Wenn das Handy platzt

… dann ist es zu spät für diesen Tipp hier. Es geht hier nämlich um knappe Speicherreserven.


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Ausreichend Kapazität ist eine zentrale Voraussetzung, dass Computer und Smartphone richtig funktionieren. Daher gibt es im Video Tipps, wie man vorbeugt und im Ernstfall reagiert.

Übrigens, interessant, wie sich dieses Problem über die Zeit entwickelt hat. In den Anfängen der Computerei – bzw. ende 1980er und anfangs 1990er, als Leute wie ich ihre ersten Computer benutzt haben, war das Problem absolut virulent. Da boten die Computer eine Festplattenkapazität wenige Megabytes gross. Bei meinem 386er hatte ich beispielsweise 120 MB zur Verfügung. Das war so wenig, dass ich intensiv mit externen Speichermedien jongliert und alles, was ich nicht unmittelbar benötigt habe, als platzsparende ZIPs weggeräumt habe. Klar – damals war an Video, Audio und Digitalfotografie nicht zu denken. Ein paar Scans habe ich mit meinem Logitech Handscanner angefertigt, aber das wars dann auch. Doch irgendwie habe ich es geschafft, die 120 MB auch mit Office- und Pagemaker-Dateien vollzubekommen.

Ein Jahrzehnt später hat sich das Problem langsam entschärft. Die Festplattengrössen erreichten erst Gigabyte-, dann Terabyte-Sphären. Das reicht locker für alle Anwender, die keinen besonders datenintensiven Beschäftigungen nachgehen. Also kein Video drehen, nicht riesige Film- und Musikarchive pflegen oder ihre CDs lossless rippen und auch nicht RAW fotografieren wie die Wilden. Problem gelöst, könnte man meinen. Doch mit den SSDs gingen die Kapazitäten wieder zurück. Speicher auf einer SSD ist deutlich teurer als auf einer drehenden Festplatte, über den Daumen gepeilt um den Faktor 5. Bei stationären PCs hat man daher in aller Regel zwei Laufwerke. Die schnelle SSD beherbergt Betriebssystem und Programme und auf der langsamen Festplatte liegen die Dokumente und grossen Dateien. Apple hat sich sogar die Technik des Fusion Drive ausgedacht, bei der beide Datenträger zu einem logischen Laufwerk kombiniert werden und die Software darüber entscheidet, wo eine Datei landet.

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In meinem Fall sehr effektiv: Das Löschen alter iPhone-Backups.

Darum kommt hier ein Problem auf leisen Sohlen zurück, das manche schon erledigt glaubten. Doch wie gesagt, ob es wirklich ein Problem ist, hängt sehr von den Gewohnheiten ab – und davon, wie gewillt man ist, es mit Hilfe der Cloud zu lösen. Wenn man zum Beispiel kein Problem damit hat, alle seine Fotos Google anzuvertrauen, dann kann man Problemen sehr elegant ausweichen. Wenn man hingegen selbst Herr seiner Daten ist, muss man sich unter Umständen auch heute noch ein paar Gedanken zur Organisation der privaten digitalen Datenbestände machen.

Übrigens: Ich habe hier einmal die Belegung meiner Festplatte analysiert. Fazit: Vor allem das Audio schenkt ein!

Autor: Matthias

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