Die besten WordPress-Plugins

Achtung: Der Titel dieses Beitrags könnte minime Anflüge von Clickbaiting enthalten. Es ist nämlich nicht so, dass ich Millionen von Erweiterungen getestet und in einem aufwändigen wissenschaftlichen Verfahren zu einer ultimativen Hitparade zusammenkompiliert hätte. Nein, es ist so, dass ich hier meine persönliche Bestenliste vorstelle. Und wie immer gilt: Was für mich gut funktioniert, kann für andere der letzte Hafenkäse sein. Aber das wisst ihr ja. Und als abgehärtete Internet-Kämpen seid ihr auch mit den Gepflogenheiten des hard sellings im Contentbereich vertraut.

Also, hier ist sie, die fabulöse Liste mit meinen 18 Empfehlungen:

Akismet Anti-Spam ist unverzichtbar, weil die Kommentar-Spam-Arschgeigen ihr Arschgeigen-Geschäft mit dem Spam in den Kommentarspalten offensichtlich nicht bleiben lassen wollen.

Classic Editor hat sich als zwingend nötig entpuppt, weil dieser fancy-schmancy Gutenberg-Editor nicht brauchbar ist.

Compress JPEG & PNG images von TinyPNG entpuppt sich als gute Wahl, weil TinyPNG auch sonst eine Empfehlung wert ist (siehe Kleiner geht immer und Das gleiche in Grün für PNGs). Der Dienst und das Plug-in optimieren die hochgeladenen Bilder, dass sie bei guter Qualität möglichst kompakt gespeichert werden. Das spart Speicherplatz auf dem Server und Kapazität bei der Datenübertragung. Und vor allem entlastet es die Datenpläne der Besucher, die via Smartphone mit beschränktem Volumen surfen. Die Optimierung der Bilder im Hintergrund erspart beim Bloggen generell viel Arbeit. Siehe dazu So macht iPad-Bloggen Spass!.

Das Plug-in ist kostenlos, wenn man weniger als 500 Bilder pro Monat hochlädt. Mehr kostet, wobei der Preis von der Zahl der Bilder abhängt. Weitere 9500 Verkleinerungen kosten 0,009 US-Dollar pro Bild, dann sinkt der Preis auf 0,002 Dollar pro hochgeladenem Bild. Man braucht einen API-Key, den man hier bekommt.

Dieses Plug-in sorgt dafür, dass Bilder automatisch in der richtigen Grösse und Qualität auf dem Server landen.

ShortPixel Image Optimizer ist eine Alternative zu Compress JPEG & PNG images, die ich schon seit Jahren einmal testen wollte. Dazu bin ich noch immer nicht gekommen (sorry, Alex!). Dafür erwähne ich sie hier einfach so: Die Optimierung ist gemäss einem ersten Augenschein ebenfalls untatelig. Man kriegt weniger Gratis-Optimierungen, der Preis pro Optimierung ist dann allerdings günstiger als bei TinyPNG, nämlich 4.99 US-Dollar für 5000 Bilder.

Resize Image After Upload ist noch eine Alternative, und zwar eine kostenlose. Sie erledigt das Herunterrechnen der Bilder genauso effizient wie Compress JPEG & PNG images. Die Optimierung von Dateigrösse und Qualität ist allerdings nicht so überzeugend, dafür aber wie gesagt ohne Kosten und ohne Limit.

Easy Google Fonts stellt kein absolutes Muss dar, ist aber praktisch, wenn man sein Theme ab Stange individualisieren will.

Insert Post Ads. Diese Erweiterung brauchen natürlich auch nur Leute, die ihr Publikum mit Werbung belästigen, so wie ich das hier tue. Die Erweiterung fügt Werbung innerhalb des Beitrags ein. Und die ist viel effektiver als in den Randzonen. Nun kann man sich darüber streiten, wie aufdringlich solche Unterbrecherwerbung ist. Ich halte sie für legitim, weil man sie erstens mit Werbeblockern beseitigen kann, weil sie zweitens lange Textriemen auflockern und weil man sie drittens mit dem Auge leicht überspringen kann.

Jetpack. Dieses Plugin hier aufzuführen, ist mutmasslich ein Kein-Hirner. Ich brauche es vor allem für die Statistik. Denn wie im Beitrag Da staunt der WordPress-Novize ausgeführt, ist die Statistik einer der grössten Vorteile von WordPress gegenüber meinem alten CMS.

Responsive Lightbox & Gallery ist nun auch nicht unbedingt das überraschendste Plugin aller Zeiten. Aber wenn man, wie ich, ab und zu Screenshots veröffentlicht, dann muss man den Leserinnen eine Möglichkeit geben, diese in Originalgrösse bzw. gut lesbar zu betrachten.

WordPress Force HTTPS. Aus mir schleiherhaften Gründen fügt WordPress Bilder nicht relativ, sondern absolut und nicht mit https-, sondern mit http-Quellenangabe in den Fliesstext ein. Das führt dazu, dass mixed content-Warnungen erscheinen («Seite enthält sichere und unsichere Elemente»). Das wirkt unprofessionell und muss entweder von Hand oder aber mit diesem Plugin behoben werden.

WordPress Importer. Für uns CMS-Migranten.

