Wortwörtliche Bildbearbeitung

Heute ein Tipp aus der Twittersphäre: James Fridman alias fjamie013. Er macht… naja, was er macht, lässt sich am Besten mit einem Beispiel beschreiben:

Er ist einerseits einer, der mit Photoshop ganz gut umgehen kann. Und andererseits scheint er zu der Sorte Mensch zu gehören, die darauf bestehen, alles wörtlich zu nehmen. Im richtigen Leben ist diese Sorte Mensch enervierend bis annähernd unerträglich – vor allem, wenn man selbst zu den Leuten gehört, die gerne in Bildern spricht, übertreibt, schräge Vergleiche bemüht und bezüglich Rhetorik gerne dazulernt.

Aber sei es drum – hier wird man ja nicht gezwungen, ein eigenes Selfie an den Herrn Fridman zu adressieren.

Und hier noch einige Müsterchen:
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Safari in die Wüste


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Bzw. Tricks für den mobilen Browser… Es gibt gute Gründe, am iPhone nicht mit Safari zu surfen, sondern einen alternativen Browser zu verwenden. Auch unter Android, wo die Zahl der Browser wegen der Gratisdreingaben der Gerätehersteller grösser ist, sollte man sich nicht mit der erstbesten App abfinden. Im aktuellen Patentrezepte-Video zähle ich einige dieser Gründe auf und stelle praktische Funktionen von Firefox (Android, iOS), Google Chrome (Android, iOS), Opera (Android, iOS) und Opera Coast (bislang nur iOS). „Safari in die Wüste“ weiterlesen

Briefpost versus Threema

Der geschriebene Brief schneidet nur mässig sicher ab. (Es sei denn, man schreibt extra sehr unleserlich.)

Die digitale Gesellschaft hat eine Übersicht veröffentlicht, in der die «Sicherheit und Nachhaltigkeit» von diversen Kommunikationsmitteln verglichen wird. Es stehen einander klassische Kommunikationsformen wie die Briefpost und das Festnetztelefon und moderne Kanäle wie Messenger, Mobiltelefon, SMS und Mail (verschlüsselt und unverschlüsselt) gegenüber.

Verglichen werden die Dienste in Kategorien wie: „Briefpost versus Threema“ weiterlesen

Bitte schön, dein Baby!

Bei den Recherchen zu meinem Video über die Baby-Apps bin ich auch der App Future Baby begegnet. Sie behauptet, aus Bildern der Eltern das Aussehen des Nachwuchses ableiten zu können.

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Ähm, nein.

«Ganz grosser Quatsch!» ist der erste Gedanke. Der zweite Gedanke ist eine leise Hoffnung: Vielleicht funktioniert es ja doch. Das maschinelle Lernen hat in der letzten Zeit grosse Fortschritte gemacht. Algorithmen werden immer schlauer. Wieso sollte es nicht möglich sein, die Gesichtszüge der Eltern zu einem statistisch einigermassen wahrscheinlichen Kindsgesicht zu kombinieren? Klar, der genetische Spielraum ist gross, weswegen es auch Geschwister gibt, die sich fast gar nicht ähnlich sehen. Aber abgesehen davon wäre es witzig zu wissen, wie das Kind gemäss den Algorithmen aussehen müsste.

Ich konnte es mir daher nicht verkneifen: „Bitte schön, dein Baby!“ weiterlesen

Alter Wein in multimedialen Schläuchen?

Ich war gestern an den Publishing Days in Bern und habe mir Jan Rikus Hillmann vorgeknöpft. Er sollte mir endlich mal erklären, was es mit dem fabulösen Storytelling denn so auf sich hat.

Storytelling – das ist nicht nur die Rettung des Journalismus, sondern auch ein Ding, das die ganze Kommunikation von Unternehmen mit ihren Kunden auf den Kopf stellt. Es sorgt dafür, dass diese Unternehmen nicht mehr als unnahbare Moloche, sondern als sympathische, freundliche Partner in Erscheinung treten, denen man natürlich gerne etwas abkauft.

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Terror von rechts – ein Beispiel für Storytelling, erstellt mit Pageflow.

So zumindest mein Vorurteil – der ich doch selbst schon von Storytelling gesprochen habe, ohne zu wissen, was das überhaupt ist.
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Tor ist ein Menschenrecht

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Im Patentrezept-Video diese Woche geht es um den Anonymisierungsdienst Tor. Der ist dazu da, uns Surfer etwas weniger durchsichtig zu machen. Für mich selbst war The Onion Router lange Zeit kein Thema, weil ich der Ansicht war, dass die «normalen» Schutzinstrumente gegen das Tracking, beispielsweise Ghostery (Guck mal, wer da Daten sammelt), ausreichen. Doch in Zeiten von Terrorangst ist der Schutz der Privatsphäre enorm unter die Räder gekommen. Da ist es legitim, Selbstschutzmassnahmen zu ergreifen. Und durch die Nutzung von Tor auch einfach ein Zeichen zu setzen.

Ich nutze Tor nicht konstant, so wie es zum Beispiel Herr Stallman tut. Aber bei Bedarf – für heikle Recherchen oder für Anfragen, die man niemandem erklären will, selbst wenn sie sich in den Grenzen des Gesetzes und der Moral bewegen.
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Programmieren fürs Auge

Processing ist eine Entwicklungsumgebung, mit der man grafische Anwendungen, Simulationen und Animationen entwickelt. Sie wurde am MIT als Open-Source-Projekt entwickelt und ist (wenn die Website denn mitspielt) unter Processing.org für Windows, Mac und Linux zu haben. Und für Android.

Wie bei Structure Synth, Context Free, Kandid, Chaoscope oder Pixel Bender entwickelt man mit einer (mehr oder weniger) einfachen Syntax seine Bilder und Animationen. Man programmiert seine Bilder gewissermassen, weswegen die Apps in den Bereich der algorithmischen Bilderzeugung.

Wie man sich die Syntax von Processing vorzustellen hat, wird im englischen Wikipedia-Artikel klar: Man kann einfach Linien ziehen, Farben für Hintergründe, etc. bestimmen und mit der Maus interagieren. Welches Potenzial in der App steckt, zeigt das im Screenshot abgebildete Beispiel eindrücklich: „Programmieren fürs Auge“ weiterlesen

Bitte trollen!

Seit Jahren ist eine meiner geheimen Leidenschaften, jeden zu trollen, der mir im Web eine dieser «Kundenzufriedenheitsumfragen» aufnötigt. Man trifft die sehr oft auf Support-Websites an – bei Microsoft, HP, Canon und Adobe, um die hier vorgeführten Beispiele zu erwähnen. Aber natürlich auch bei den anderen, Epson, Sony, Brother, Samsung, und wie sie alle heissen…

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Adobe: Wer fragt, darf die Antwort nicht scheuen. (Siehe zu Adobe auch den Beitrag von vorgestern: Adobe braucht Gegenwind)

Die Umfragen haben die Angewohnheit, aus dem Nichts aufzutauchen, und einen mit Fragen zur «Experience» der Website zu löchern: Wie beglückt sind Sie über unsere Suche? Wie toll finden Sie das Informationsangebot? Wie grossartig erleben Sie die Farbgestaltung? Was halten Sie vom animierten GIF in der rechten oberen Ecke, das unser Chefdesigner während Wochen absorbiert hat?

Und, die obligate Frage: „Bitte trollen!“ weiterlesen