Unterschriften auf digitale Dokumente krakeln

Für viele Aufgaben ist ein «richtiger» Computer das bessere Werkzeug als ein Smartphone oder Tablet – davon bin ich weiterhin überzeugt. Doch es gibt Ausnahmen: Digitale Dokumente, die man mit Unterschrift versehen retournieren sollte, nimmt man sich besser am Smartphone vor.

Das iPhone hat eine praktische Funktion, mit der man PDFs unterschreiben kann, sogar direkt in der Mail-App. Darum kommt dieser Tipp auch im Video vor, das im Beitrag Für Leute mit und ohne Sockenhalter vorzufinden ist. Apple beschreibt die Sache im Beitrag Markierungen auf dem iPhone, iPad oder iPod touch verwenden.

Wenn man sich fragt, wie das bei den Desktop-Betriebssystemen aussieht, dann kommt man zu einem zwiespältigen Bild. Apple jedenfalls will sich nicht lumpen lassen. „Unterschriften auf digitale Dokumente krakeln“ weiterlesen

Paris ist schön und das Internet auch

Neulich haben meine beiden Kollegen Matze Möller, Rafael Zeier und ich in einem vielbeachteten Stück eingeräumt, dass wir manche Errungenschaften aus der Technikwelt nicht so richtig durchdringen. Da gibt es die Erfindungen, deren Funktionsweise wir nicht kapieren. Und dann gibt es die Dinge, die wir zwar grundsätzlich begriffen haben, deren Sinn und Zweck uns aber nicht einsichtig werden will.

Wenn ich an dieser Stelle einen kleinen medienkritischen Schlenker einlegen darf: Die interne Kritik an dem Stück war bezeichnend, fand ich. «Was soll das bringen?» lautete die kurz zusammengefasst. «Vor allem, wo wir keine Alternativen vorschlagen?»

Nun stimmt es tatsächlich, dass wir für ein Ressort arbeiten, das «Service» heisst. Da ist es naheliegend, der Welt die nützlichen und nicht die unnützen Dinge zu präsentieren. Allerdings ist es genau unser Ressort, das schon seit Jahren und Jahrzehnten das tut, was erst neulich als konstruktiver Journalismus zu einem Hype wurde, der in meinen Augen bizarre Züge angenommen hat: «Aahh, wir wollen nicht immer nur die sein, die alles kleinreden! Nein, wir wollen jetzt als die wahrgenommen werden, die sich aktiv für eine Verbesserung der Welt einsetzen.»

Also, unter uns gesagt, war das vor allem ein Medienfurz, mehr nicht. „Paris ist schön und das Internet auch“ weiterlesen

Ein literarischer Klimax ist das nicht

Sorgen Sex-Podcasts für ein Prickeln in den Ohren? Eine weltbewegende Frage, die ich neulich in diesem Blog hier in Grund und Boden recherchiert habe. Die Erkenntnisse waren nicht so erhebend wie erhofft – aber lest bitte selbst.

Die Frage bleibt somit bestehen: Welches ist die anregendste Medienform, wenn die Plattformen mit den expliziten visuellen Reizen einmal ausgeklammert bleiben? Mindestens ebenso naheliegend wie Podcasts sind Hörbücher in der entsprechenden Kategorie. Audible hat in Englisch im einschlägigen Regal immerhin gut 15’000 Titel zu bieten. In Deutsch gibt es keine eigene Kategorie dafür, was im Vergleich zu den sonst als prüde verschrienen Amerikanern etwas seltsam wirkt. Aber gut, vielleicht gibt es in Deutschland irgend ein Jugendschutzgesetz, das derlei verbietet.

Sucht man nach «erotische Romane», erhält man 445 Ergebnisse. Doch sowohl die Titel als auch die Coverbilder lassen ungeniessbaren Schrott vermuten, sodass einem sogleich jegliche Lust vergeht und man sich zu seinem eigenen Schutz besser sofort den gesammelten Werken von Johannes Mario Simmel zuwendet. Apropos: „Ein literarischer Klimax ist das nicht“ weiterlesen

Die besten WordPress-Plugins

Achtung: Der Titel dieses Beitrags könnte minime Anflüge von Clickbaiting enthalten. Es ist nämlich nicht so, dass ich Millionen von Erweiterungen getestet und in einem aufwändigen wissenschaftlichen Verfahren zu einer ultimativen Hitparade zusammenkompiliert hätte. Nein, es ist so, dass ich hier meine persönliche Bestenliste vorstelle. Und wie immer gilt: Was für mich gut funktioniert, kann für andere der letzte Hafenkäse sein. Aber das wisst ihr ja. Und als abgehärtete Internet-Kämpen seid ihr auch mit den Gepflogenheiten des hard sellings im Contentbereich vertraut.

