Es war ein perfektes Jahr!

Man glaubt es kaum – aber ich kann auch versöhnlich und optimistisch bloggen. Und das am Ende eines solchen Jahres! (Ob dieser Blogpost bereits unter dem Einfluss von prickelnden alkoholischen Getränken entstanden ist, wird die Welt nie erfahren.)

Siehst du: Ein perfektes Jahr! (Zumindest bei den «täglichen Herausforderungen» in der Solitaire Collection von Microsoft.)

Ein perfektes Jahr, zumindest, was mich und meine Leistung in der Microsoft Solitaire Collection (siehe Yesss!) angeht.  Ich hoffe, dass das in irgend einer – vielleicht sogar etwas sinnvolleren – Form auch für euer Leben zutrifft.

Ich bin zwar keiner dieser Menschen, die der Ansicht sind, dass alles gut wird, wenn man nur darauf achtet, mit einer rosaroten Brille auf die Welt zu schauen (siehe Alles wird schlecht! Alles wird grossartig!).

Das heisst aber auch nicht, dass man immer nur die graugefärbte Polfilterbrille aufbehalten müsste. Die Kunst ist, die unscheinbaren, aber vielleicht umso positiveren Dinge des Lebens nicht zu übersehen.

Und darum betrachte ich dieses Jahr nicht nur durch die Solitaire-Brille, sondern werfe auch einen Blick in meine Garmin-App. Dort hat das Corona-Jahr unübersehbar seine Spuren hinterlassen: „Es war ein perfektes Jahr!“ weiterlesen

Die grosse, app-mässige Abrechnung mit dem Jahr 2020

Auch wenn dieses Jahr nicht gerade der Heuler war – die Apps können sich sehen lassen: Eine persönliche Auswahl der besten Apps von 2020.

Wie üblich geht es im letzten Patentrezept-Video des Jahres jeweils um Apps. Und zwar um eine subjektive Auswahl, die ich nach eigenem Gusto zusammengestellt habe.

Das wirft die Frage auf, ob es nicht ein bisschen objektiver ginge – zum Beispiel mit den Download-Ranglisten, die Google und Apple auch dieses Jahr wieder veröffentlicht haben. (Hier die von Apple und hier die von Google.) Aber ehrlich: Ich finde die Auswahl reichlich langweilig. Die iPad App des Jahres von 2020 ist Zoom. Die habe ich so oft benutzt, dass ich sie nun nicht auch noch in einem Video breitschlagen wollte.

Denn das ist das Problem, wenn man Apps nach dem Prinzip der Hitliste kürt: Es landen die Apps zuoberst, die den grössten Publikumserfolg verzeichnen konnten – ergo jene, die eh schon alle kennen und nutzen.  Die in einem Video vorzustellen, ist absolut sinnlos.

Darum bin ich auch dieses Jahr wieder auf das Prinzip verfallen, jene Apps durchzusehen, die ich hier im Blog besprochen und mit dem Tag Geheimtipp versehen habe. „Die grosse, app-mässige Abrechnung mit dem Jahr 2020“ weiterlesen

Der Trick, wie iPhone-Apps nicht an ihrer Arbeit gehindert werden

Eine simple Methode, wie man am iPhone und iPad einer App dazu verhelfen kann, eine länger dauernde Arbeit ungestört zu erledigen.

Hier folgt ein Tipp fürs iPhone und iPad. Er erklärt, wie man eine App dazu bringen kann, eine länger dauernde Aktion ungestört zu beenden.

Denn typischerweise ist es so, dass eine App nach ein paar Minuten ohne Interaktion vom Betriebssystem in den Ruhezustand versetzt wird. Die Tätigkeit – zum Beispiel eine grössere Menge an Daten hochzuladen – wird dadurch unterbrochen. Das ist für uns Anwender lästig: Denn erstens zieht sich der Vorgang in die Länge. Und zweitens besteht auch die Gefahr, dass er nach dem Aufwecken der App nicht korrekt weitergeführt werden kann.

