Im dünnen Netflix-Angebot die dicken Dinger finden

Die Discoverability bei Netflix – Neudeutsch für Auffindbarkeit von Inhalten – ist höchstens so lala. Netflix gehört ja zu den Unternehmen, das glaubt, dank Big Data und tollen Algorithmen den Nutzer besser zu kennen, als der sich selbst kennt. Das ist etwas anmassend und im Fall von Netflix weniger zutreffend als z.B. bei Spotify, weil der Katalog zu klein ist. Er enthält zu wenig Perlen, die ein kleverer Algorithmus nach oben spülen könnte. Damit ein Algorithmus überraschende Querverbindungen herstellen kann, brauchen wir als Nutzer genügend Spielraum, um unsere seltsamen Vorlieben auszuleben und zu demonstrieren.

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Nix Blade Runner bei Netflix. (Bild: Robert Mizrahi/feelgrafix.com als Wallpaper)

Man kommt bei Netflix um manuelle Suchen nicht herum. Da helfen die verborgenen Kategorien etwas, aber alles in allem macht die Suche einen willkürlichen und unausgegorenen Eindruck. Aber es gibt ja Drittdienste:

Unogs.com zum Beispiel. Die Site erlaubt eine Suche nach Stichworten. Sie grenzt das Angebot aber auch nach diversen Parametern ein: „Im dünnen Netflix-Angebot die dicken Dinger finden“ weiterlesen

Adobe braucht Gegenwind

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Pixel Bender mit dem grossartigen Droste-Effekt – mal oral…

Neulich habe ich Adobe gelobt. Da ist es nichts wie angebracht, Adobe nun harsch zu kritisieren. Nicht wegen Flash, nicht wegen der von manchen gehassten Cloud-Strategie, nicht wegen des überheblichen Gebahrens (Stichwort DPS) – obwohl das alles gute Gründe wären.

Nein, weswegen ich mich hier über Adobe ärgere, ist das Ende von Pixel Bender. Das war eine klevere Software, bei der man mittels Programmierung eigene Bildalgorithmen bauen konnte (ähnlich wie Structure Synth). Ob man nun Bilder aus dem Nichts erschaffen oder tolle Filter für Photoshop, After Effects oder, ja, sogar Flash entwickeln wollte, hatte man hier ein leistungsfähiges Werkzeug in der Hand, das bei mir definitiv in die Kategorie Wenn ich einmal Zeit habe gehört.
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Es gibt dümmere Freizeitbeschäftigungen

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Dieses Blog hier ist überhaupt entstanden, weil ich die Programmiererei entdeckt habe. Daraus ist das Spiel Clickomania geworden – und weil die Website dann schon einmal da war, habe ich sie auch für meine (beinahe täglichen) Ergüsse genutzt. Man sieht: Die Welt wäre ärmer, hätte ich meine Freude am Programmieren unterdrückt.

Und vielleicht ist die Welt noch viel ärmer, weil du, liebe Leserin, lieber Leser, deine Neigung fürs Programmieren unterdrückst – und nicht gemerkt hast, dass man eine Riesenfreude daran haben kann. „Es gibt dümmere Freizeitbeschäftigungen“ weiterlesen