Weblose Übertragungswege

«Telepaste» – das klingt wie ein Wundermittel aus den 1950ern: «Sie streichen ein bisschen Telepaste auf Ihren Bildschirm, und schon ist das Bild doppelt so scharf und obendrein farbig!»

Aber nein, Telepaste ist eine App (für iPhone/iPad und den Mac), die Informationseinheiten zwischen mobilen Geräten transferiert. Und zwar ohne dass die Cloud oder das Internet bemüht werden müsste. Der Trick ist ein QR-Code, in den die Information verpackt wird. Das eine Gerät zeigt ihn am Bildschirm an. Das zweite Gerät fotografiert und entschlüsselt ihn. Das funktioniert mit jeglichen Geräten, die QR-Codes decodieren können. Man kann den Code auch ausdrucken und ihn so als persistenten Informationsträger an geeigneten1 oder ungeeigneten2 Orten platzieren.

170929-qr-code-cupcake.jpg
Eine charmante Idee: Cupcakes mit QR-Code. (Bild: Clever Cupcakes von Twestival Montreal Cupcakes/Flickr.com, CC BY 2.0)

Die App erzeugt QR-Codes für normalem Text, für Telefonnummern, Kontakte (digitalen Visitenkarten) und für WLAN-Zugangsdaten. Sie legt erzeugte QR-Codes unter Sammlungen ab, wo man sie bei Bedarf wieder hervorholen kann ohne sie neu generieren zu müssen. Via Speicher kann man einen Code in die Fotosammlung verfrachten. Telepaste kann auch Codes scannen, aber da finde ich andere Apps praktischer, weil man bei denen nicht erst den Scan-Modus aktivieren muss.

Apropos: „Weblose Übertragungswege“ weiterlesen

Flinke Fuchskinder

Seit dem Frühling wohnt eine Fuchsfamilie bei uns hinter dem Haus. Am Ufer der Eulach hat sie ihren Bau, und als gut adaptierte Stadtfüchse scheint es ihnen dort gut zu gefallen. Es gibt jedenfalls Nachwuchs, und der spielt meist in der Nacht auf der Wiese, wobei das manchmal auch ziemlich laut werden kann.

Ich habe meine Videokamera seit längerem griffbereit. Die hat auch einen Nachtmodus, sodass ich mich für gut gerüstet hielt, die Füchslein in flagranti zu erwischen. Bislang war mir das Glück jedoch nicht hold. Wenn ich sie des Nächtens hörte, waren sie immer schon wieder verschwunden, bevor ich filmbereit war. Ich habe mir deswegen schon überlegt, eine Wildkamera anzuschaffen. Doch preislich rechtfertigt sich das im Grunde nicht – ich habe weder Zeit noch die Ambition, zum Tierfilmer zu avancieren.
„Flinke Fuchskinder“ weiterlesen

Heute ist der Tag der Ehrlichkeit

Manchmal ist mir nicht zu helfen. Wie neulich, wo ich mit meiner Zeit etwas Sinnvolles hätte anfangen können, stattdessen aber fand, ich müsse mich bei sarahah.com anmelden. Das ist diese Plattform mit der dazugehörenden App (iPhone/iPad, Android), die diesen Sommer einen moderaten Hype erfahren hat. Oder ein Shitstörmchen. Beim «Spiegel» hiess es: Suche Komplimente, riskiere Shitstorm. Manche Medien schrieben von von der «arabischen App» oder der «umstrittenen arabischen App». Als ob nun hier wieder einmal der Araber unsere Kinder und unsere Kultur versaut. Und als ob es nicht vielmehr unsere Kinder sind, die miteinander einen unterirdischen Umgangston pflegen. Da musste ich mich schon mal etwas aufregen.

170922-honesty-jar.jpg
Gut durchgezogener Mist kostet ein Pfund die Tüte. (Bild: Stonegate walk – honesty jar, Scott/Flickr.com, CC BY-SA 2.0)

Der Clou bei dieser App ist, dass man jemandem seine Meinung anonym zustellt. Die Idee dahinter ist – und das impliziert auch der Name der App, der Ehrlichkeit bedeutet –, dass Leute ehrlicher sind, wenn sie wissen, dass niemand je erfahren wird, wer da so ehrlich war. „Heute ist der Tag der Ehrlichkeit“ weiterlesen

More at the store


Der Artikel und das Video bei tagesanzeiger.ch

Das Patentrezept-Video vom letzten Wochenende gibt Tipps zu den Stores von Apple und Google: Wie gibt man untaugliche Apps zurück? Und wie macht man die guten Schnäppchen?

