Fünf Tricks für störrische RAW-Dateien

Wie man RAW-Dateien zu Gesicht bekommt und nach JPG konvertiert – vor allem auch dann, wenn so neue Kameras mit im Spiel sind, dass die gängigen RAW-Entwickler sich den Bildern komplett verweigern.

Wie letzte Woche (hier und hier) beschrieben, hatte ich die Z5 von Nikon in den Fingern. Ich habe mit ihr fotografiert; und zwar aus unerfindlichen Gründen nur im Rohdatenformat (RAW).

Das heisst bei Nikon NEF. Und von diesen NEF-Dateien hatte ich nach meiner Fototour ein paar Dutzend auf der Festplatte. Und wer sich mit der digitalen Fotografie im Allgemeinen und dem RAW-Format im Speziellen auskennt, der weiss, was jetzt kommt. Genau: Ich konnte diese Dateien weder mit Windows noch mit meinem Mac öffnen.

Zwar ist es so, dass sich der Mac von Haus aus auf RAW-Dateien versteht. Das Problem ist allerdings, dass die Hersteller ihre RAW-Formate mit jedem Modell anpassen. Das bedeutet, dass auch RAW-taugliche Programme mit den Fotos aus den ganz neuen Kameras nichts anfangen können. Man hat also eine brandneue Kamera, mit der man viele mutmasslich supertolle Fotos geschossen hat – die man sich aber nicht ansehen kann.

Das ist unglücklich. Aber es gibt mehrere Möglichkeiten, das Problem zu beheben: „Fünf Tricks für störrische RAW-Dateien“ weiterlesen

Youtube Music ist leider ein gewaltiger Rückschritt

Da Google Music demnächst aus dem Verkehr gezogen wird, habe ich in den sauren Apfel gebissen und meine Musik zu Youtube Music transferiert. Doch eine befriedigende Lösung ist das nicht.

Obwohl ich praktizierender Google-Skeptiker bin, gibt es ein paar Dienste, die ich gerne nutze. Zu denen gehört Google Music. Diesen Dienst fürs Musikstreaming habe ich seit 2013 im Einsatz.

Wie im Beitrag Wie die Musik am komfortabelsten strömt bin ich mich seinerzeit von  iTunes Match verabschiedet habe. Ich habe diesen Dienst zwar sehr geschätzt: Er ist dazu da, die lokale Musiksendung über diverse Geräte zu synchronisieren. Das funktioniert zwar ähnlich mit der iCloud-Mediathek. Aber iTunes Match hat den Vorteil, dass auch selbst gerippte Musik, die nicht aus dem Music Store stammt, berücksichtigt wird.

So praktisch das ist: Es kostete damals 35 Franken im Jahr, und das war mir zu teuer. Darum habe ich Google Music verwendet. Über ein Programm namens Music Manager hat man dort die lokal gespeicherten Musikstücke hochladen und via Browser oder App hören können.

Nun ist Google dabei, diesen Dienst einzustampfen. „Youtube Music ist leider ein gewaltiger Rückschritt“ weiterlesen

Für Leute, denen gelegentlich der Mauszeiger abhanden kommt

Ob es nun am Alter der Augen oder an der Grösse des Bildschirms liegt: Es soll Leute geben, die mitunter Schwierigkeiten haben, den Mauszeiger wiederzufinden. Eine Handvoll Tipps für Windows – und den ultimativen Trick für den Mac.

Mir passiert es gelegentlich, dass ich den Mauszeiger auf dem Bildschirm nicht mehr finde. Das mag eine Alterserscheinung sein – und tatsächlich wäre es für mich wahrscheinlich an der Zeit, eine spezielle Bildschirmbrille anzuschaffen. Übrigens nicht wegen des angeblich so schädlichen blauen Lichts – das ist ein reiner Mythos (Yellow Glasses to Avoid Computer Eye Strain?).

Es geht um den Sehbereich, der auf den Abstand zum Bildschirm optimiert ist. Ich gehöre jedenfalls zu denen, die entweder die Nase weit nach vorn strecken oder die Brille zur Nasenspitze vorschieben. Funktioniert, und ist ein simpler «Lifehack». Aber ergonomisch nicht das Gelbe vom Ei.

Der zweite Grund, weswegen man den Mauszeiger manchmal übersieht, sind die immer grösseren Bildschirme. Beim Mac gibt es einen tollen Trick: „Für Leute, denen gelegentlich der Mauszeiger abhanden kommt“ weiterlesen

Die Übersetzungs-App, auf die die Welt nicht gewartet hat

Wie gut schlägt sich die neue Übersetzungs-App von Apple im Vergleich zu Google? Ja, genauso, wie erwartet.

Das wird schon stimmen, nehme ich an.

Mit iOS 14 gibt es beim iPhone auch eine Übersetzungs-App. Das ist einerseits erfreulich. Andererseits kann man sich fragen: Braucht es die noch?

