Äh, Ausland?

Neulich wollte ich Fotos unserer Tochter als Postkarte versenden. Ich habe für den Versand von echten Postkarten ab Smartphone schon erfolgreich Touchnote verwendet (Android und iPhone/iPad). Doch warum nicht einmal etwas Neues ausprobieren? Ich habe also einen Versuch mit Postcard Creator der Schweizer Post (Android und iPhone) unternommen – um dann wieder bei Touchnote zu landen.

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Eine App macht noch keine Postkartenidylle. (Bild: A Postcard from the Edge, Abby Lanes/Flickr.com, CC BY 2.0)

Leider ist diese App nicht ausgereift. Und zwar aus mehreren Gründen:

Erstens hatte ich Login-Probleme. Ein Konto mit meiner Clickomania-Mailadresse zu erstellen, hat nicht geklappt. Hinweis: Die Adresse ist schon registriert. Das stimmt, ich habe vor zweieinhalb Jahren einen Nachsendeauftrag online eingerichtet und dafür die Adresse verwendet. Mit dem damals gewählten Passwort konnte ich mich allerdings auch nicht anmelden. Einzige Lösung: Ein neues Konto mit einer anderen Mailadresse.

Zweitens ist sie funktional nicht gerade ein Überflieger. „Äh, Ausland?“ weiterlesen

Nun stirb doch endlich!

Pierre-Alexandre Chauvat ist ein Mann mit einem interessanten Hobby: Er sieht sich nicht nur Filme an, sondern schneidet sie hinterher neu zusammen. Und zwar so, dass eine einigermassen stringente, neue Geschichte entsteht. Hier zum Beispiel ein albtraumhaftes Abenteuer von Bruce Willis namens Everybody wants to kill Bruce 2.

Und natürlich, wo es eine zwei im Titel gibt, ist eine erste Folge nicht weit:
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Ich bin neu hier

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Auf welchem Draht sich das Hinsetzen lohnt… (Bild: Multiple Tweets Plain, mkhmarketing/Flickr.com, CC BY 2.0)

Welchen Leuten muss man auf Twitter unbedingt folgen? Nun, das ist natürlich Geschmackssache, aber ein paar Twitterer gibt es, die man neuen Nutzern eigentlich automatisch und unentfollowbar zuweisen sollte. „Ich bin neu hier“ weiterlesen

Die Software, die mein Leben bestimmt


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Google Calendar gehört bei mir zu den zentralen Werkzeugen – wobei ich durchaus hoffe, dass der Dienst mal sang- und klanglos aus dem Netz verschwindet. Dann könnte ich nämlich mal einige Zeit alle meine Termine sausen lassen, mit einem Schulterzucken und einem entschuldigenden Lächeln: «Ich wäre ja gerne an die Sitzung gekommen, aber ohne Google Calendar wusste ich leider nichts von ihr.»

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Übersichtlich ist anders. Es gibt aber Mittel und Wege, die Darstellung zu verbessern.

Jedenfalls gibt es eine Reihe von Möglichkeiten, wie man sich die Arbeit im Kalender leichter macht: „Die Software, die mein Leben bestimmt“ weiterlesen

U-Bahn-Surfen für Leute wie mich

Neulich geisterte eine Liste mit den erfolgreichsten Android-Apps der letzten fünf Jahre durchs Internet. Die meisten der dort aufgeführten Titel kamen mir bekannt vor. Eine Ausnahme gab es jedoch – und eine für mich relativ peinliche. Von Subway Surfers hatte ich noch nie etwas gehört, obwohl das doch in das Genre der Endless Runner gehört, für das ich ein ausgewiesener Experte bin.

Also muss dieses Versäumnis hier wettgemacht werden. Es gibt das Spiel für Android und iPhone/iPad, plus für irrelevante Plattformen wie Windows Phone. Es wirkt sympathisch, mit flüssigen und aufwändigen Animationen und einer zugänglichen, abwechslungsreichen Grafik. Trotzdem ist unüberschaubar, dass es sich um einen dreisten Klon handelt. «Subway Surfers» funktioniert wie «Temple Run» (Jogging für Gehfaule) – und damit gewissermassen wie der Film Speed: Man darf bzw. kann die Renngeschwindigkeit nicht verändern und muss daher sehen, nirgendwo dagegenzurennen.
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Screencast-Fliessbandarbeit am Mac

Bei Mac OS X1 gibt es mit QuickTime eine praktische Möglichkeit, Screencasts aufzunehmen: Ablage > Neue Bildschirmaufnahme, und schon geht es los. Trotzdem habe ich mir diese Woche das Programm Screenium 3 gekauft (48 Franken im Mac App Store).

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Das Regiepult für Bildschirmvideoaufnahmen.

