Google kann auch offline


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Nicht bei allen Google-Übernahmen hat man den Eindruck, dass die wirklich wohl überlegt waren. Zum Beispiel die Akquisition von Nik Software, die 2012 für einen ungenannten Betrag vollzogen wurde. Eine Nischensoftware für Windows und Mac passt so gar nicht zur Cloud-Company, die im Massenmarkt tätig ist. Und da Google nicht nur die (im Video vorgestellte) Nik Collection, sondern auch die Foto-App Snapseed (Mobile Bildbearbeitung für Fortgeschrittene) kostenlos abgibt, wird sich die Sache für den Suchmaschinenkonzern nicht gelohnt haben.

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Mit ein paar Schiebereglern zum Postkartenlook.

Es sei denn natürlich, es ging gar nicht um die Software. Sondern eben um das Knowhow der Softwareentwickler und Foto-Profis. Wie viel von den Algorithmen aus den Nik-Produkten in die übrigen Foto-Programme von Google eingeflossen ist, lässt sich von aussen nicht beurteilen. Aber es ist doch sehr anzunehmen, dass Google nicht einfach darauf sitzen geblieben ist – wenngleich es etwas den Anschein macht, da die Programme nun kostenlos abgegeben werden.

Was auch immer sich Google dabei gedacht hat – für uns Anwender ist das ein Gewinn. Wir bekommen tolle Programme, die früher teuer zu bezahlen waren, heute total gratis. Obwohl für Photoshop gedacht, kann man die Programme auch Stand-alone nutzen. Und bekanntlich gibt es auch Drittprogramme, die die Photoshop-Plug-In-Schnittstelle unterstützen, zum Beispiel Paintshop Pro oder Gimp. Eine Liste gibt es hier.

Autor: Matthias

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