Ich muss vorausschicken, dass der Tipp extrem banal ist. Jeder, der nur ein bisschen über das Problem nachdenkt, kommt allein auf die Lösung. Aber weil die Sache so naheliegend ist, habe ich erst kürzlich überhaupt daran gedacht. Und darum ist es nicht verkehrt, die Sache hier zu bebloggen.

Doch weil die eigentliche Empfehlung in einem Satz erledigt ist, muss ich hier noch ein bisschen ausholen. Und zwar, indem ich die Vorgeschichte erzähle.

Also, das war so: „Der Trick, wie iPhone-Apps nicht an ihrer Arbeit gehindert werden“ weiterlesen

Hey Google, dein Chrome ist ein bisschen stumpf

Ein Plädoyer für Firefox und gegen Chrome – und einige Beobachtungen, was mit Googles Browser seltsam läuft.

Es ist ein offenes Geheimnis, dass ich kein Fan von Chrome bin. Ich hier im Blog immer mal wieder gegen Googles Browser gewettert. Zum Beispiel hier in diesem Beitrag, wo ich mich dazu bekannt habe, die Browserfrage nicht missionarisch zu betreiben.

Ob das noch immer gilt, dürfen gerne die Leserinnen und Leser hier entscheiden. Denn ich habe nachgedoppelt und in einem Video ganz unverblümt dazu aufgerufen, von Chrome auf Firefox umzusteigen. Und zwar der Vielfalt im Internet wegen. Und weil Firefox auch einfach das bessere Programm ist, um im Web zu surfen.

Ob diese Argumente stichhaltig sind – oder doch vor allem ideologisch –, dürft ihr nun gerne selbst entscheiden: „Hey Google, dein Chrome ist ein bisschen stumpf“ weiterlesen

Jahresmusterung, Teil 5: Chance verpasst, Facebook

Ich bewerte die Leistungen der Tech-Konzerne 2020. Facebook hat sich zwar keinen ganz grossen Patzer geleistet. Doch das ist schon das beste, was man über das soziale Netzwerk dieses Jahr sagen kann.

So ein richtiger Klimax ist das nicht, wenn ich mich im (mutmasslich) letzten Teil meiner schönen Serie zur Jahresmusterung der grossen Tech-Konzerne auf Facebook stürze. Denn Facebook ist seit Jahren ein Sorgenkind. Aus der eigentlich schönen Vision, die Menschen der ganzen Welt zu vernetzen, ist eine Art geistiger Krankheit geworden, die sich pandemisch durchs Internet verbreitet. Ich habe sie seinerzeit Morbus Facebook genannt.

In einem in diesem Jahr erschienenen Buch, hier besprochen, lässt uns Steven Levy nacherleben, wie es dazu kommen konnte – und wie die Taten des Mark Zuckerberg seiner hehren Vision nie so richtig gerecht werden konnten. Dieses Muster hat sich auch 2020 fortgesetzt: Zuckerberg hat zwar keinen Skandal à la Cambridge Analytica gebaut, worüber man eigentlich schon einmal froh und dankbar sein müsste. Aber Facebook hat nicht den Eindruck erweckt, dass man längst diagnostizierten Probleme auch wirklich angehen will. Im Gegenteil – was wir 2020 aus Menlo Park in Kalifornien gehört haben, ist unter dem Strich sehr ernüchternd.

Erinnern wir uns an den Boykott im Juli: „Jahresmusterung, Teil 5: Chance verpasst, Facebook“ weiterlesen

Jahresmusterung, Teil 4: Der unheimliche Krisengewinnler

Amazon hat 2020 die Möglichkeiten genutzt, die sich durch die Coronapandemie ergeben haben. Und was ist an der Theorie, dass Jeff Bezos ein fleischgewordener Bond-Bösewicht sei?

