernsehwettermann damit seinen Auftritt bestreiten könnte.

Wird’s regnen? macht kein Bruhaha ums Wetter, sondern liefert eine schnelle Antwort, ob es regnen wird oder nicht – damit man nicht mit der falschen Kleidung aus dem Haus geht. Und man kann sich benachrichtigen lassen, wenn Niederschläge einsetzen. 2 Franken fürs iPhone und iPad

Overdrop ist meines Erachtens die schönste Wetter-App für Android, aber auch kostenlos fürs iPhone erhältlich. Mir gefällt die übersichtliche Darstellung und die klare Grafik.

Carrot zeichnet dafür verantwortlich, dass ich das Thema überhaupt aufgegriffen habe. Diese App zeigt, dass man ein maximal konventionelles Thema wie das Wetter auch maximal unkonventionell angehen kann. Die App gibt freche Kommentare von sich und deckt den Nutzer – wenn er denn Lust darauf hat, sogar mit Beleidigungen ein. Es gibt die App kostenlos für Android und iPhone. Sie ist kostenlos, doch um in den Genuss aller Unflätigkeiten zu kommen, benötigt man ein Abo.

Pflotsh, von Jürg Kachelmann, existiert fürs iPhone und Android. Diese App habe ich seinerzeit hier im Blog ausführlich vorgestellt.

Zweitens: Die Favoriten der Leserinnen

Als Kommentar zum Artikel gab es einige spannende weitere Nominierungen, die ich mir gerne ansehen werde – und die ich hier mit Links nachtrage:

Landi Wette‪r‬ (für iPhone/iPad und Android): Dass die eine grosse Fangemeinde hat, war mir bekannt. Ich finde die Grafik zu bünzlig. Aber klar, mir ist bewusst, wie oberflächlich dieses Argument ist. Für einmal habe ich es trotzdem berücksichtigt, weil es mir nicht nur ums Wetter, sondern auch um die originelle programmiertechnische Umsetzung geht.

Die App Yr zeigt, wie sich das Wetter entwickelt, wenn man mit dem Finger horizontal scrollt.

Yr (für Android und iPhone/iPad) zeigt Prognosen als animierte Himmensansicht – quasi, wie wenn man aus dem Fenster sehen und vorspulen würde.

Windy (für Android und iPhone/iPad) ist eine App, die sich, wie der Name verrät, vor allem um die Luftbewegungen kümmert und besonders interessant für Segler, Surfer und Drachenflieger ist.

Wetter-Alarm von der Zürcher Gebäudeversicherungen und den Helvetia Versicherungen hat sich, wie der Name sagt, auf Warnungen spezialisiert. Die App zeigt aber auch «normale» Prognosen an (iPhone/iPad und Android).

Meteoblue wird wegen den guten Modellen und dem coolen Design gelobt (Android und iPhone/iPad).

Raintoday ist eine Alternative zu Wird’s regnen? – und zwar für Leute, die es dann doch noch ein bisschen genauer wissen wollen: Mit dem «Echtzeit-Regenwarner» erfähft man, wann mit Niederschlägen zu rechnen ist, und wie lange die voraussichtlich dauern werden (iPhone/iPad und Android – bei meinem Test hat der Android-Link aber leider nicht funktioniert).

Und dritten: Vier Dreigaben

Und als ob das nicht genügend Wetter-Apps wären, noch vier Dreingaben:

  • Die ebenfalls sehr schone App Earth 3D habe ich hier vorgestellt.
  • Hier gibt es die App Baby Wetter, die frischgebackenen Eltern erklärt, wie sie ihr Kind anziehen sollen, damit es nicht zu heis oder zu kalt hat.
  • Im Beitrag Das Wunderwetter aus dem Web geht es um die Weather Underground-Community.
  • Und schliesslich habe ich im Artikel So schön kann schlechtes Wetter sein ich die Apps aufgelistet die 2013 zu meinen Favoriten zählten. Viele gibt es davon leider nicht mehr, beispielsweise das tolle Partly Cloudy. Swackett – kurz für «Sweater, Jacket or Coat?» – ist aber weiterhin verfügbar, jetzt als Swackett Classi‪c‬ fürs iPhone/iPad.

Beitragsbild: Mit der richtigen App wäre Jonathan schön zu Hause geblieben (Jonathan Bowers, Unsplash-Lizenz).

Autor: Matthias

Computerjournalist, Familienvater, Radiomensch und Podcaster, Nerd, Blogger und Skeptiker. Überzeugungstäter, was das Bloggen angeht – und Verfechter eines freien, offenen Internets, in dem nicht alle interessanten Inhalte in den Datensilos von ein paar grossen Internetkonzernen verschwinden. Wenn euch das Blog hier gefällt, dürft ihr mir gerne ein Bier oder einen Tee spendieren: paypal.me/schuessler

Ein Gedanke zu „Die sechs besten Wetter-Apps – und sechs Zugaben“

  1. Wirklich schade, dass sich die Videos nicht mehr anschauen lassen ohne Tagi-Abo. Ich habe die «Konkurrenz» abonniert und bin daher ausgeschlossen.

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