Die Nummer 1 für die Hitparade ist fast schon komponiert

In der letzten Zeit kamen einige interessante Apps von Apple. Clips habe ich hier vorgestellt. Eine andere ist Musikmemos. Zu deren Zielpublikum gehöre ich nicht, weil in den Nutzungsbedingungen steht, dass man sie nur verwenden darf, wenn man ein Minimum an Rhythmusgefühl und einen Ansatz von Musikalität in die Wiege gelegt bekommen hat. Bei mir ist das leider nicht der Fall – ich habe ein recht gutes Gefühl für sprachlichen Rhythmus, doch wenn es ums Taktgefühl geht, dann ist bedauerlicherweise mit mir gar nichts zu wollen.

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So, und wo kann ich das nun bei Spotify hochladen?

Diese Unbegabung schliesst dann nicht nur eine Karriere als Schlagzeuger aus, sondern auch eine als Tänzer oder Dirigent. Ja, es ist sogar so schlimm, dass man mir (wie jedem richtigen Nerd) das Tanzen in der Öffentlichkeit verbieten müsste. Wobei Öffentlichkeit auch Orte wie Discos oder Clubs umfasst, wo nur Leute verkehren, die nicht tanzen können. Man hätte mir eigentlich sogar das Tanzen an meiner eigenen Hochzeit untersagen müssen. Weil das keiner getan hat, gibt es nun ein Video, das… aber lassen wir das, sonst kommt ihr noch auf die Idee, das Internet danach abzusuchen.

Doch das Schöne an der Meinungs-, Medien- und Bloggingfreiheit ist, dass Kompetenz keine Voraussetzung ist, damit einer seine Meinung ins Internet schreiben darf. „Die Nummer 1 für die Hitparade ist fast schon komponiert“ weiterlesen

So hilfsbereit kann das Smartphone sein!


Falls das Video fehlt, bitte hier klicken.

Sich Texte vorlesen lassen, vom Handydisplay nicht allzusehr anstrahlen zu lassen und das Telefon babysicher machen – das sind nur ein paar der Möglichkeiten mit den Bedienungshilfen.

Pionier bei den Bedienungshilfen ist ohne Zweifel Microsoft. Schon zur Hochzeit von Windows hat der Softwarekonzern grosse Anstrengungen unternommen, um das Betriebssystem auch für Behinderte nutzbar zu machen. Da sind zum Beispiel die unterstrichenen Buchstaben in allen Menüs: Sie ermöglichen es, die Befehle auch ohne Maus auszulösen. Windows ist, grafische Anwendungen und Spiele einmal komplett ausgenommen, komplett per Tastatur bedienbar. Das schätzen die Nerds, doch es ermöglicht eben auch Nutzern, die keine Maus bedienen können, die Arbeit mit Windows.

Und es gibt in der Systemsteuerung bei Erleichterte Bedienung das Center für erleichterte Bedienung. Dort finden sich Dinge wie die Bildschirmlupe, die Sprachausgabe, die Bildschirmtastatur und den hohen Kontrast. Sie sind für Behinderte gedacht, können aber auch allen anderen das Leben erleichtern. Die Grenzen sind ja fliessend, wie die Brillenträger unter uns wissen. Bei Windows hatten sie die Nebenwirkung, dass sie gelegentlich versehentlich eingeschaltet wurden. Gerade der besagte hohe Kontrast konnte die Nutzer sehr überraschen, wie ich von diversen panischen Zuschriften an die Kummerbox weiss.

Jedenfalls fand ich das immer sympathisch an Microsoft, dass sie sich in dieser Sache so ins Zeug legten. „So hilfsbereit kann das Smartphone sein!“ weiterlesen

Das Verdienst der Emoji

Was hat eine Schriftdatei auf dem Computer oder Smartphone und der Keilriemen der Vespa gemeinsam? Sie sind beide für den Betrieb des jeweiligen technischen Geräts unverzichtbar. Aber die meisten Leute interessieren sich einen feuchten Hundefurz kein bisschen dafür.

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Macht euch schon mal auf noch viel mehr typografische Farbfeuerwerke gefasst. (Screen: Colorfonts.wtf)

Ich schon. Ich habe zwar kein Flair für, aber ein Interesse an Typografie. Und darum hat sich bei mir neulich ein kleines Glücksgefühl eingestellt, als ich der Website Colorfonts.wtf begegnet bin. (Ganz zu schweigen von der Erkenntnis, dass es eine Top-Level-Domain .wtf gibt. Es sind schon grossartige Zeiten, in denen wir leben!)