Beitragsbild: Amazon Spheres Grand Opening von Seattle City Council/Flickr.com, CC BY 2.0)

Wenn mich jemand fragen würde, welcher von den grossen Fünf in meiner Gunst am tiefsten steht, würde mir die Antwort einigermassen schwerfallen. Denn besagte Gruppe ist nicht gerade eine Versammlung von Unternehmen, der ungefilterte Zuneigung zuteil wird – weder von mir noch von der Welt im allgemeinen.

Also, mit den grossen Fünf meine ich jene Giganten in der digitalen Welt, die manchmal mit dem Akronym GAFAM (oder alternativ FAAMG), gebildet aus den Anfangsbuchstaben bezeichnet werden, bestehend aus Google, Amazon, Facebook, Apple und Microsoft. Und ja, wenn ich mich entscheiden würde, wer aus dieser Gruppe der grösste Unsympath ist, dann würde meine Wahl auf Amazon fallen. Dicht gefolgt von Facebook.

Der Unterschied bei dieser Reihenfolge macht der Chef. Ich würde zwar Mark Zuckerberg kein gebrauchtes Automobil abkaufen wollen. (Oder mit ihm ein gemeinsames Unternehmen gründen.) Aber er taugt weniger zum Superschurken als Jeff Bezos. „Jahresmusterung, Teil 4: Der unheimliche Krisengewinnler“ weiterlesen

Jahresmusterung Teil 3: Hat Microsoft 2020 überhaupt etwas gemacht?

Es gibt eine weitere Note für einen grossen Tech-Konzern. Derjenige, der sich heute meinem Urteil stellen muss, hat dieses Jahr immerhin eine Spielkonsole lanciert.

Microsoft hat dieses Jahr mehrfach in Form von nostalgischen Rückblicken stattgefunden: In meinem Beitrag Das leise Ende des PC-Zeitalters zum Auslaufen von Windows 7. Oder im grossen Jubiläumsbeitrag zu 35 Jahren Windows 1.0, der die Frage gestellt hat, warum das Betriebssystem eigentlich nicht gleich zu Beginn wieder von der Bildfläche verschwunden ist.

Ist Microsoft vor allem noch dazu da, sentimentale Gefühle zu wecken und uns daran zu erinnern, wie wir in unserer Jugend mit dem Programmmanager hantiert und  mit Solitär Zeit verschwendet haben? Ist dieser Eindruck gerechtfertigt?

Zu einem guten Teil ist er das natürlich. Microsoft ist zwar nicht den Weg von IBM gegangen und für uns Endanwender in der kompletten Bedeutungslosigkeit versunken. Aber Microsoft ist nicht mehr das Unternehmen, das Trends vorgibt und an dem sich unsere Gefühle entzünden – egal, ob die nun positiver oder negativer Art sind.

Natürlich mit einer grossen Ausnahme: „Jahresmusterung Teil 3: Hat Microsoft 2020 überhaupt etwas gemacht?“ weiterlesen

Jahresmusterung, Teil 2: Der Konzern, der gegen Trump und Corona anstinken konnte

Ich beurteile die Leistungen der grossen Tech-Konzerne in diesem Jahr. Und selbst ein gestrenger Kritiker wie ich kommt zum Schluss: 2020 hat sich Apple am besten geschlagen.

Nachdem diese neue Rubrik auf derartig grossen Anklang gestossen ist, mache ich gleich weiter. Ein Unternehmen, das unbedingt beurteilt werden sollte, ist Apple.

Apple, man muss es festhalten, hat etwas geschafft, dass 2020 nur wenigen gelungen ist: Der Konzern konnte sich während seinen Anlässen in den Schlagzeilen nicht nur gegen die Coronakrise behaupten, sondern auch gegen das Debakel um die Abwahl von Ex-Präsident Trump.

