Ein Video und drei Extra-Tipps zum neuen Mac-Betriebssystem

Mac OS 11 alias Big Sur ist seit letzter Woche verfügbar: die grossen und die kleinen Neuerungen.

Big Sur – das ist die neueste Version von Apples Mac-Betriebssystem, die nun bezeichnenderweise die Versionsnummer 11 trägt. Das mag als Detail erscheinen. Doch man muss bedenken, dass das System, das seinerzeit das klassische Mac OS ablöste, seit zwanzig Jahren die Versionsnummer 10 verwendet hat und Apple auch die grossen Updates nur hinter dem Punkt hochgezählt hat.

Ich habe das Video noch vor der Keynote am 10. November gemacht – also noch ohne Kenntnis darüber, wie viel Apple über die neuen Macs und die Strategie bei den Betriebssystemen würde preisgeben wollen. Dabei ist der Klärungsbedarf gross. Und zwar nicht erst, seit der Wechsel von Intel zu Apple Silicon bekannt geworden ist.

Das Verhältnis zwischen dem iPad und dem Mac bedarf seit fünf Jahren der Klärung. Damals hat Apple das iPad Pro eingeführt und die Devise ausgegeben, man könne damit so produktiv arbeiten wie mit einem richtigen Computer.

Doch inzwischen wissen wir: Viele Fragen blieben am Apple-Event offen. Die Enttäuschung darüber habe ich mir hier von der Seele geschrieben.

Trotzdem – hier zunächst das Video mit den wichtigsten Neuerungen: „Ein Video und drei Extra-Tipps zum neuen Mac-Betriebssystem“ weiterlesen

Wie man der Eiskönigin einen neuen Schnitt verpasst

Lossless Cut ist ein flinker und einfach zu bedienender Video-Editor, der Fernsehaufnahmen in Form bringt und auch den Videografen nützliche Dienste leistet.

Es kommt der Moment, an dem man als Eltern von der Realität eingeholt wird – und man erkennen muss, dass man nicht verschont bleibt. Das passiert dann, wenn unerwartet die Begeisterung für Barbies einsetzt. Oder wenn die Tochter anfängt, von Anna und Elsa zu schwärmen.

Als Anfänger im Bereich der Elternschaft fragt man sich dann, um wen es sich bei diesen beiden Frauen handelt. Mit etwas googeln erfährt man, dass das die beiden Heldinnen aus «Frozen» sind; dem Disney-Blockbuster von 2013, der hierzulande Die Eiskönigin – Völlig unverfroren heisst.

Da wir nicht der Meinung waren, dass unsere Tochter sich schon mit 2½ Kinofilme ansehen sollte, haben wir das Hörspiel auf Spotify angehört: Hier gibt es den ersten Teil mit Bonus, hier das Sequel.

Und immerhin war die Erkenntnis, dass das Hörspiel gar nicht so schlimm ist. Im Gegenteil: „Wie man der Eiskönigin einen neuen Schnitt verpasst“ weiterlesen

Crowdfunding ohne leere Versprechen

Den Misserfolgen und den Stänkerern zum Trotz: Das Crowdfunding ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen – wie Beispiele und Gegenbeispiele zeigen.

Im Beitrag Das stille Sterben bei Crowdfunding-Kampagnen mit meinen Crowdfunding-Investments beschäftigt, die auch nach Jahren noch keine Früchte getragen habe. Und da seither schon ein weiteres Jahr in die Lande gezogen ist, dachte ich,  ich könnte wieder einmal den Stand der Dinge in Erfahrung bringen.

Und, wenig überraschend: Es ist noch alles beim alten. Der Film «Wires for Empathy» ist ebenso wenig fertig geworden wie «Gbanga Famiglia Rise and Fall Game». Zum Film «Grabowski – Alles für die Familie» ist im Verlauf der letzten zwölf Monate auf Facebook ein dürres Statement veröffentlicht worden. Am 15. Mai hiess es, wegen Corona könne momentan nicht gedreht werden. Klar, das wäre derzeit auch meine Ausrede.

Es bleibt wohl dabei: „Crowdfunding ohne leere Versprechen“ weiterlesen

Eine Internettelefonie-Software nicht nur für Buddisten

Mit Zencastr lassen sich qualitativ hochwertige Audioproduktionen aufnehmen, die sich anhören, als ob alle Gesprächsteilnehmer im gleichen Raum versammelt gewesen wären.

Ich hatte das Vergnügen, neulich bei Martin Rechsteiner alias Pokipsie in einer Folge seines Podcasts Geektalk zu Gast zu sein. Die werde ich an dieser Stelle verlinken, sobald sie online ist – Die ist hier online. Und natürlich ist das eine echte Hörempfehlung, weil das Gespräch, so glaube ich, kurzweilig geworden ist und auch ein paar Einsichten bereithält. Jedenfalls ging es mir so.

In diesem Blogpost hier soll es aber um die Software gehen, die Martin unser Gespräch verwendet hat. Wir sassen nicht im gleichen Raum, was derzeit sowieso nicht opportun ist, sondern haben uns via Internet unterhalten. Dafür kam Zencastr zum Einsatz.