Ich werde wohl nicht der einzige sein, der seit Jahr und Tag Google Translate (iPhone/iPad und Android) benutzt. Und auch wenn sich Google immer mal wieder peinliche Missgriffe erlaubt, erfüllt die App ihren Zweck.

Aber da ist sie nun. Und es ist verblüffend, wie gross die Ähnlichkeit mit der Übersetzungs-App von Google ist. Da drängt sich die Frage geradezu auf, welche App denn nun besser ist.

Eine oberflächliche Analyse bestätigt die Erwartungen: Google ist schon viel länger im Geschäft, und das merkt man natürlich auch. Zum Beispiel bei der Zahl der unterstützten Sprachen. „Die Übersetzungs-App, auf die die Welt nicht gewartet hat“ weiterlesen

Eine Notiz-App, die die Leute zum Schwärmen bringt

Braucht es noch eine App für Notizen? Bis vor kurzem hätte ich nein gesagt – davon haben wir schon genug. Doch dann hat mich Notion eines Besseren belehrt.

Diverse Leute haben mir von einer App vorgeschwärmt: Elegant sei sie, einfach zu verwenden – und überhaupt irgendwie genial.

Das hat meine Neugierde geweckt. Da schwärmen die Leute mit einem Unterton, den man sonst nur von frisch Verliebten hört. Wie kann das sein? Wo es sich doch um eine äusserst banale Angelegenheit handelt. Die fragliche App ist nämlich dazu da, Notizen entgegenzunehmen.

Das scheint ein gelöstes Problem zu sein. Es gibt eine grosse Auswahl an Apps, Programmen und Webanwendungen für genau diesen Zweck: Evernote hat ungefähr 2008 viele davon überzeugt, ihre Notizen in einer Web-Anwendung zu speichern. Auch ich war vier, fünf Jahre lang ein Anwender, bis ich seinerzeit zu Onenote gewechselt bin.

Microsofts Notiz-App ist für Office-Anwender eine naheliegende Lösung – genauso, wie die iCloud-Notiz-App für Apple-Nutzer nicht verkehrt ist. „Eine Notiz-App, die die Leute zum Schwärmen bringt“ weiterlesen

Alles ist besser mit Bluetooth

Weil Sheldon Cooper recht hatte: Die besten Tricks für den Datenfunk.

Ja, ich weiss Bescheid über all die Probleme, die es bei Bluetooth gibt. Die Funktechnologie ist nicht frei von Sicherheitslücken – naja, wie sollte sie auch? Es wäre das erste Mal, dass ich es in der digitalen Welt mit einem Standard zu tun bekommen hätte, von dem die Experten sagen: «Alles perfekt: Komplett unangreifbar. Hundertprozentige Sicherheit ist in allen Lebenssituationen gewährleistet.»

Über Bluetooth gibt es immer wieder unschöne Dinge zu lesen. Hier ist von einem schweren Konzeptfehler zu lesen. Damit lasse sich die Verschlüsselung von «vermutlich allen Bluetooth-Geräten knacken». Und ja, das ist höchst unerfreulich. Und damit will ich die Sicherheitsmängel nicht herunterspielen. Aber bei Kopfhörern ist die Knackbarkeit der Verschlüsselung für mich kein gravierendes Sicherheitsproblem. Anders sieht es bei den Bluetooth-Tastaturen aus. Aber auch da gilt: Wenn jemand sich die Mühe macht, das Bluetooth-Signal meiner Tastatur abzufangen, dann kann er mich auch sonst nach Strich und Faden ausspionieren.

Ein Kritikpunkt ist auch die wachsende Komplexität, wie Heise.de hier erläutert. Die führt zu häufigen Kompatibilitätsproblemen: „Alles ist besser mit Bluetooth“ weiterlesen

Das ist die Kamera, die ich heute nicht gekauft habe

Die Nikon Z5 hat mich in ein Dilemma gestürzt. Soll ich eine Kamera kaufen – oder kann ich es genausogut bleiben lassen?

Eine neue Kamera zu kaufen, ist derzeit ein schwieriges bis unmögliches Unterfangen. Und ja, es ist gut möglich, dass es nur mir so geht. Aber ich tue mich schwer mit diesem Entscheid.

Für mich selbst ist das im Grund kein Problem. Ich bin technisch gut ausgestattet: Meine D7000 ist zwar bald zehn Jahre alt, aber sie verrichtet ihren Dienst klaglos. Fürs Video habe ich die Sony AX100e im Einsatz und mit dem iPhone 11 lässt es sich auch hervorragend fotografieren. Es ist darum mehr eine theoretische Überlegung, was ich tun würde, wenn ich die D7000 zur Zweitkamera würde degradieren wollen.

