Besser als fade Kalendersprüche

Calendarium (1 Franken) ist eine hübsche App, die gut zum Jahresende passt und auch in der Übersicht mit den Apps für die Horizonterweiterung nicht verkehrt gewesen wäre. Sie zeigt Ereignisse an, die in früheren Jahren am gleichen Tag stattgefunden haben.

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Links: Die Hauptansicht der App mit den alten News vom gleichen Tag aus früheren Jahren.
Rechts der Stand der Planeten.

Das ruft alte Schlagzeilen in Erinnerung, die man längst vergessen hat. Und es macht einen mit historischen Begebenheiten vertraut, von denen man noch nichts wusste. Das ist in Zeiten des Trumpismus besonders erfrischend: Man wird daran erinnert, dass alles nur eine Phase ist.

Die einzelnen Einträge stammen mutmasslich von Wikipedia. Wenn man einen Eintrag antippt, erscheint jedenfalls ein Menü, aus dem man eine Handvoll von passenden Einträgen auswählen kann, mit denen man sich vertieft in ein Thema einliest. Kritisieren kann man die etwas gar nüchterne Darstellung der Einträge. Und den Umstand, dass die Einträge in Englisch und nicht in Deutsch und nicht auf das Land zugeschnitten sind, in dem man sich befindet. Natürlich würde man in der Schweiz auch gerne an Ereignisse aus dem eigenen Land, den Nachbarländern und Europa erinnert werden. Doch sie haben einen globalen Fokus. Und wie gut ausgewählt bzw. wie repräsentativ sie sind, bleibt offen – die Frage müsste ein Historiker beantworten.

Im Kopf zeigt die App das Datum, den Zeitpunkt des Sonnenauf- und Untergangs und nützliche Dinge wie die Kalenderwoche bzw. Wochennummer an. (Disclaimer: Ich muss noch herausfinden, ob die Wochennummer akkurat ist. Denn in manchen Ländern fängt die Woche bekanntlich nicht wie bei uns am Montag, sondern am Sonntag an. Das könnte die Anzeige verfälschen.)

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Links: Zum Weiterlesen: Wikipedia-Einträge zum Thema.
Rechts: Das Widget in der Mitteilungszentrale.

Man sieht auch, der wievielte Tag des laufenden Jahres angebrochen ist und wie viele Tage noch bleiben. Tippt man links unten im Kopf auf das Planetensymbol, erscheint eine Ansicht des Sonnensystems mit den Planetenständen. Über das i-Symbol informiert man sich über die Mondphasen und die Tageslänge – also die Zeit von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang, plus die Differenz zum längsten und zum kürzesten Tag.

Schön auch: Die App hat ein Widget, das man in den Mitteilungen in den «Heute»-Bereich einklinken kann. Das passt gut neben das Widget einer News-App, die aktuelle Neuigkeiten anzeigt.

Fazit: Keine revolutionäre App, aber eine hübsche Ergänzung fürs Smartphone. Und wie gesagt eine Horizonterweiterung.

Autor: Matthias

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