Dafür gibt es zwei hauptsächliche Gründe. Der erste: Ich nehme häufig nicht den ganzen Bildschirm auf, sondern nur einen Teilbereich, der gerade die Zielauflösung des Videos abdeckt (normalerweise 720p, siehe dazu auch hier). Das geht bei Quicktime nur bedingt. Man kann zwar einen Teilbereich aufnehmen. Den zieht man allerdings aufs Geratewohl auf. Ob die Auflösung und das Seitenverhältnis stimmen, ist mehr oder weniger Zufall. Man kann sich behelfen, indem man mit dem hier beschriebenen Trick das Browserfenster auf die richtige Grösse bringt. Oder man legt sich ein Hintergrundbild an, das den gewünschten Aufnahmebereich farblich markiert. In beiden Fällen muss man versuchen, per Maus den Aufnahmebereich möglichst präzise aufzuziehen.
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Dem Voyör ist nichts zu schwör

Was würden wir mit einem gefundenen Handy tun, das – fahrlässigerweise – nicht durch einen Passcode geschützt ist? Klar, wir würden es dem Besitzer zurückgeben. Aber vorher würden wir es uns nicht nehmen lassen, ein bisschen darin herumzuschnüffeln. Und sei es nur, um die Identität des Besitzers zu eruieren.

Bei diesem gefundenen Handy dürfen wir jedoch nach Lust und Laune schnüffeln und ohne schlechtes Gewissen den Voyeur in uns herauskehren. A normal lost phone (3 Franken für Android und für iPhone) ist nämlich ein Spiel, in dem wir genau die Aufgabe haben, möglichst viel über den Besitzer des präsupponierten Smartphones herauszufinden. Das ist Sam, der das Telefon erst seit Kurzem besitzt, weswegen die Zahl der Apps, Nachrichten und Mails überschaubar ist. „Dem Voyör ist nichts zu schwör“ weiterlesen

Nutz doch deinen eigenen Kram!


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Bring your own device (BYOD) heisst auf Neudeutsch übersetzt: Wir als dein Arbeitgeber haben keine Lust, dir ein Handy oder einen Laptop zu stellen, weswegen du deine eigenen Geräte benutzen darfst. Eine Entschädigung dafür bekommst du nicht, dafür nehmen wir uns aber das Recht heraus, ein Zertifikat zur Steuerung deines Geräts zu installieren, das auch Zugriff auf die Daten ermöglicht. Das ist übrigens kein fiktives Beispiel, sondern eines, das sich in der Schweiz öfters zugetragen hat, und von dem ich selbst Kenntnis erlangt habe. Und wie mein etwas zynischer Tonfall erahnen lässt: Ich bin nicht gerade ein Fan von diesem Trend.

Ein Kommentator hat das beim Tagi-Artikel ganz schön auf den Punkt gebracht:
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Den Kunden für voll nehmen? Revolutionär!

Ich habe seit längerem eine Prepaid-SIM-Karte der deutschen Telekom. Sie wird mit einem mobilen Router im grossen Kanton für den Internetzugang genutzt. Ich habe das Verfahren hier in schriftlicher und hier in videografischer Form erklärt.

Nun lässt mir die deutsche Telekom in (un-)schöner Regelmässigkeit Aufforderungen zukommen, ich möge doch mein Guthaben auf dieser Karte aufstocken, weil man mich ansonsten für tot oder nicht mehr am Internet interessiert betrachten werde – jedenfalls nicht mehr würdig, ein Kunde der deutschen Telekom zu sein. Sprich: Man werde mir den Prepaid-Vertrag kündigen – ganz unabhängig davon, wie viel Geld noch auf der Karte drauf ist. Weil ich die Karte aber weiterhin zu nutzen gedenke, hatte das die Folge, dass inzwischen recht viel Geld auf die Karte gebucht wurde. Ich muss mal ausgiebig Surfferien in Deutschland machen, um es wieder abzubauen.

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Telekom, halt mal den Ball flach, ich brauche mein Guthaben schon noch! (Bild: Dominic/Flickr.com, CC BY-SA 2.0)

Das ist doch mal wieder ein typischer Fall, wo der Kunde völlig unnützerweise schikaniert wird. „Den Kunden für voll nehmen? Revolutionär!“ weiterlesen

Aus der Not eine Untugend gemacht

Frage: Stell dir vor, du wärest ein Softwareentwickler und hättest ein Programm geschrieben, das etwas langsam startet. Was tust du, damit der Benutzer nicht wie wild aufs Icon klickt, weil er denkt, er hätte das Programm nicht gestartet – und damit das Problem noch verschärft?

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Autsch!

Deine logische Antwort lautet natürlich: Ich schaue zu, dass mein Programm schneller startet.

Doch das ist nicht, was passiert ist. Irgend ein fauler Softwareingenieur – oder auch sein Chef – hat die Idee ausgebrütet, stattdessen einen Pausenfüller anzuzeigen. Der nennt sich technisch Splash Screen oder Startbildschirm. Er lässt den Benutzer wissen, dass sein Programm dabei ist zu starten und er sich gefälligst gedulden soll.
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