Die Website klärt darüber auf, dass es nun auch farbige Schriften gibt. „Das Verdienst der Emoji“ weiterlesen

Tummelwiese für Codespielkinder

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Ein Kalender, den man hier auch verändern kann – und dessen Code man sich auch für die eigene Homepage ausleihen könnte.

Codepen ist eine Website, auf der man mit HTML, CSS und Javascript spielen darf. Sie ist, wie Wikipedia behauptet, eine der grössten Communities für Webdesigner und -entwickler, die mit ihren Programmierfähigkeiten prahlen wollen.

Nun, ich gehöre nicht wirklich in diese Kategorie, aber ich spiele gerne mit Code. Man hat eine viergeteilte Ansicht. Oben sieht man je ein Kästchen mit dem HTML-, dem CSS und dem JavaScript-Code und darunter, auf voller Seitenbreite, das Resultat. (Man kann via Change View rechts oben die Ansicht auch ändern.) Der Programmcode ist bearbeitbar. Wenn man etwas ändert, sieht man das Resultat im Feld darunter sofort. Man kann sich somit an Anpassungen probieren oder, wenn man gerade schlechte Laune hat, herausfinden, wie viel oder wenig es braucht, um ein Projekt komplett zu vandalisieren.
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Ein Zückerchen für PDF-Nutzer

Hier und hier mich mit der Erstellung und dem Bearbeiten von PDF-Dateien beschäftigt und auch smallpdf.com vorgestellt. Dort kann man ohne Extra-Software Dateien verkleinern, umwandeln, Seiten drehen und herauslösen, und vieles mehr.

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Zwei Dutzend PDF-Werkzeuge.

Da es immer gut ist, notfalls eine Alternative in der Hinterhand zu haben, hier der Hinweis auf pdfcandy.com: Ein Webdienst, der ähnliches tut und noch ein paar Funktionen bereithält, die es bei SmallPDF nicht gibt: Man kann auch das ODT-Format von OpenOffice/LibreOffice umwandeln (ideal, wenn man ein solches Dokument erhalten hat, das man nur lesen, nicht aber bearbeiten möchte, und gerade kein Open-Office zur Hand hat). „Ein Zückerchen für PDF-Nutzer“ weiterlesen

Das Ifttt-Prinzip für Windows

Es ist den Leserinnen dieses Blogs wahrscheinlich nicht verborgen geblieben, dass ich eine gewisse Schwäche für Ifttt.com habe. Wie das richtige Internet aussehen müsste, Wenn Iftt, dann Zeitersparnis, Ein Vorgeschmack auf das Internet der Dinge und Mein ganz persönlicher Twitter-Bot sind alles Beiträge, die diesen Dienst in den Himmel jubeln. Naja, oder zumindest nüchtern dessen Vorteile herausstreichen.

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Hey Leute auf Facebook, seht her, was ich hier gefunden habe: Ein Ding, dass dafür sorgt, dass ich nicht mehr so viel Zeit auf Facebook verplempere!

Da konnte ich es mir natürlich nicht nehmen lassen, Ellp anzusehen. Das ist eine Windows-App, die augenscheinlich von Iftt inspiriert wurde. Sie will auf dem lokalen Computer nach dem gleichen Prinzip Automatisation ermöglichen – und zwar, ohne das böse Wort «Automatisation» zu verwenden. Das klingt nämlich nach Fabrik, Robotern und entlassenen Arbeitern. Und im Zusammenhang mit dem Computer denkt man an komplizierte Makros und an «Runtime Errors».
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Virus verschwindibus


Falls das Video nicht erscheint, bitte hier klicken.

Das im Titel ist übrigens der echte, Harry-Potter-approvte Zauberspruch. Er funktioniert jedoch nur, wenn man mit dem Zauberstab die richtige Schwenkbewegung ausführt und drei Jahre in Hogwarts war. Darum, für alle nicht im Besitz eines Zauberstab befindlichen Computernutzer ein Video, bei dem es vor allem um die Prävention geht. Denn wenn es einen mal erwischt hat, dann ist das Wegzaubern einer Schadsoftware schwierig bis unmöglich. Um sicher zu sein, dass wirklich alles weg ist, hilft eigentlich sowieso nur eines: Nämlich Festplatte formatieren und Datensicherung zurückspielen. (Bei Cryptotrojanern wie «WannaCry» – auch bekannt als der Lord Voldemort unter den Digitalschädlingen – macht das, nebenbei, auch die verschlüsselten Dateien wieder lesbar.)
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So einfach geht das (wenn man weiss wie)

