Sonnenblumenstrom

Der Sunshine solar charger sieht aus wie eine kleine Sonnen­blume und versorgt Smart­phones (oder zu­min­dest draht­lose Kopf­hörer) mit grünem Strom.

Vor einiger Zeit habe ich dieses Solarpanel vorgestellt, mit dem man seine Gadgets mit Sonnenstrom versorgt. Das ist ganz auf das harte Outdoor-Leben getrimmt und wirkt mit seinem leicht camouflagigen Look etwas marzialisch.

Saubere Energie für den Gadgetpark.

Ganz anders der Sunshine solar charger von XD-Design (Amazon Affiliate). Er sieht aus wie ein Strauss kleiner Sonnenblumen und ist damit ein guter Beweis, dass Tech-Gadgets auch charmant aussehen können. Die Blüten haben nicht die Original-Grösse von Sonnenblumen. Das würde die Solarpanel zwar sehr effizient, das Gadget aber auch etwas unhandlich machen. Es ist etwa zwanzig Zentimeter hoch und die Blüten haben einen Durchmesser von 4,7 Zentimeter.

Erst die Powerbank laden, dann das Gadget

Mit diesem Gadget lädt man seine Geräte nicht direkt. Es hat einen eingebauten Akku, der aufgeladen wird und hinterher die Geräte mit Strom versorgt. Das ist sinnvoll, weil das Laden selbst bei starkem Sonnenschein auf für geduldige Leute zu lange dauert. „Sonnenblumenstrom“ weiterlesen

Schreiben Sie Ihren Namen gefälligst anders!

Als Mensch mit einem Nach­namen, in dem sich ein Ü befindet, komme ich immer wieder in die Ver­legen­heit zu beo­bachten, dass dieser «German Umlaut» in manchen Com­puter­systemen unlösbare Probleme verursacht. Wes­wegen ich mich dann Schuwith­agerman­umlaut­ssler zu nennen pflege.

Denkt ihr etwa, Mötley Crüe würde es schätzen, «Moetley Cruee» geschrieben zu werden?

Ja, ich weiss. Unicode ist in der Theorie wunderbar und in der Praxis eine tückische, knifflige Sache. Manche Pappenheimer machen es sich aber dennoch etwas gar einfach.

Beispielsweise die renommierte Firma Behringer. Sie beruft sich zwar stolz auf ihre Wurzeln und einen Gründungsmythos, in dem ein Aargauer in jungen Jahren zum Entwickler von Synthesizer heranwuchs und in Deutschland ein Startup auf die Beine stellte. So heisst es beim Twitter-Account:

25 years ago Uli Behringer started Behringer with a mission: empower musicians by making musical equipment affordable, so they can achieve their musical dreams.

Es ist schön, wenn man weiss, wo man herkommt. Viele der multinationalen Unternehmen scheinen das zu vergessen, wenn sie kopf- und traditionslos dem Profit über den ganzen Planeten hinterherrennen.

Bei diesem Geschichtsbewusstsein wundert es allerdings sehr, dass sich dieses Unternehmen mit deusch-schweizer Wurzeln nicht mehr an den German Umlaut erinnern kann. „Schreiben Sie Ihren Namen gefälligst anders!“ weiterlesen

Gadget-Kleinkram, Teil 3

Beim Macbook kommt man nicht darum herum, einen Adapter anzuschaffen, mit dem man all die Geräte anschliesst, die keinen USB-C-Stecker haben. Ich habe ein Dock von Satechi gekauft, dass sich im Nachhinein aber als völlig unbrauchbar entpuppt hat.

Update 26.5.17: Achtung, nicht kaufen! Dieses Ding taugt nichts. Mehr dazu hier, plus eine alternative Empfehlung.

Ein Macbook Pro 2016 ist von Haus aus nicht einsatzbereit. Um loszulegen, braucht man Adapter – den hier für die Backup-Festplatte und den hier fürs iPhone – sowie dieses Audio-Interface hier. Und dann eben auch noch irgend eine Möglichkeit, um seine Speicherkarten auszulesen und anderes USB-Zeugs anzuhängen. Für die Spiegelreflex habe ich zwar eine gute Lösung gefunden, nämlich die Eye-Fi-Karte hier. Aber ich will ja auch die Micro-SD-Karte in meiner Legria-Kamera und die normalgrosse SD-Karte meines Roland R05 Audiorecorders verwenden.

Roségold? Wtf?

Ich bin daher auf ein Gadget mit dem klingenden Namen Satechi Type-C Pass Through USB Hub with USB-C Charging Port (Rose Gold) gestossen – bei Amazon unter dem Namen Eagletech für 40 Euro erhältlich. Er hat zwei USB-3-Anschlüsse, je einen Slot für SD- und Mikro-SD-Karten und einen USB-C-Pass-Thru-Anschluss. Letzterer führt dazu, dass man noch genau gleich viele USB-C-Anschlüsse nutzen kann, selbst wenn man den Adapter in Betrieb hat.