Die Software hat gewisse Gemeinsamkeiten mit StudioLink, jenem Produkt, das wir vom Nerdfunk für die Aufzeichnung unserer Folgen aus dem Homestudio einsetzen. Ich habe sie im Beitrag Mit Studio-Link klingt Radio besser vorgestellt.

Doch Zencastr weist einige Merkmale auf, die es von StudioLink abheben und die mich dazu bringen, auf das Thema zurückzukommen: „Eine Internettelefonie-Software nicht nur für Buddisten“ weiterlesen

Skype ist die benutzerunfreundlichste App auf diesem Planeten

Bin ich zu doof, um in Skype einen Gruppenanruf zu machen – oder liegt es vielleicht doch an Microsofts seltsamen Vorstellungen von Benutzerführung?

Also, dieser Beitrag hier ist leider unvermeidlich nach unserer Nerdfunk-Sendung vom 3. November. Die war technisch gesehen nicht das Gelbe vom Ei. Deswegen braucht es wohl so eine Art Selbstberatung, was die Nutzung von Internettelefonie-Apps angeht.

Die Idee war, das Digichris, Kevin und ich über die Wahlen in den USA sprechen. Wir wollten – und haben letztlich auch – darüber gesprochen, welches Fazit man nach vier Jahren Trump ziehen sollte und was seine Nutzung von Twitter für ein Gefühl hinterlässt. Und ein Thema war auch, welchen Präsidenten die Tech-Unternehmen wohl bevorzugen würden.

Das Problem war nun, dass ich es während der Livesendung nicht geschafft habe, einen Gruppen-Anruf mit meinen beiden Mitstreitern einzurichten. Wir haben abwechselnd gesprochen, was auch funktioniert hat, aber nicht unserer Absicht entsprochen hat.

Und ja: Ich stand auf dem Schlauch. Zu meiner (zumindest teilweisen) Entlastung darf ich allerdings ins Feld führen, dass diese Skype-App ein Unding ist. Die Benutzerführung ist eine mittlere Katastrophe.

Das werde ich gleich ausführen. Aber zuerst die Erklärung, wie man es schafft, am iPad einen Gruppenanruf durchzuführen: „Skype ist die benutzerunfreundlichste App auf diesem Planeten“ weiterlesen

Der Verkehrskollaps ist unvermeidlich

Das Spiel «Mini Motorways» weckt weniger den Ehrgeiz eines Strassenbauers – sondern zeigt vielmehr, dass der Club of Rome mit seiner Wachstumskritik völlig richtig lag.

Im Beitrag Ein Herz für U-Bahn-Bauer habe ich vor vier Jahren das Spiel «Mini Metro» vorgestellt. Bei dem geht es darum, ein leistungsfähiges U-Bahn-Netz aufzubauen. Während die Stadt wächst und die Pendlerströme zunehmen, muss das Streckennetz mithalten – sonst ereignet sich ein plötzlicher Verkehrskollaps, und man hat verloren.

Nun gibt es bei Apple Arcade, dem Abodienst für iPhone-Spiele, das Spiel Mini Motorways des gleichen Herstellers Dinosaur Polo Club (cooler Name, übrigens). Nicht nur der Name ähnelt dem Vorgänger; es handelt sich auch um die gleiche Spielidee – mit dem Unterschied, dass man keine Untergrundbahnen baut, sondern oberirdische Strassen.

Fragt sich natürlich: Ist die Begeisterung noch so gross wie damals? Ich gehöre bekanntlich nicht zu den Puristen, die finden, man dürfe eine Spielidee nicht rezyklieren. (Wie könnte ich auch; zumal ich selbst erst Clickomania und dann Clickomania Next Generation in die Welt gesetzt habe.) Man darf eine Idee neu auflegen – und sei es nur, um den Fans Abwechslung zu bieten.

Es gäbe Entwicklungspotenzial

Um das Fazit vorwegzunehmen: „Der Verkehrskollaps ist unvermeidlich“ weiterlesen

Die tapferen Kämpfer gegen Zensur und Denkverbote

Mein Facebook-Freund Jürg hat einen Text von «Die Ostschweiz» geteilt. Sie behauptet, man dürfe das Coronavirus und die Influenza nicht im gleichen Atemzug nennen. Aber stimmt das?

Auf Facebook liest man oft die Behauptung, die freie Meinungsäusserung sei eingeschränkt – man könne auf Facebook «nicht mehr sagen, was man wolle». Auch von Zensur ist oft die Rede.

Das amüsiert und irritiert mich gleichermassen. Amüsant finde ich die Tatsache, dass die Leute komplett ignorieren, wie widersinnig ihre Behauptung ist. Wenn jemand sie zensurieren würde, dann würde er logischerweise auch den Zensurvorwurf unterbinden. Das müsste auf der Hand liegen.

Irritierend ist, dass die Leute nicht verstehen, was Zensur und Einschränkung der freien Meinungsäusserung bedeuten. Es bedeutet, dass der Staat gewisse Ansichten unterdrückt – wie es die Chinesen mit dem «goldenen Schild» tun. Soziale Netzwerke gibt es dort nicht oder nur in ausgedünnter Form.

