Ein paar frische Tipps für Windows – und einer, der schon etwas streng riecht

Der erste, hier vorgesehene Trick hat sich leider als völlig veraltet herausgestellt. Aber das Management konnte rechtzeitig für frischen Ersatz sorgen.

tNeulich habe ich in Windows 10 eine Entdeckung gemacht: Die praktischen Sprunglisten gibt es nicht mehr nur in der Taskleiste, sondern auch im Startmenü.

Die Sprunglisten (bzw. Jump Lists in Englisch) erscheinen beim Klick mit der rechten Maustaste auf ein Programm-Icon. Sie enthalten jene Dokumente, die mit diesem Programm bearbeitet worden sind. Bei manchen Programmen erscheinen auch häufig gebrauchte Befehle. Bei Firefox zum Beispiel kann man einen neuen Reiter, ein neues Fenster oder ein neues privates Fenster öffnen. Und man kann häufig verwendete Dokumente anpinnen, sodass die via Sprunglisten immer zur Verfügung stehen.

Ich nutze die Sprunglisten der Programme in der Taskleiste gern und häufig. Umso verblüffter war ich, als mir neulich aufgefallen ist, dass es diese Sprunglisten nun auch im Startmenü gibt.

Die Sprunglisten gibt es auch bei den Kacheln im Startmenü und bei der Programmliste links.

Sie tauchen sowohl bei den angehefteten Kacheln als auch in der alphabetischen Liste auf. Das ist eine sinnvolle Neuerung: Denn die Sprungliste erlaubt es uns Nutzern, das Programm gleich mit dem passenden Dokument zu öffnen – gleichgültig, ob das Programm nun wichtig genug ist, um in der Taskleiste oder einer Kachel im Startmenü platziert zu werden oder nicht.

Nach dieser Entdeckung wollte ich herausfinden, wann bzw. mit welchem Betriebssystem-Update es diese Sprunglisten im Windows-Startmenü geschafft haben. Denn wenn sie mit einem der letzten Updates eingeführt worden wären, hätte ich das als Aufhänger für ein Patentrezept-Video benutzen können.

Doch auch wenn ich die Funktion auf die Schnelle nicht präzise datieren konnte, habe ich Anzeichen gefunden, dass es sie schon lange gibt. Sie sind in einem Blogpost von 2016 erwähnt. Die Vermutung liegt nahe, dass dieses Feature nur für mich neu ist und der Rest der Milliarde Windows-Nutzer es schon seit Jahren kennt.

Gewundert hat mich das nur ein bisschen. Ich brauche das Startmenü in der Tat nur sehr selten. Die wichtigen Programme habe ich in der Taskleisten angeheftet. Und die seltener benutzten Anwendungen starte ich über die Suchfunktion bzw. via Ueli (Ueli, der Windows-Knecht) oder Keypirinha.

Doch auch wenn die Sprunglisten mit dieser Erkenntnis als Neuerung für ein Video gestorben sind, habe ich mir einige Windows-Tricks aus der Kategorie «Gut versteckt, aber umso hilfreicher» einfallen lassen.

Zum Beispiel die Emoji-Palette, die mehr kann, als bloss Emojis einzufügen – sie ist nämlich auch für normale Sonderzeichen und Unicode-Symbole gerüstet. Sie ist endlich ein zeitgemässer Ersatz für die Zeichentabelle, die schon bei Windows XP reichlich veraltet war.

Oder das Action Center, das mit Windows-Taste und a erscheint. Das war lange Zeit eher eine Banalität. Doch mit den letzten Updates ist es absolut brauchbar geworden.

Und hier ist das Video:


Kleine Arbeitserleichterungen für den Windows-Alltag

Noch ein paar Ergänzungen: Weitere Kürzel für die Windows-Taste (⊞) finden sich im Beitrag Wie nutzlos ist die Windows-Taste? (Jetzt wirklich!).

Zwei weitere Tastaturkürzel habe ich hier noch entdeckt:

⊞ b Springt zu der App, die eine Benachrichtigung in der Seitenleiste rechts angezeigt hat.
⊞ Leertaste Wechselt die Standard-Eingabemethode. (Ich würde diese prominente Tastenkombination allerdings lieber für etwas Sinnvolles benutzen.)

Fazit: Wie im Video erwähnt, sind es oft die kleinen Neuerungen, die im Alltag einen echten Unterschied machen.

Beitragsbild: Auch zu lang gelagerte PC-Tipps bekommen eine unangenehme Konsistenz… (Aleksandar Pasaric, Pexels-Lizenz)

Autor: Matthias

Computerjournalist, Familienvater, Radiomensch und Podcaster, Nerd, Blogger und Skeptiker. Überzeugungstäter, was das Bloggen angeht – und Verfechter eines freien, offenen Internets, in dem nicht alle interessanten Inhalte in den Datensilos von ein paar grossen Internetkonzernen verschwinden. Wenn euch das Blog hier gefällt, dürft ihr mir gerne ein Bier oder einen Tee spendieren: paypal.me/schuessler

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