Also, hier ist sie, die fabulöse Liste mit meinen 18 Empfehlungen: „Die besten WordPress-Plugins“ weiterlesen

So muss Chrome!

Statt Google Chrome sollte man Firefox verwenden. Diese Empfehlung schreibe ich hier nicht zum ersten Mal. Die Begründung ist einfach: Man sollte nicht alle seine Eier in ein Körbchen legen, wie der Engländer sagt. Wenn man googelt, gmailt, googledoct, googlefotografiert, und googleDNSt, dann schadet es nicht, wenigstens beim Browser für etwas Abwechslung zu sorgen. Abgesehen davon ist Firefox auch einfach der bessere Browser als Google Chrome.

Da ich weiss, dass ihr nicht auf mich hört, empfehle ich heute trotzdem eine Erweiterung für Chrome. Sie heisst Cato, ist kostenlos und fügt dem Browser eine Befehlszeile hinzu. Klingt schräg, ist aber gar nicht so absurd: Statt mit Menübefehlen zu hantieren, tippt man close ins Suchfenster, drückt einmal die Pfeiltaste nach unten, um zum Befehl Close all tabs except current zu gelangen und betätigt Enter. Und schon werden alle Reiter geschlossen, ausser derjenige, den man gerade im Vordergrund hat.

Würde man das gleiche auf herkömmlichem Weg tun wollen, müsste man zur Maus greifen, mit der rechten Maustaste auf den aktuellen Reiter klicken und den Befehl Andere Tabs schliessen aus dem Kontextmenü auswählen. „So muss Chrome!“ weiterlesen

14 Tipps für Google Docs

Heute gibt es eine Handvoll Tipps zu Google Docs – bereits zum zweiten Mal, nachdem ich erst vor kurzem über die besten Erweiterungen für die Office-Apps geschrieben habe (Mehr Stil und Abwechslung in Google Docs).

Und vorab eine Rechtfertigung dafür, weil Google Docs kein Softwareprodukt ist, das mich in Begeisterung versetzen würde: Der Look ist altbacken, die Funktionen sind nicht sonderlich inspiriert. Und Google wird niemals gegen Microsoft anstinken können, weil man Office auch offline nutzen kann. Und das ist unvermeidlich, wenn es um Dokumente mit sensiblem Inhalt geht.

Aber ich komme selbst nicht darum herum, mit Google Docs zu arbeiten. Ich habe einen Arbeitgeber, der Microsoft Office durch die G Suite ersetzt hat. Und auch beim Nerdfunk verwenden wir Google Docs und Tabellen: Dort haben sich die kollaborativen Features für uns im Team bewährt. Und die Software ist auch erfreulich niederschwellig, wenn man einen Gast für ein Dokument dazuholen will.

Also, jetzt aber (fast) ohne weitere Vorreden zu den versprochenen Tipps und Tricks. „14 Tipps für Google Docs“ weiterlesen

Wenn im Frühling die Daten spriessen

Neulich bin ich einem Tweet mit einer lustigen Animation begegnet. «25 years of phone sales, in 15 seconds» hiess die, und sie versprach nicht zuviel. Man sieht die Verkäufe von mobilen Telefonen über 25 Jahre hinweg als veränderliches Balkendiagramm. Während 15 Sekunden steigen Bälkchen von Nokia und Motorola in die Höhe, um abrupt wieder abzusacken und in der Rangliste nach hinten sortiert zu werden. Am Schluss dominieren, wenig überraschend, Samsung, Apple und Huawei.

Die Visualisierung ist natürlich Quatsch. Da pro Jahr weniger als eine Sekunde bleibt, hat man keine Gelegenheit, die Veränderungen im Detail zu studieren. Und weil die Achse mit den totalen Verkäufen immer auf hundert Prozent gezoomt wird, fehlt einem jegliche Chance, das Wachstum zu erfassen. Eine statische Darstellung mit Linien wäre fürs Verständnis viel hilfreicher.

