Effekthascherei, schwebende Lautsprecher, Memes

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Wirkt wie mit einem Lensbaby-Objektiv fotografiert, doch dieser Unschärfe-Effekt ist per Software entstanden. (Un beso antes de que nos lleve el viento von Eleazar/Flickr.com, CC BY 2.0)

So langsam beginnt es mit den Dingen, die man zum letzten Mal im alten Jahr tut. Zum Beispiel steht zum letzten Mal 2016 ein Posting in dieser Selbstbeweihräucherungsrubrik an – was daran liegt, dass auch Publisher.ch für dieses Jahr mit den Ausgaben durch ist.

Da ist der Highlight-Beitrag vermutlich der hier: Ein halbes Gigabyte an Photoshop-Gold! Das Gold sind die Photoshop-Plugins von Nik Software. Die enthalten extrem vielseitige Werkzeug zur Minderung des Bildrauschens, Optimierung von Farbe, Kontrast, Sättigung und Struktur, für Bildreihen und das Tone Mapping, zur Simulation alter Filme und Kameras. Es gibt unzählige Entwicklungs-, Einfärb- und Nachbearbeitungsmöglichkeiten, zur Wandlung nach Schwarzweiss und zum Schärfen der Bilder. Diese Tools kosteten bis vor Kurzem Hunderte von Franken. Da Google Nik Software gekauft hat und offenbar nichts mit dem Unternehmen anzufangen weiss, sind sie jetzt gratis.

Und das sind die anderen Beiträge aus dem Publisher:

  • Die schnelle Schriftvorschau, so heisst der erste Beitrag aus den «Tipps und Tricks». Er beschreibt eine Methode, um in InDesign Schriften in einer Live-Vorschau im Dokument zu sehen, ohne dass man einem Text die Schrift zuweisen und hinterher wieder entfernen müsste. Sehr prkatisch! Ausserdem werden die Illustrator-Funktionen Objektmosaik und Bildmaterial neu färben besprochen. Plus: High-Key in Photoshop, Zahl der Farben reduzieren in Illustrator, temporäres Wechseln zum Verschieben-Werkzeug in diversen Adobe-Anwendungen und die oft übersehenen, aber praktischen Standard-Aktionen von Photoshop.
  • Die Foto-Qualität hochhalten ist der Aufmacher der «Tricks im Web». Es geht ums Blog von 500px.com. Ausserdem: Khoi Vinhs Blog subtraction.com sollte man gelesen haben; Photoshop kann sehr gruselig, und bei 99designs.ch kann man seine Grafikaufträge ausschreiben.
  • Geschichten fürs digitale Lagerfeuer Storytelling – ist das bloss alter Wein in multimedialen Schläuchen oder eine echte Chance, mit Kunden und Lesern auf Augenhöhe zu kommunizieren? Ein Gespräch mit dem erfahrenen Gestalter Jan Rikus Hillmann schafft Klarheit.

Das sind die neuesten Tagi-Streiche:

Beim Nerdfunk waren wir auch nicht ganz untätig…

  • Der Kaffeenerd Michael Eugster ist Blogger (http://blog.meugster.net/), Absolvent der ZHDK, Kaffee-Nerd – und über alle diese Dinge erzählt er uns in der Sendung in unserer lockeren Reihe von Blogger- und Nerdportraits.
  • Wir simulierten Nerds Kummerbox Live zu den Fragen Viren auf dem Mac, Probleme beim Versenden von Mails, PDF-Dateien verlinken und: Vervielfachung von Fotos an iOS-Geräten.
  • Socially awkward penguin Wir nähern uns den Memes an. Zu Deutsch nennt man sie Internetphänome. Sie sind lustig und aus der Internetkultur nicht mehr wegzudenken. Sie würzen die Kommunikation und haben eine anarchistische Komponente. Gäste: Jan Rothenberger und Mathias Möller
  • Lord Voldemort Rant Tuesday mit Digichris live aus der Esse Music bar: War Facebook schuld am Wahlsieg von … ihr wisst schon wem? Wir ärgern uns auch über Zollformalitäten, zunehmende Unfreiheit im Web und Geosperren. Und Chris empfiehlt uns die Fiery Feeds-App.
  • Den verdeckt operierenden Meinungsmanipulatoren auf der Spur Marko Kovic über digitales Astroturfing: Methoden, mit denen die öffentliche Meinung subtil beeinflusst wird – durch Initiativen, die scheinbar direkt aus dem Volk kommen, aber in Wahrheit von geschickten Marionettenspielern im Hintergrund gelenkt sind.
  • Literatur als User Generated Content Tilman Rammstedt hat ein Buch als öffentlichen Fortsetzungsroman geschrieben: Mit Beteiligung der Leser, Interaktion auf sozialen Medien, Crowdfunding und Youtube-Trailer. Literatur als User-generated Content und Internet-Happening?
  • Sammelklage. Pardon: Klagesammlung Kummerbox Live fast nur zu Apple-Themen: neue und alte iPhones, deren Home-Knopf und den Sperrcode, der Kalender beim Apple-Telefon und nicht mehr funktionierende Wischgesten. Plus: Was tun, wenn der Google-Kalender nicht funktioniert?

Und wie üblich zum Abschluss noch einige Artikel, die ich nicht geschrieben, aber umso lieber gelesen habe:

Und last but not least ein wirklich grossartiges Interview mit «Düsi» aus London, der euch vielleicht, genauso wie mir, noch ein Begriff ist… «Gott spielt Handorgel» Es gibt nicht viele Legenden im Schweizer Journalismus, aber Hanspeter «Düsi» Künzler gehört dazu. Seit Ende der 1970er Jahre ist er als freier Musikjournalist in London stationiert und hat fast 3000 Musiker und Bands interviewt. Ein Gespräch über die Bedeutungslosigkeit der Hitparade, einarmige Schlagzeuger und das beste Album für Sex.

Autor: Matthias

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