Ja, ein bisschen Recycling aus diesem Blog ist dabei – von diesem und diesem Posting. Aber der ganze Teil mit den Rückgabemöglichkeiten untauglicher Apps und dem inoffiziellen Demomodus bei Android ist brandneu und auch der Hinweis darauf, wie man seine Abos beim iPhone überprüft macht das Video sehenswert.
„More at the store“ weiterlesen

Die neuen Formate von iOS 11

iOS 11 bringt bekanntlich neue Dateiformate. Das sind der High Efficiency Video Coding (HEVC), der neuerdings in den .mov-Dateien steckt, sowie das High Efficiency Image File Format (HEIF) für Fotos. Die Dateierweiterung für diese Fotos ist seltsamerweise .heic – warum da am Schluss ein C und kein F steht, ist mir noch nicht so ganz klar. Vielleicht ist das eine Container-versus-Codec-Feinheit, die wir Laien nicht verstehen müssen.

170925-heictojpg-com.png
Falls man in die Verlegenheit kommt, ein Heif-Bild auf einer Nicht-Apple-Plattform weiterverarbeiten zu müssen…

Ich wollte mir eine solche .heic-Datei näher ansehen, um herauszufinden, was man damit tun kann und was nicht. Stellt sich die Frage: Wie bekommt man sie vom Gerät? Denn natürlich ist das Betriebssystem so schlau, dass es eine automatische Konvertierung nach JPG vornimmt, wenn man die Datei vermailt oder auf den anderen gängigen Wegen weitergibt. Denn da es dieses Format erst bei iOS 11 und bei Mac OS X High Sierra gibt, würde es bei den allermeisten Empfängern sonst für Verwirrung sorgen und ungeöffnet bleiben. Selbst bei der Weitergabe an Apps auf dem iPhone scheint in vielen Fällen eine automatische Konvertierung stattzufinden. „Die neuen Formate von iOS 11“ weiterlesen

Der Walkman lebt

171002-cassette-92083.jpg
Die Kassette lebt auch. Und wenn es nur in unserer sentimentalen Erinnerung ist. (Bild: Markus Spiske, freeforcommercialuse.net/Pexels.com, CC0)

Ja, der Walkman lebt. Manche brauchen ihn heute noch, in Echt! Ich gehöre nicht zu den Leuten. Aber man kann ja so tun als ob.

Nämlich mit der App Cassette Gold (iPhone/iPad). Oder mit der App DeliTape (Android, iPhone/iPad). Die machen beide ungefähr das selbe: Sie spielen Musik ab und zeigen dazu eine Kassette, deren Spulen sich während der Wiedergabe akkurat drehen.

Und natürlich kann man unterschiedliche Kassettentypen «einlegen», die dann so aussehen, wie die TDK-, Agfa-, Sony- Hitachi-, Denon- oder BASF-Kassetten, die wir damals benutzt haben.
„Der Walkman lebt“ weiterlesen

Ein überfälliger Umstieg

Ich verwende schon lange den Passwortmanager Keepass. Wie lange, kann ich nicht genau sagen. Aber es müssen mindestens zehn Jahre sein. Jedenfalls habe ich das Programm am 2. Juli 2007 im Beitrag «Gratisprogrämmchen, die das PC-Leben leichter machen» vorgestellt. Da kam übrigens auch der andere All time Favorite auf meiner Festplatte zum Zug, nämlich PhraseExpress. Die anderen Programme haben den Test der Zeit nicht überstanden; das waren O&O SigParser und MailStore. Über KeePass hiess es damals:

KeePass kümmert sich ohne Lohn und Registrierungskosten um all die Passwortabfragen, die einem täglich begegnen. Das Programm verwaltet die Passwörter für E-Mail, Internet- und Datenserver, Router, Messenger und Onlinedienste in einer gut geschützten Datenbank. Ein Generator hilft, unknackbare Kennwörter zu erzeugen. Nicht ganz so sicher wie der eigene Kopf, aber weniger vergesslich. www.keepass.info

170921-keepassx-mac.png
KeepassX ist die Mac-Variante, die in der Version 2.x nicht ganz so hässlich daherkommt wie als Version 1.x.
„Ein überfälliger Umstieg“ weiterlesen

Eine App für Nachwuchskapitalisten

Ich hätte nicht gedacht, dass ich einmal eine App der UBS vorstellen würde. Aber nun ist es so weit. Nein, keine Banking-App, für die man ein Konto bei der UBS haben müsste. Das würde ich allein deswegen nicht empfehlen, weil Leute wie wir (also Nerds), ständig versehentlich USB statt UBS tippen würden. Und das ist doch unpraktisch, wenn deswegen das iPhone die Banking-App ständig nicht findet.