Es könnte auch schneller gehen

Der Adapter tut, was er sollte. Sowohl USB-3-Anschlüsse als auch Kartenleser funktionieren. Ich habe mir vom Kartenleser jedoch mehr Tempo versprochen. „Gadget-Kleinkram, Teil 3“ weiterlesen

Hoffentlich ein Ausrutscher!

Wenn ein Mitar­beiter (z.B. Roland Tichy), einen dummen Blogpost veröffent­licht, ist es gerecht­fertigt, das Unter­nehmen (in diesem Fall Xing) in die Ver­antwort­ung zu nehmen? Ich finde nicht – weil das alle erpressbar macht.

Übers letzte Wochenende gab es diesen Shitstorm wegen Xing. Ausgelöst hatte ihn aber nicht das Angebot des sozialen Netzwerks aus Hamburg, sondern das Blog eines Mitarbeiters von Xing. Roland Tichy, der bis vor kurzem für «Xing Klartext» zuständig war – laut Wikipedia ein «wirtschaftsjournalistisches Angebot mit einer Plattform für Debattenbeiträge» – betreibt eine Publikation namens Tichys Einblick.

Dort nun kam im Gastbeitrag «Warum Sie mit psychopathologisch gestörten Gutmenschen nicht diskutieren sollten» ein Mann namens Jürgen Fritz zu Wort, der behauptet, dass Leute wie ich (ich würde mich als ziemlich links, ein wenig grün und als Gutmensch aus Überzeugung bezeichnen) eben «psychopathologisch gestört» und entsprechend nicht zur Führung einer Debatte in der Lage sind. Der Beitrag wurde gelöscht, man kann ihn aber hier nachlesen.

Wenn man sich die Mühe macht, sich aufzuregen, sollte man seinen Ärger richtig adressieren

Darüber muss man sich nicht aufregen, aber man kann sich aufregen, wenn man mag¹. Viele haben sich aufgeregt. Doch erstaunlich: „Hoffentlich ein Ausrutscher!“ weiterlesen

Gadget-Kleinkram, Teil 2

Die Anschaffung eines Macbook Pro zieht einige weitere Investitionen nach sich. Da Apple den Line-In-Audioeingang eingespart hat, braucht man auch ein Audio-Interface. Ein günstiges Exemplar ist das Behringer U-Control UCA222.

Wie hier bedauernd festgehalten, hat das neue Macbook Pro keinen Audio-Eingang mehr. Eine Unterlassungssünde von Apple, die man nur durch neuerliche Investitionen wettmachen kann.

Günstig, simpel, tut.

Ich habe mich umgeschaut und kein USB-C-Audio-Interface gefunden. Und selbst wenn es sie schon geben sollte, sind sie kaum so ausgereift, dass man viel Geld darauf werfen möchte. Infrage kommen beim Macbook auch Audio-Interfaces mit Thunderbolt-Anschluss. Da findet man einige Geräte, unter anderem dieses hübsche Ding hier. Allerdings hat das, wie die anderen Exemplare seiner Art, Thunderbolt-2-Schnittstellen. Man käme also wieder nicht ohne Adapter aus, sondern müsste obendrein noch 32 Franken für den Thunderbolt 3 (USB‑C) auf Thunderbolt 2 Adapter aufwerfen.

Ausserdem sind die Thunderbolt-Geräte in einer Preiskategorie angesiedelt, die mir im Moment nicht behagt. Die Bruehlgarden-Studios sind im Moment technisch ausreichend ausgestattet. Neue Investitionen würden sich aufdrängen, wenn ich zum Schluss käme, dass es sinnvoll wäre, statt des analogen einen digitalen Mixer zu verwenden oder per Software zu mischen. Digitale Workflows sind allerdings ungleich komplizierter und fehleranfälliger, sodass sich das nicht aufdrängt. Die grössten Qualitätsverbesserungen liessen sich eh durch eine Schalldämmung erzielen – und nicht durch ein teures Audio-Interface.

Der Schluss war naheliegend: „Gadget-Kleinkram, Teil 2“ weiterlesen

Gadget-Kleinkram, Teil 1

Der Smartphone Projector 2.0 ist ein grossartiges … naja, interessantes Gadget, das einem so eine Art Kinoerlebnis vermitteln will.

Wobei dieser Titel dem Smartphone Projector 2.0 (Amazon Affiliate) überhaupt nicht gerecht wird. Denn dieses Ding, eines meiner Weihnachtsgeschenke, ist eine charmante Verbindung von Hightech mit Karton, einer Klebefolie und einer mutigen Idee.

Endlich ein Gadget, das sich im Cheminee entsorgen lässt!

Die Idee lautet: Wieso machen wir aus dem Smartphone keinen Beamer? Die naheliegende Antwort lautet natürlich: Weil das Smartphone nicht hell genug ist und sich entsprechend überhaupt nicht eignet, als Projektionseinheit verwendet zu werden. Aber hat sich ein mutiger Erfinder von solchen Einwänden jemals abhalten lassen? Nein, und darum ist dieses tolle Gadget nun da, um jeden Haushalt mit Smartphones zu bereichern.