Aber klar: Der Animationsschnickschnack ist spektakulär, und darum geht es. Und zwei Botschaften werden eindrücklich vermittelt: Der Markt ist ständig in Wandlung. Und: die Platzhirsche von heute sind die Absteiger von morgen. Wenn es nicht auf die Details ankommt, ist gegen diese Animation nichts zu sagen. „Wenn im Frühling die Daten spriessen“ weiterlesen

Mit diesen Tricks wird der Daumen grün

Das Smartphone hat die Fähigkeit, uns das Leben zu erleichtern. Das gilt speziell für jene Bereiche, wo wir uns betätigen, obwohl wir keine Ahnung haben. Ein Beispiel aus meinem Alltag: Es gibt hier im Haushalt ein paar Pflanzen, obwohl (und damit trete ich hoffentlich niemandem zu nahe) keiner von uns einen grünen Daumen und besonders viel Ahnung von der Aufzucht floraler Mitbewohner hat.

Aber zum Glück leben wir in technisierten Zeiten: Hilfsmittel gleichen derlei Mankos aus und machen uns zwar nicht zum Chefgärtner, retten aber immerhin ein paar Topfpflanzen das Leben.

Ich habe seinerzeit einen Sensor namens Parrot Flowerpower vorgestellt, der unser Olivenbäumchen vor unseren Behandlungsfehlern bewahrt hat. Mit entscheidendem Erfolg: Petros gedeiht  nach wie vor auf unserer Loggia, wohingegen er ohne den Sensor ziemlich sicher vertrocknet wäre, weil wir den Wasserbedarf seiner Gattung massiv unterschätzt haben.

Schade allerdings, dass der Sensor nur Bluetooth und kein WLAN hat. So werden Daten nicht regelmässig synchronisiert, sondern nur, wenn man daran denkt. Deswegen treten Lücken in der Überwachung auf.

Ich empfehle den Sensor nach wie vor, bin mir allerdings nicht sicher, ob er noch produziert wird oder nur noch in Restbeständen erhältlich ist. Eine Alternative ist jedenfalls der Xiaomi Flower Care: „Mit diesen Tricks wird der Daumen grün“ weiterlesen

Der Denglisch-Tee für süsse Träume

Der Teeologe ist zurück. Mit einem Tee, der bei seinem Namen keinen esoterischen Schabernack betreibt, sondern die Funktion umreisst. Er heisst Good Night Tea, was keinen allzu grossen Raum für Anwendungsfehler lässt: Man trinkt ihn vor dem Zubettgehen als flüssiges Bettmümpfeli. Es erleichtert womöglich das Einschlafen und beschert im Idealfall schöne Träume. Und wenn nicht, dann wars trotzdem die bessere Wahl als der Zubettgeh-Schnaps.

Jedenfalls ist eines klar: Wenn einer ihn zum Frühstück nimmt und infolgedessen im Büro schläft, bis er von den Kollegen fürs Mittagessen geweckt wird, dann ist er ein bisschen selber schuld. Oder er kann kein Englisch. Warum man ihn nicht einfach in Deutsch mit Gute-Nacht-Tee angeschrieben hat, erschliesst sich mir nicht. Ist es noch immer so, dass alles, was in Englisch beschriftet ist, doppelt so cool sein muss?

Wenn man sieht, wie unsere Detailhändler, namentlich Migros und Coop, mit Anglizismen um sich werfen, muss man es vermuten. Je banaler das Prodüktlein, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass irgend eine komische Namenskreation stolz auf der Verpackung prangt, die aus einem wirren Sprachmix aus Deutsch und Englisch besteht. „Der Denglisch-Tee für süsse Träume“ weiterlesen

Velofahren und Pascal verlernt man nicht

Neulich habe ich eine alte Leidenschaft wieder aufflammen lassen. Die Gründe, das zu erläutern, würden diesen Blogpost hier sprengen. Abgesehen davon habe ich sie bereits in diesem Blogpost in extenso erklärt. Die alte Leidenschaft ist das Programmieren in Pascal – übrigens nachträglich noch alles Gute an Niklaus Wirth zum 85. Geburtstag. Er hat Pascal erfunden und einen nicht unwesentlichen Anteil dazu beigetragen, dass ich Spass am Programmieren entwickelt habe.

Nun, man muss keine Professur in Informatik haben, um zu erkennen, dass die Bedeutung von Pascal in den letzten Jahren abgenommen hat. Wenn man sich heute entscheidet, die Karriere eines Code monkeys einzuschlagen, dann tut man gut daran, andere Sprachen zu lernen. Die Empfehlungen hier sind Java, Python, Javascript, C#, PHP und Perl. Und aus unerfindlichen Gründen C++, immer noch! Spannend fände ich auch Apples Programmiersprache Swift. Siehe dazu hier: Es gibt dümmere Freizeitbeschäftigungen

Doch ganz obsolet ist Pascal nicht. Erstens, weil Programmiersprachen langsam sterben. „Velofahren und Pascal verlernt man nicht“ weiterlesen