Fröhliche PDF-Vereinigung

Das PDF-Format ist, behaupte ich, etwas vom Besten, was Adobe je gemacht hat. Daran halte ich fest – auch wenn ich ein Format vorziehen würde, das komplett frei von Patenten ist.

Das papierlose Büro ist ohne PDF nicht denkbar. Und ich archiviere mein Recherchematerial aus dem Internet in PDF-Form. Denn so habe ich alle meine Informationen noch greifbar, selbst wenn die Originalquellen nicht mehr verfügbar sein sollte. Was bekanntlich häufiger vorkommt, als einem lieb sein kann.

Leider unterstützt Windows das PDF-Format nach wie vor nur unzureichend. Man bekommt seine PDF-Dateien zwar inzwischen auch ohne den Adobe Reader zu Gesicht. Microsoft Edge zeigt sie an und bietet auch rudimentäre Bearbeitungsmöglichkeiten: Textmarkierung und Kommentar. Doch andere Funktionen wie Seiten hinzufügen, löschen, umstellen, etc., gibt es nach wie vor nicht.

Man kann sich dafür mit Webdiensten behelfen. Ich habe in letzter Zeit einige vorgestellt: pdfbob.com (Wenn Bob über eure PDFs herfällt), Pdfshrink.com (Der Shrink fürs PDF), SmallPDF (Etwas vom Besten, was Adobe je gemacht hat) und pdfcandy.com (Ein Zückerchen für PDF-Nutzer).

Aber eben: Es kommt immer wieder vor, dass eine PDF-Datei vertraulich ist, sodass man sie nicht einfach ins Web hochladen will. Dann braucht man ein Programm, mit dem man die Aufgabe offline erledigt.

Und für diesen Zweck wäre eine App aus dem Microsoft Store die beste Wahl: „Fröhliche PDF-Vereinigung“ weiterlesen

Apple könnte von Microsoft lernen

Mac OS 10.15 alias Catalina zeichnet sich durch die Dinge aus, die verschwinden: iTunes, 32-Bit-Apps und das Dashboard. Tipps, wie man damit umgeht.

Im Patentrezept-Video geht es nun – nach den Querelen im Vorfeld – tatsächlich um die neue Version von Apples Desktop-Betriebssystems. Mac OS 10.15 alias Catalina zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass vieles verschwindet: iTunes wird in drei Apps, Musik, Podcasts und TV, zerlegt. Die Unterstützung für 32-bit-Anwendungen wird entfernt. Und was ich im Video nicht erwähne: Auch das Dashboard muss über die Klinge springen.

Dem weine ich keine Träne nach. Das Dashboard war schon immer ein nutzloser Ressourcenfresser. Es stammt aus der Zeit, wo die Hersteller krampfhaft bemüht haben, dem Desktop mehr Nützlichkeit abzugewinnen. Bei Windows Vista gab es die Gadgets und beim Mac die Widgets, und beide Erfindungen haben sich nicht bewährt.

Nichts, was von der Arbeit ablenkt

Das liegt daran, dass diese Informationshäppchen heute via Smartphone, Tablet oder eventuell sogar per Smartwatch verabreicht werden. Da darf der Desktop in der Tat frei von solchen nervösen Mini-Bildschirmelementen bleiben, die bloss vom Arbeiten ablenken.  „Apple könnte von Microsoft lernen“ weiterlesen

Das Pasta-Gadget

Eine Teigwarenmaschine, auch Pastamaker genannt, im Test: Der Philips-HR2382 aus der Avance Collection erledigt die Arbeit prompt. Trotz weniger Unstimmigkeiten stellt sich unweigerlich die Sinnfrage.

Heute wagt sich dieses Blog wieder einmal in ein thematisches Randgebiet vor. Es geht zwar um ein Gadget. Aber um eines, das weder smart ist noch eine Internetanbindung aufweist. Immerhin hat es ein digitales Display – aber das ist auch schon der einzige Bezug zur Welt der Hochtechnologie.

Aber essen müssen schliesslich alle. Sogar wir Nerds, die wir uns hauptsächlich im Cyberspace aufhalten und uns von Bits und Bytes ernähren. Und dafür ist dieses Gadget gut: Für die analoge Kalorienzufuhr. Das Gadget gibt einem sogar das angenehme Gefühl, man würde eine selbstverantwortliche Ernährungsweise pflegen und nicht bloss Fastfood und Fertiggerichte in sich hineindrücken. (Was natürlich ein Klischee ist.)

Also, es geht um eine Teigwarenmaschine, neudeutsch Pastamaker genannt. Hier im Blog bespreche ich speziell die Avance Collection von Philips, die es bei Galaxus für ca. 230 Franken und bei Amazon für um die 200 Euro gibt. Aber ich nehme an, dass andere Modelle und die Geräte der Konkurrenz ganz ähnlich funktionieren.