Doch das fehlende Bedürfnis ist für uns Technik-Freak natürlich kein Grund, nicht über Neuanschaffungen nachzudenken. Solcherlei Überlegungen wurden bei mir durch die Nikon Z5 (Amazon Affiliate) ausgelöst, die zu testen ich derzeit das Vergnügen habe. Der Bericht dazu ist gestern erschienen: Eine tolle Kamera mit einem dicken Ja, aber.

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Eine tolle Kamera mit einem dicken Ja, aber

Die Z5 in einem ersten Augenschein. Ich an Nikons jüngster Vollformat-Systemkameras einiges zu loben – doch aus einem ganz bestimmten Grund kann ich sie trotzdem nicht zum Kauf empfehlen.

Ich hatte letzte Woche die Gelegenheit, die Z5 (Amazon Affiliate) von Nikon zu testen. Es handelt sich um Nikons Einstiegsmodell in die Klasse der spiegellosen Vollformatkameras. Die beiden grösseren Geschwister sind die Z6 und die Z7. Es gibt mit der Z50 auch eine Variante mit APS-C-Sensor.

Die Z6 konnte ich seinerzeit ausführlich testen. Ich habe hier im Blog ein paar Details besprochen und sie beim Tagi kurz in unseren Gadget-Empfehlungen (🔒💰) erwähnt.

Die Z6 hat mir damals sehr gut gefallen. Darum stellt sich sogleich die Frage, ob das auch bei der Z5 der Fall ist – oder ob man Abstriche machen muss, die schmerzhaft oder sogar inakzeptabel sind. Und das sind die sechs Unterschiede zwischen den beiden Modellen, die mir relevant erscheinen:

Der Sensor. Er wird bei der Z5 nicht rückwärtig belichtet wie bei der Z6. Die Back Side Illumination (BSI) führt zu einer etwas grösseren Lichtempfindlichkeit. „Eine tolle Kamera mit einem dicken Ja, aber“ weiterlesen

So befriedigt man WLAN-mässige Expansionsgelüste

Der Fritz Repeater 2400 im Test: In meinem Büro bewirkt er leider kein Wunder, doch bei der Funk-Expansion in den Garten spielt er bestens mit.

Die netten Presseleute von AVM haben mir neulich ungefragt den Fritz Repeater 2400 (Amazon Affiliate) zugeschickt. Das ist ein Gerät, das um die 77 Euro bzw. 83 Franken kostet und die Reichweite des WLANs verbessern soll – und ganz einfach in der Benutzung ist. Man müsse bloss zwei Knöpfe drücken, um es in Betrieb zu nehmen, verspricht die Anleitung auf der Verpackung.

Mein Büro ist so gelegen, dass sich kein Ethernet-Kabel zum Router ziehen lässt. Auch die WLAN-Verbindung ist nur mittelmässig prächtig. Da käme mir dieses Gerät gerade recht.

Also, was taugt es? Die einfache Inbetriebnahme funktioniert leider schon einmal nicht. Die Vorgehensweise wäre wie folgt: Man steckt den Repeater ein, drückt den Connect-Knopf und betätigt am Modem dem WPS-Knopf. Dumm nur, dass mein Router, hier beschrieben, keinen solchen Knopf hat – was aus Sicherheitsgründen zu begrüssen ist. „So befriedigt man WLAN-mässige Expansionsgelüste“ weiterlesen

Ein Windows-Helfer mit Superhelden-Allüren

Die altehrwürdigen Powertoys von Microsoft gibt es auch für Windows 10. Und die sind für uns alte PC-Hasen ein Muss.

Ein Flashback in die dunkle Windows-Vergangenheit: Der heutige Blogpost beschwört eine Zeit herauf, in der uns nicht Smartphones und Tablets unsere informationellen Glücksmomente beschert haben, sondern unsere persönlichen Rechenmaschinen.

Die wurden damals Personal Computer (PC) genannt und liefen mit einem Betriebssystem, das die heutige Jugend nur noch vom Hörensagen kennt. Und wir PC-Freaks von damals haben einen grossen Teil unserer Computerzeit darauf verwendet, das Betriebssystem, den Computer, die Anwendungen und das ganze Darumherum zu verstehen, zu managen, zu optimieren und auf unsere Ansprüche masszuschneidern.

Das tut man heute kaum mehr. Erstens, weil es keinen sonderlich grossen Spass mehr macht. Die Smartphones haben abgeschottete Systeme, bei denen man zwar ein paar Einstellungen nach seinen Wünschen treffen darf. Aber es gibt keine Möglichkeiten, in die Untiefen herabzusteigen, an Konfigurationsdateien zu basteln, Systemkomponenten zu inspizieren und zu manipulieren und mit Hilfsprogrammen von Drittherstellern die Funktionsweise des Systems zu beeinflussen oder komplett zu verändern. „Ein Windows-Helfer mit Superhelden-Allüren“ weiterlesen