Es funktioniert so: „Gadget-Kleinkram, Teil 1“ weiterlesen

WLAN-Beschau

Die Android-App Wifi Analyzer zeigt die Signale der WLAN-Netze in der Umgebung und hilft beim Aufspüren von Problemen und beim Optimieren der drahtlosesn Netzwerke.

Eine meiner Lieblings-Apps für Android ist Wifi Analyzer. Bei ihr zeigt sich eine der Stärken von Android: Die weniger abgeschottete Hardware, die es einer App erlaubt, ausführliche Analysen anzustellen. Beim iPhone ist das nicht möglich. Apple erlaubt keiner App den direkten Zugriff auf die Hardware, so wie das für derlei Auswertungen nötig ist.

Wenn die UPC-Geräte die Kanäle selbst wählen dürfen, dann entscheiden sie sich fürs Gedränge.

Die App beherrscht diverse Anzeigemodi. In der Kanalübersicht sieht man die Verteilung der nachbarlichen Netze auf die verfügbaren Kanäle. Das ist, wie ich in meinen beiden Videofolgen Wie Sie der WLAN-Verbindung Beine machen und Wenn das Surfen zur Geduldsprobe wird hilfreich bei der Diagnose von instabilen Verbindungen.

Ein heisser Tipp: Im 5-GHz-Band ist noch Platz.

Ich habe so festgestellt, dass das 5-GHz-Band an meinem Wohnort quasi unbenutzt ist und meine Daten freie Bahn haben. Im 2,4-GHz-Band hingegen herrscht so ein dichtes Gedränge, dass man sich über stotternde Musikwiedergabe per WLAN-Lautsprecher nicht zu wundern braucht.

Die App macht sichtbar, wie dumm die Horizon-Box der UPC ist

Vor allem auch, da die dumme Horizon-Box mit beeindruckender Sturheit immer den Kanal wählt, auf dem schon nachbarliche Netze voll Rohr senden. Was die Überlegung dahinter sein soll, ist mir nicht klar. Sie entspringt wohl derselben Logik, mit der die UPC USB-Anschlüsse einbaut und diese dann als «nicht funktional» bezeichnet.
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Endlich: PhraseExpress für den Mac!

Eines meiner wichtigsten Programme ist eine ausgeklügelte Textbausteinverwaltung. Die gab es bislang nur für Windows – doch das ändert sich jetzt.

Es ist ein offenes Geheimnis¹, dass der Textbausteinverwaltungssoftware PhraseExpress bei meiner Arbeit eine zentrale Rolle zukommt. Darum war ich umso erfreuter festzustellen, dass die lange angekündigte Mac-Version nun Gestalt annimmt. Es gibt eine Beta-Version, die kostenlos getestet werden darf – was ich umgehend getan habe.

Der erste Eindruck: Die Software funktioniert schon recht gut und tut, was sie sollte. Ich habe somit meine essenziellen Textbausteine und meine Hilfsmittel zur Steigerung der Effizienz auch am Macbook zur Verfügung – toll! Das macht mein Leben einfacher, zumal ich aus Gründen sehr viel weniger am Windows-PC, sondern am Laptop arbeite. Was mit einem Baby auf dem Arm einfach leichter geht.

Die Oberfläche kann noch etwas Politur vertragen – das Programm funktioniert aber schon recht gut.

Textbausteine sind nicht direkt plattformübergreifend nutzbar

Einige Dinge sind mir aufgefallen:

Die Mac-Version kann die Phrasen-Datei der Windows-Version nicht öffnen². „Endlich: PhraseExpress für den Mac!“ weiterlesen

Drahtlose Kopfhörer, zweiter Versuch

Die Bose SoundSport Wireless In-Ear im Test. Fazit: Fast nichts auszusetzen.

Über Kopfhörer war in diesem im letzten Jahr häufig die Rede. Zum Beispiel hier, mit meinem Einstieg in die Drahtlos-Ära. Ich habe damals meiner Hoffnung Ausdruck verliehen, dass diese Kopfhörer länger halten würden. Bei den Bluetooth-Modellen fällt die Hauptursache für den frühzeitigen Ausfall weg. Meiner Erfahrung nach ist das ein Kabelbruch beim Stecker oder Stöpsel.

Es gibt sie auch in Nicht-Türkis.

Nun, die Hoffnung war umsonst. Die Philips SHB5900 sind bereits Geschichte. Tatsächlich nicht wegen eines Kabelbruchs, sondern wegen einer unfreiwilligen Runde in der Waschmaschine. Ich hatte die Kopfhörer, klein und leicht wie sie sind, in der Tasche meines Hoodies gelassen, als dieser in die Trommel gewandert war. Auf öffentliche Schuldzuweisungen soll an dieser Stelle verzichtet werden. Aber es tatsächlich so, dass Haushaltsmitglieder, die Schmutzwäsche einsammeln, auf die Kompaktheit moderner Audioutensilien hingewiesen werden sollten.

Der Ersatz für die dahingeschiedenen Philips-Kopfhörer sind nun die Bose SoundSport Wireless In-Ear, Aqua (Amazon Affiliate), bei Digitec für 190 Franken zu haben. „Drahtlose Kopfhörer, zweiter Versuch“ weiterlesen