Ein zentrales Element dieser Zensur ist die Gefahr, der sich Leute aussetzen, die die explizit oder implizit verbotenen Themen trotzdem ansprechen. Sie laufen Gefahr, im Gefängnis zu landen oder zu verschwinden. Deniz Yücel hat das erlebt und im «Fest & flauchig»-Podcast eindrücklich davon erzählt.

Halten wir fest: „Die tapferen Kämpfer gegen Zensur und Denkverbote“ weiterlesen

Ein kurzer Tipp zu einem mässig lästigen iPhone-Problem

Manche Links öffnen iOS und iPad OS ungefragt in einer App statt im Browser. Warum das so ist – und was man dagegen tun kann.

Der heutige Tipp hängt mit einem Ding zusammen, das man meines Wissens universelle Links nennt. Apple hat sie mit iOS 9 eingeführt, und sie sind eine im Grunde geniale Angelegenheit. Sie verknüpfen das Web mit der passenden App.

Ein Beispiel: Hier an dieser Stelle gibt es einen Link auf meinen Twitter-Account @MrClicko. Wenn er am iPhone von einem Nutzer angetippt wird, der die Twitter-App installiert hat, wechselt iOS zur Twitter-App und öffnet dort den passenden Inhalt. Wenn die App auf dem Gerät nicht vorhanden ist, erscheint er hingegen in Safari (bzw. ab iOS 14 im Standardbrowser).

Sehr schön lässt sich das auch bei Wikipedia beobachten: Links zu einem Eintrag im Online-Lexikon werden in der Wikipedia-App geöffnet, falls die installiert ist. Falls nicht, erscheint die normale, mobile Website.

Was tun, wenn man im Browser bleiben will?

Das ist in den meisten Fällen sinnvoll. Doch eben nicht immer. Es kommt vor, dass man einen Inhalt lieber im Browser als in der App konsumieren möchte. „Ein kurzer Tipp zu einem mässig lästigen iPhone-Problem“ weiterlesen

Die fiesen Tricks der Designer

Wir werden auf Schritt und Tritt verarscht: Im Web und in ihren Apps versuchen uns die Entwickler zu Dingen zu verleiten, die wir gar nicht tun wollen. Drei solcher «Dark Pattern», die mir in letzter Zeit begegnet sind.

Ein wahres Meme!

Neulich bin ich einem Meme begegnet, das ich nicht nur lustig, sondern auch sehr bezeichnend fand. Es ist nebenstehende Grafik, die die «kleinsten Dinge im Universum» aufzählt.

Links das Elektron, daneben das Quark. Und rechts, noch viel kleiner, der Knopf mit dem x, mit dem man eine mobile Werbung wieder schliesst.

Dieses Meme hat mir in Erinnerung gerufen, dass ich mich schon seit Längerem mit den «Dark Pattern» beschäftigen wollte: Das sind Gestaltungstricks bei Benutzeroberflächen und in interaktiven Umgebungen, die den Anwender dazu bringen wollen, etwas zu tun, was er gar nicht tun wollte: Unter anderem einen Newsletter abonnieren, eine unerwünschte Option aktivieren, persönliche Daten angeben oder  Geld ausgeben.

Unterbrecherwerbung? Beim Fernsehen nervig, in Apps ein Fluch

Die Unterbrecherwerbung in Apps ist ein Exempel für derlei Finten. „Die fiesen Tricks der Designer“ weiterlesen

Was soll dieser Scheiss?

Die QAnon-Ver­schwö­rungs­theo­rie gehört zu dem uner­freu­lichs­ten, was das Inter­net je hervor­ge­bracht hat. Ein Podcast beleuchtet die Hintergründe – und erklärt Internetphänomene wie 8chan, die Normalos wie ich bis heute nicht verstanden haben.

Neulich habe ich Q Clearance entdeckt. Das ist ein Podcast über «QAnon», den es auch bei iTunes, Spotify und Google gibt.

«QAnon» seinerseits ist eine hirnrissige Verschwörungstheorie. Wikipedia beschreibt diese Theorie wie folgt: «Zentral ist die beleglose Behauptung, eine einflussreiche, weltweit agierende, satanistische Elite entführe Kinder, halte sie gefangen, foltere und ermorde sie, um aus ihrem Blut eine Verjüngungsdroge zu gewinnen.»

Die Heldenfigur der Leute, die an diese Verschwörungstheorie glauben, ist Donald Trump. Und bereits an dem Punkt stellt sich die Frage: Lohnt es sich überhaupt, sich mit dieser Verschwörungstheorie zu beschäftigen? Oder ist die Beschäftigung mit diesem Thema so sinnlos, dass man es besser gleich bleiben lässt?

Die Folge How to Extract Adrenochrome from Children des Skeptoid-Podcasts (siehe Ein besserer Aufklärer als Facebook) hat sich mit der zentralen Behauptung beschäftigt, es würde eine Droge aus Kindern extrahiert. Und der Befund ist eindeutig: „Was soll dieser Scheiss?“ weiterlesen