Compact Archives. Für uns langjährige Blogger: Die normale Darstellung des Archivs, mit einem Eintrag pro Monat, führt bei älteren Blogs dazu, dass die Seite nicht mehr aufhört. Das ist weder schön noch zweckdienlich. Die kompakte Ansicht zeigt pro Jahr eine Zeile.

WPFront Notification Bar. Ich zeige hier die Werbung im Header an. Vorteil: Man kann das Banner schliessen, worauf die Werbung für eine Woche verschwinden sollte. Eigentlich gedacht wäre das Banner für wichtige Informationen, Hinweise in eigener Sache und ähnliche Dinge.

Ultimate CSV Importer hilft beim Import statischer Seiten. Ich beschreibe ein solches Projekt im Beitrag Im Web ist nichts für ewig.

Podlove Subscribe button und Podlove Podcast Publisher machen das Leben für Podcast-Publizisten massiv einfacher. Wir setzen es beim Nerdfunk ein.

Advanced Excerpt bringt bei Websites wie Dorfposcht.ch die Startseite auf eine erträgliche Länge. Hier im Blog kürze ich die Artikel manuell mit dem More-Tag auf einen kurzen Anriss. Bei Sites, wo dieser Tag nicht in den Beiträgen gesetzt wurde, beschränkt  das Plug-in die Beiträge auf die angegebene Länge und fügt dann einen Weiterlesen-Knopf ein. Natürlich könnte man die Beiträge auch in voller Länge laufen lassen. Meines Erachtens ist das aber nur bei sehr kurzen Beiträgen akzeptabel. Bei längeren Posts macht es die Startseite ellenlang und unübersichtlich. Ausserdem erfährt man dann nicht, welche Beiträge gelesen wurden, weil sie nicht angeklickt werden und darum keinen Eintrag in der Statistik hinterlassen.

Same Category Posts ist eine klevere Erweiterung, die auf der Beitrag-Einzelansicht andere Beiträge mit dem gleichen Tag oder der gleichen Kategorie auflistet. Ich setze das Plug-in auf der Dorfposcht-Seite ein. Ich weise den Beiträgen aus der gleichen Ausgabe den Tag mit der Ausgaben-Nummer zu. Auf diese Weise sieht man zu einem Beitrag automatisch alle anderen Beiträge der gleichen Ausgabe.

Simple Custom Post Order. Dieses Plug-in erlaubt es, Beiträge manuell (per Drag&Drop) in der Alle Beiträge-Liste zu sortieren. Das ist dann sinnvoll, wenn man keine strikt chronologische Reihenfolge haben möchte. Wie auch schon beschrieben, suche ich für Dorfposcht.ch eine Lösung, um die Beiträge chronologisch absteigend nach Tag, dann aber innerhalb des Tages aufsteigend zu sortieren. Das wäre für eine ausgabenbasierte Publikation die beste Darstellung, weil dann die Ausgabe quasi von vorn nach hinten aufgeführt wird.

Beitragsbild: Das hat noch gefehlt! (Ryoji Iwata, Unsplash, Unsplash-Lizenz)

Autor: Matthias

Computerjournalist, Familienvater, Radiomensch und Podcaster, Nerd, Blogger und Skeptiker. Überzegungstäter, was das Bloggen angeht – und Verfechter eines freien, offenen Internets, in dem nicht alle interessanten Inhalte in den Datensilos von ein paar grossen Internetkonernen verschwinden. Wenn euch das Blog hier gefällt, dürft ihr mir gerne ein Bier oder einen Tee spendieren: paypal.me/schuessler

2 Gedanken zu „Die besten WordPress-Plugins“

  1. Danke für die Zusammenstellung!

    Folgende Plugins sind nicht in der Liste, werden von mir aber gerne verwendet:

    SyntaxHighlighter Evolved: Stellt Code in Beiträgen schön dar.

    W3 Total Cache: Speichert gerenderte Seiten in einem Cache ab, was die Ladezeit der Seite massiv verbessert. Besonders Seiten, die nicht häufig ändern (Unternehmenswebsites ohne Kommentarfunktion), profitieren davon sehr.

    Woody ad snippets: Erlaubt das Einfügen von PHP-Code in Beiträgen. Nützlich, wenn man etwas tun will, für das es ein paar Zeilen PHP braucht. (Aktuelle IP anzeigen oder so.)

    WP-Piwik: Erlaubt die Darstellung der Websitestatistik Matomo (ehemals Piwik, daher der Name) im WordPress-Backend. Ist noch ausführlicher als die Statistik von Jetpack, man kann Kampagnen verfolgen etc.

    Yoast SEO: Optimiert die Site für Suchmaschinen. Das ist aber nicht „ein Klick und fertig“, sondern man erhält eine Analyse, dass das Wort im Titel nirgends im Text vorkommt, dass die Sätze zu lange sind etc. Ich brauch es hauptsächlich, weil sich damit leicht einstellen lässt, welchen Text Suchmaschinen unter dem Seitennamen anzeigen. (Die zeigen nämlich nicht einfach die ersten Sätze an, sondern es lässt sich einstellen. Damit lässt sich verhindern, dass „Willkommen auf meiner Website“ erscheint und dann kein Platz mehr für den Inhalt ist.)

    Zum Thema HTTPS: Wenn man bei den Einstellungen die „WordPress-Adresse“ auf HTTPS setzt, werden die Links richtig gesetzt und HTTP-Anfragen umgeleitet auf HTTPS.

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