Die (im Kindesalter stecken gebliebenen) kulinarischen Vorlieben befriedigen

Eine solche Maschine hat mehrere Vorteile: Sie erlaubt es unsereins, unsere (im Kindesalter stecken gebliebenen) kulinarischen Vorlieben zu pflegen und fünfmal die Woche Teigwaren zu essen. Gleichzeitig schmeisst man nicht einfach fertig gekaufte Pasta in einen Topf und macht eine Fertigsosse dazu. Nein, man stellt die Pasta selbst her und darf sich dem Gefühl hingeben, die jahrtausendealte Menschheitstradition der Selbstversorgung weiterzuführen. „Das Pasta-Gadget“ weiterlesen

Zwei Dateien-Tricks für iOS 13

Hier im Blog ging es schon zweimal um iOS 13 und iPad OS 13. Erstens gab es eine allgemeine Besprechung (Das lange Warten auf den besseren Homescreen) und zweitens eine Erklärung der neuen Funktion zum Schutz der Ortsdaten (Wo bist du? Wo bist du? Wo bist du?). Im dritten Beitrag soll es nun um kleinere Tipps gehen.

Die Dateien-App ist endlich (einigermassen) brauchbar

Ich habe mich schon des Öfteren darüber beklagt, dass man im iPad und iPhone nicht vernünftig mit Dateien umgehen kann. Ursprünglich gab es überhaupt kein klassisches, hierarchisches Dateisystem. Dokumente steckten ausschliesslich in den Apps. Und auch wenn das für viele Anwender die Benutzung vereinfacht, stellt es einen in gewissen Situationen vor fast unlösbare Probleme.

Die Dateien-App hat diese ursprünglichen Mankos graduell verbessert. Doch das Gelbe vom Ei war auch die nicht, wie ich im Beitrag Nein, das iPad ist kein Profi-Gerät ausgeführt habe.

Beim letzten Update ist diese Dateien-App nun auf einem Niveau angelangt, wo sich Apple nicht mehr allzu sehr schämen muss. „Zwei Dateien-Tricks für iOS 13“ weiterlesen

Wie der Zauberwürfelmann zum Whistleblower wurde

Eine Besprechung von «Permanent Record», Edward Snowdens Autobiografie, die einen erhellend und in einigen Kapiteln unerwartet berührend ist.

Um dieses Buch kommt jemand wie ich nicht herum. Darum ist es auch überhaupt keine Frage, dass es hier im Blog besprochen wird. Wobei ich nun gar nicht allzu viel über den Inhalt verlieren will: Es ist eine Autobiografie und eine Erzählung der Ereignisse, die rund um den 6. Juni 2013 stattgefunden haben. Es erklärt schlüssig, wie es dazu kommen konnte, dass der grösste Datenschutzskandal aller Zeiten stattgefunden hat. Und wie ein Patriot zum «Landesverräter» wurde.

Der Whistleblower war ihm nicht in die Wiege gelegt.

Es geht um Permanent Record, das Buch von Edward Snowden (Amazon deutsch; Amazon Englisch), das Mitte September auf den Markt gekommen ist. Und auch wenn ich es als Pflichtlektüre apostrophiert habe, empfehle ich es unbedingt auch all den Leuten, die ihre Bücher auf rein freiwilliger Basis auswählen dürfen. Denn «Permanent Record» hat mich ab Seite eins überrascht und in den Bann geschlagen.

Ich war schon bei den ersten Kapiteln verblüfft, wie flüssig und leichtfüssig das Buch geschrieben ist. Ich gebe zu, dass das mit meiner vorgefassten Meinung zu tun hatte. Die wiederum fusst auf einer klischierten Vorstellung der Spezies des Nerds, die ich offenbar habe: Ich dachte, dass so einer wie der Snowden eine trockene Schreibe pflegen muss. Er würde sich in den technischen Details von XKeyscore, PRISM und Boundless Informant verlieren, so habe ich befürchtet.

Aber da lag ich doch ziemlich daneben. „Wie der Zauberwürfelmann zum Whistleblower wurde“ weiterlesen

Geht zum Wählen!

Die Wahlen sind fast da – noch zehn Tage dauert es, bis wir (vielleicht) einen grünen Linksrutsch durchs Parlament senden. Ich nehme an, dass die allermeisten Leserinnen die Wahlzettel längst ausgefüllt haben. Denn wer informationell so selbstbestimmt ist, dass er sogar Blogs liest (!), der wird sich auch bei der politischen Mitbestimmung nicht den Anken (🇩🇪🇦🇹: Butter) vom Brot nehmen lassen.

Wer es aber noch nicht getan hat, obwohl er wahlberechtigt ist: Siehe Titel!

Wie üblich vor den Wahlen habe ich mir meinen smarten Spider ausrechnen lassen. Das ist eine Visualisierung der politischen Ansichten, die nicht bloss zwischen den zwei Polen links-rechts, sondern auf acht vier Achsen (offene Aussenpolitik – restriktive Migrationspolitik, liberale Gesellschaft – Law & Order, ausgebauter Sozialstaat – restriktive Finanzpolitik, ausgebauter Umweltschutz – liberale Wirtschaftspolitik) abgebildet wird.

