Nach dem Shot ist vor der Bearbeitung

Euch ist aufgefallen, dass ich an der Produktkategorie der RAW-Entwickler einen Narren gefressen habe. Und ja, ich kann es nicht verleugnen. Denn heute ist schon wieder ein solches Programm dran: After Shot von Corel. Denn ja, Corel gibt es noch. Und da die von Bildbearbeitung auch ein bisschen etwas verstehen, lohnt sich ein Blick auf dieses Programm. Gerade weil es anscheinend nicht als erstes genannt wird, wenn man nach Alternativen zu Adobe Lightroom fragt.

Beim Start fällt störend auf, dass man ein Corel-Konto erstellen muss, wenn man das Programm nutzen möchte. Die Zeit, wo die Anbindung an ein Online-Benutzerkonto freiwillig war, scheint endgültig vorbei zu sein. Ich nehme an, dass das der schlechte Einfluss von Adobe ist. Bei Corel ist das deswegen seltsam, weil einem nicht erklärt wird, was man von dieser Registrierung hat. Beim Einloggen ins Konto sieht man früher getestete Produkte und Rubriken wie «Auftragsstatus und -entwicklung». Aber nichts, was unmittelbar zwingend erscheint.

Die Anwendung, getestet in der Version 3, erscheint mit schwarzer Oberfläche und der hinlänglich bekannten Aufteilung mit Leisten am linken und rechten Rand und einem grossen Bereich für die Bilder dazwischen. Es fällt auf, dass Corel keine Einteilung nach Modulen vornimmt. Man muss also nicht wie bei Lightroom zwischen Bibliothek, Entwickeln, Karte, Buch, Diashow, Web, etc. umschalten. Das wirkt weniger spektakulär, erfüllt den Zweck aber auch. „Nach dem Shot ist vor der Bearbeitung“ weiterlesen

Tut es!

Es kommt selten vor, dass ich dieses Blog für aktivistische Zwecke nutze. Doch heute ist eine Ausnahme: Heute rufe ich dazu auf, euch bei Swisstransplant anzumelden. Respektive beim Organspenderegister. Dort bekundet man die Absicht, nach seinem Tod seine Organe zu spenden. Das ist bekanntlich eine Opt-In-Angelegenheit: Nur wer sich dazu bereiterklärt, ist Organspender. Es gibt eine Initiative, die wie in Holland das Opt-out-Prinzip ins Gesetz schreiben möchte: Man wäre automatisch Spender, es sei denn, man widerspricht explizit.

Ich trage seit meiner RS ein inzwischen schon reichlich zerfleddertes Organspenderkärtchen in meinem Portemonnaie herum (siehe oben). Aus Überzeugung: Ich verstehe in vielen kontroversen Fällen die Gegenposition, doch nicht in dem Fall: Es liegt irgendwie auf der Hand, dass man seine Organe nicht mehr braucht, wenn man tot ist. «Du brauchst deine Organe nicht mehr» ist quasi ein Synonym für das Wort «Tod». Selbst wenn man an die Seelenwanderung glaubt, was ich nicht tue, dann sollte eigentlich klar sein, dass der Körper ausgedient hat, religiöse Überzeugungen hin oder her. Wirklich, das ist die einzige Spende, bei der man nichts hergeben muss. Denn alles, was man hergibt, ist sowieso weg.

Der Eintrag im Register ist nicht ganz so schnell erledigt, wie man ein Papierkärtchen ausfüllt. „Tut es!“ weiterlesen