Ich halte fest, dass ich die Aufmerksamkeit nicht immer gerechtfertigt fand. Trotzdem muss ich neidlos anerkennen: Gegen eine Pandemie und einen irren Möchtegern-Autokraten anzustinken, muss man erst einmal schaffen!

Da Apple diesbezüglich Anerkennung gebührt, kann ich auch gleich mit dem Fazit herausplatzen: Es war für Apple ein gutes Jahr.

2020 war besser, als einige der vorherigen Jahre. Und zwar nicht deswegen, weil Apple nach den (für meinen Geschmack viel zu vielen Events) im Dezember nochmals einen Coup lancierte: „Jahresmusterung, Teil 2: Der Konzern, der gegen Trump und Corona anstinken konnte“ weiterlesen

Jahresmusterung, Teil 1: Eine schlechte Note für Google

Eine neue Rubrik hier im Blog: Ich beurteile die Leistungen der grossen Tech-Konzerne von 2020. Als erster ist der sympathische Suchmaschinenkonzern aus Mountain View, Kalifornien, an der Reihe.

Sagt, liebe Leserinnen und Leser dieses schönen Blogs, was haltet ihr von dieser Idee? Es geht um eine kleine Reihe zum Jahresende, in der ich Rückblick halte.

Und ja, bevor ihr mir ins Wort fallt und darauf hinweist, dass ein Jahresrückblick keine originelle Idee ist und wir im Nerdfunk mit dem digitalen Realitätsabgleich (erste Folge 2020: Drucker sagt nein) dieses Format seit mehr als zehn Jahren pflegen, lasst mich noch auf ein besonderes Merkmal dieser neuen Reihe hinweisen:

Also, die eigentliche Idee ist, dass ich einem grossen Tech-Unternehmen eine Note austeile. Wie hat es sich geschlagen? Ist es den Erwartungen gerecht geworden? Läuft alles so, wie wir als Kunden und Nutzer es uns wünschen würden?

Damit ihr euch das vorstellen könnt, ein Beispiel: Meine Beurteilung eines nicht unwichtigen Suchmaschinenbetreibers aus Mountain View, Kalifornien, der nebenbei auch noch ein florierendes Cloudgeschäft betreibt. Wie hat uns Google dieses Jahr gefallen? „Jahresmusterung, Teil 1: Eine schlechte Note für Google“ weiterlesen

So sieht keiner deine Schmuddelbilder (oder die Geheimdokumente)

Apps zum Verstecken von verfänglichen Fotos gibt es viele – doch die meisten taugen nichts. Safe + macht es besser: Diese App nicht sensible Dateien aller Art entgegen und macht auch den Umgang mit ihnen einfach.

Im Beitrag Was man nicht an die grosse Glocke hängt habe ich nebst anderen Methoden zur Geheimniskrämerei eine praktische App vorgestellt, mit der man Fotos, Videos und andere Informationen am iPhone und iPad extra sichert. Sie werden durch ein Extra-Passwort geschützt, sodass sie auch dann privat bleiben, wenn der Geheimdienst das Telefon knacken sollte – oder wenn man einem Freund, einer Lebensgefährtin oder der ganzen Familie den Gerätecode anvertraut haben sollte.

Der Clou bei Secret Calculator war obendrein, dass die App die geheimen Informationen getarnt hat: Die App war nämlich auch ein Taschenrechner, den man ganz normal benutzen konnte. Erst nach Eingabe eines Codes ist man bei der Datenablage gelandet.

So charmant das auch war – ich musste mich nach einer Alternative umsehen, weil Secret Calculator aus dem App Store verschwunden ist. Ich habe diverse Apps durchprobiert. Doch viele der Apps, die vor allem zum Verstecken von Nackedei-Fotos gedacht sind, machen einen unausgegorenen und wenig vertrauenerweckenden Eindruck. „So sieht keiner deine Schmuddelbilder (oder die Geheimdokumente)“ weiterlesen