Die vier Begriffspärchen sind konträr aufgestellt, aber nicht unvereinbar. „Geht zum Wählen!“ weiterlesen

Perfektion in Zeitlupe

Eines muss man Apple lassen: Es ist wirklich cool, wie unkompliziert die iPhone-Kamera-App den Umgang mit Zeitraffer- und Zeitlupen-Videos macht. Man wählt den Kameramodus Zeitraffer oder Slo-Mo und legt los. Man muss sich nicht mit komplizierten Einstellungen herumschlagen wie in anderen Apps (z.B. TimeLapse). Und mit der Bildstabilisation sind sogar aus der Hand geschossene Zeitraffer-Filme absolut ansehnlich.

Zeitlupen-Aufnahmen sind logischerweise vergleichsweise sicher vor Verwackelungen. Denn selbst wenn man einen schlimmen Tatterich hat, wird durch die Verlangsamung das Wackeln zum sanften Auf und Ab.

Bei den Zeitraffer-Aufnahmen gibt es nicht viel zu bearbeiten. Man kann sie in eine beliebige Video-Editor-App importieren, wenn man die Geschwindigkeit weiter erhöhen möchte, zum Beispiel iMovie von Apple.

Bei Zeitlupen-Aufnahmen gibt es eine Bearbeitungsmöglichkeit in der Fotos-App: „Perfektion in Zeitlupe“ weiterlesen

Ein Tee für unsere weibliche Seite

Der Teeologe ist bekanntlich ein Mann mit einem Geschmack für männliche Tees. Das Gebräu darf herb in die Nase stechen, sich intensiv auf der Zunge breitmachen, wie eine Geschmackslawine den Hals hinunterrollen und einen unmissverständlichen Eindruck hinterlassen. Im Beitrag Ein Tee für echte Kerle legt der Teeologe Zeugnis von dieser Vorliebe ab. Da gibt es aber auch den Tee, der Charakter beweist und den Tee für Abenteurer. Und nicht zu vergessen den Tee für George R.R. Martin. Wobei ich nicht weiss, ob der nun als herausragender Leuchtturm des Machismo gelten soll oder nicht.

Nun ist der Teeologe aber durchaus im Einklang mit seiner weiblichen Seite. Er mag auch die Nuancen, die unaufdringlichen Geschmacksnoten und die Gaumenerlebnisse, die ihm nicht wie eine Faust ins Gesicht knallen, sondern denen er aufmerksam innehaltend nachspüren muss. (Die Geschlechterklischees an dieser Stelle sind übrigens beabsichtigt und keine Folge davon, dass der Teeologe in seiner Kindheit nicht gestillt worden ist. Das wurde er. Mit Muttermilch. Nicht mit Tee.)

Der Tee, um den es heute geht, birgt die Gefahr, mit einem bekannten Musikfestival verwechselt zu werden. „Ein Tee für unsere weibliche Seite“ weiterlesen

Apple, der moderne Wegelagerer?

Apple ist in einer komfortablen Position. Der iPhone-Hersteller nimmt im App-Markt eine so wichtige Rolle ein, dass niemand an ihm vorbeikommt. Und allein das bringt ordentlich Schotter ein.

Zum Beispiel, wenn ein Anbieter in seiner App Inhalte verkauft. Apple verdient an Zahlungen, die in einer App getätigt werden, kräftig mit: Bei Abos, die in der App abgeschlossen werden, sind es 30 Prozent im ersten Jahr und danach 15 Prozent.

Geht man zu weit, wenn man das als moderne Wegelagerei bezeichnet? Einträglich ist es jedenfalls. Die «Washington Post» schreibt, Netflix habe 2018 Apple 257 Millionen US-Dollar in Cupertino abgeliefert. Das muss weh tun – zumal die Summe wegen des Umsatzwachstums auf eine halbe Milliarde angestiegen wäre, wenn der Streamingdienst nicht aufgehört hätte, in der iOS-App Abos anzubieten.

So weit, Apple öffentlich anzuprangern, will Netflix trotzdem nicht gehen. „Apple, der moderne Wegelagerer?“ weiterlesen

Die Markdown-Editoren werden teamfähig

Hier im Blog ging es häufiger darum, wie Markdown die Welt rettet. Oder zumindest die Sphäre der Textverarbeitung umkrempelt. Ich habe die Vorteile des öfteren erklärt (zum Beispiel hier oder hier), sodass ich an dieser Stelle guten Gewissens darauf verzichten kann.

In letzter Zeit ist es hier um Markdown etwas ruhiger geworden. Die behandelten Apps, unter anderem Drafts 5 für iOS, Dillinger für den Browser, Typora unter Windows und MacDown am Mac, decken bereits eine breite Palette ab. Und dann habe ich ja auch noch Dokuwiki und Janis vorgestellt. Mit ersterem verwendet man Markdown für seine Online-Dokumentation, mit letzterer verwaltet man Notizen.

Doch eine Frage ist mir neulich begegnet: Gibt es einen Markdown-Editor, den man nicht für sich allein, sondern zusammen mit anderen benutzen kann? Die Antwort ist natürlich ja. Hier habe ich eine Liste mit fünf solchen Programmen gefunden. Und das sind meine Urteile zu diesen Apps:

Da ist socrates.io: „Die Markdown-Editoren werden teamfähig“ weiterlesen