Letzten Freitag war ich in Sachen Publisher Insiders in Luzern bei Joely Tafanalo. Er zeigt, wie man in zwanzig Minuten ein Logo gestaltet – naja, fast. Denn zugegeben, der Entwurf und die gestalterischen Zutaten hatte er schon parat. Trotzdem: Es ist ein praxisnaher Einblick, wie man mit Adobes Creative Cloud seine Arbeit nicht nur isoliert am Desktop-Computer verrichtet, sondern eben auch per Smartphone-Kamera und Tablet Ideen beisteuert.

Marketingmässig wird diese Arbeitsweise mit den üblichen Buzzwords beworben: Flexibel, effizient, modern, mobil und kreativ – doch wenn man selbst nicht selbst täglich gestalterisch unterwegs ist, dann weiss man nie, ob daran auch etwas Wahres ist und ob Leute tatsächlich Nutzen daraus ziehen. Es könnte ja auch sein, dass alle nur von der Cloud schwärmen, um nicht als altmodische Hinterwäldler dazustehen.
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Neuer Lebensretter

Lazarus ist eine der für mich absolut unverzichtbaren Browser-Erweiterungen (nebst Easy Copy, Boomerang, Mozilla Archive File Format und Printfriendly). Die Erweiterung sichert den Inhalt von Webformularen – und damit auch von den Eingabefeldern von Content-Management-Systemen und Webmaildiensten. Gesichert wird das, was ich zum Beispiel beim Content Dictator vom Newsnetz, bei Nerdfunk.ch oder hier auf Clickomania.ch eingebe.

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Ja, es gibt attraktivere Interfaces als das hier.

Wenn man nun aus Versehen ein Browserfenster schliesst, dann ist der Inhalt, den man dort eingetragen hat, nicht verloren. Auch bei Abstürzen und Hängern des Surfprogramms muss man keinen Datenverlust befürchten – oder nur wenig: Es geht jedenfalls nicht die Arbeit von Stunden, sondern höchstens von ein paar Minuten verloren.

Das hat mir in den letzten Jahren viel Ärger erspart. Darum war es umso ärgerlicher, als Lazarus vor kurzem aus dem Verkehr gezogen worden ist. „Neuer Lebensretter“ weiterlesen

Wenn es bei der UPC mal wieder klemmt

Ich habe hier die Vorteile eines VPN-Zugangs gelobt: Man muss sich nicht bevormunden lassen, welche Inhalte man im Netz konsumieren darf und welche nicht. Man kann in offenen WLAN-Netzen den Schutz für seine Daten erhöhen. Und VPNs helfen, Netzsperren zu umgehen.

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Streaming ist das eine, Provider-Engpässe umgehen das andere.

Neulich ist mir ein weiterer Pro-VPN-Grund begegnet. Die UPC (früher bekannt als UPC-Cablecom, noch früher bekannt als Cablecom und nochnoch früher bekannt als Rediffusion) hatte nämlich das Problem, was sie des Öfteren hat: Sie war nicht willens, einen reibungslosen Internetzugang bereitzustellen. Konkret war es so, dass viele Websites funktionierten, manche aber nicht. Zum Beispiel war dieses Blog fast gar nicht erreichbar – die Ladezeiten betrugen fünf Minuten und länger. Auch andere, für mich wichtige Websites waren davon betroffen. Ich bin kein Netzwerkexperte, aber für mich deutet das auf ein Peering-Problem hin. Ich habe einen Anruf bei der Hotline oder eine kleine Stänkerei auf Twitter erwogen. Doch erfahrungsgemäss bringt das nichts: Bei der Hotline exerziert man in solchen Fällen jeweils ein Diagnoseprogramm durch, bei dem man seinen Router neu starten, die Leitung vermessen und unzählige Fragen beantworten muss – selbst wenn schon von Anfang an (aufgrund des selektiven Auftretens) völlig klar ist, dass die Ursache nicht beim Anschluss und nicht auf der letzten Meile liegt, sondern irgendwo in einem Rechenzentrum der UPC oder einem ihrer Partner.

Stattdessen hatte ich den Geistesblitz, etwas Erfolgversprechendes zu tun. „Wenn es bei der UPC mal wieder klemmt“ weiterlesen