170906-ubs-preise-loehne-1.jpg
Wo können Lehrer sich mehr Elektronikkrempel leisten?

Die App heisst Preise und Löhne und ist nur fürs iPhone erhältlich. Sie wäre den Leuten zu empfehlen, die in dieser Fernsehsendung ständig auswandern. Sie könnten beispielsweise vorab herausfinden, wie sehr viel tiefer das Lohnniveau in dem Land ist, in das sie auswandern möchten. Denn einer der Fehlschlüsse scheint häufig zu sein, dass in einem anderen Land die eigenen Fähigkeiten mehr gefragt sind als in dem Land, in dem man sich maximal gut auskennt. Das mag in manchen Fällen stimmen – aber ob es so ist, findet man eben mit dieser App heraus.

Sie vergleicht die Metropolen dieser Welt in drei Kategorien. „Eine App für Nachwuchskapitalisten“ weiterlesen

Sierra ist jetzt high


Der Beitrag bei Tagesanzeiger.ch

Über den Namen kann man sich ja streiten: Mac OS 10.13 ist High Sierra, nachdem der Vorgänger Sierra hiess. Für die meisten von uns, die noch nie in Kalifornien waren, denken an Drogenkonsum. Bis einen das neue, wirklich hübsche Standard-Hintergrundbild auf die Idee bringt, es könnte sich um eine Hochebene handeln. Also: Wenn einem das Update gar nichts bringt, so bringt es einem wenigstens ein bisschen Geografie-Nachhilfe. (Obwohl es wahrscheinlich sinnvoller wäre, sich endlich zu merken, wo Nordkorea liegt.)

Aber ich bin – siehe Video – gar nicht der Meinung, dass das Update nichts bringt. Wenn ich Safari nutzen würde, fände ich die Möglichkeit zu den Pro-Webseiten-Einstellungen echt praktisch. APFS schätze ich sehr, auch wenn bislang schwer abschätzbar ist, wie gross die Verbesserung sind. (Oder ob das neue Dateisystem noch nicht ausgereift ist und ab und ein paar Dateien zerstört oder gleich die ganze Installation abräumt. Aber das werden wir ja erleben.)
„Sierra ist jetzt high“ weiterlesen

Ein heisser Tipp für App-Schnäppchenjäger

Ich gehöre nicht zu den preissensitiven Leuten. Mir ist es zu mühsam, in der Zeitung nachzusehen, welche Sorte Fleisch gerade mit wieviel Prozent Rabatt verkauft wird, dann deswegen zum Lidl oder Denner zu fahren und mir noch ein Rezept zu überlegen, wie man aus einer alten zähen Kuh nun ein schönes Sonntagsmahl hinkriegt. Ich kaufe, was ich brauche und worauf ich Lust habe und sehe dann an der Kasse, wieviel es kostet.

170918-ifttt.png
Ifttt teilt mit, sobald einem ein Entwickler seine App nachwerfen möchte.

Klar, man muss in der privilegierten Situation sein, sich das leisten zu können. Oder man muss die Prioritäten entsprechend setzen und sich anderswo einschränken, zum Beispiel bei der Petro-Mobilität. Aber egal, manchmal kann ich einem guten Angebot nicht widerstehen. Darum habe ich in der Iftt-App das Rezept Get notified when a top app becomes free in the Apple App Store. Die macht genau das, was der Name sagt: Sie informiert darüber, wenn eine Top-App im Apple Store gerade gratis zu haben ist.

Die Information wird von appzapp.net bereitgestellt, einem Informationsdienst über Apps, über den ich sonst nicht sehr viel herausgefunden habe, ausser, dass er in der basellandschaftlichen Gemeinde Münchenstein zu Hause ist. Aber das ist ja nicht a priori ein Nachteil. „Ein heisser Tipp für App-Schnäppchenjäger“ weiterlesen