Wie man sich selber zeugt

Es ging hier in der letzten Zeit immer mal wieder um Zeitreisen. Das ist auch heute nicht anders. Das Buch, wo zeitgereist wird, dass es den Teufel graust, heisst «The Man Who Folded Himself» (Wikipedia, Amazon Affiliate) in Deutsch «Zeitmaschinen gehen anders» (Phantastik-couch.de, Amazon Affiliate) von David Gerrold.

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Ähnlich verwirrlich wie Predestination.

Ein wirklich schräges Buch. Die Hauptfigur, Daniel Eakins, erhält von seinem Onkel Jim einen Zeitreisegürtel. Der kommt mit ausführlichen Instruktionen und macht klar, dass man mit ihm so wild durch alle Jahrhunderte hindurch streunen kann, wie es einem beliebt. Angst vor paradoxen Situationen braucht man nicht zu haben. Mit jeder Zeitreise wird eine neue Parallelrealität geschaffen, die für sich stimmig ist. Für den weltgewandten Zeitreisenden gibt auch Methoden, defekte Zeitstränge zu reparieren, bzw. ihnen zu entrinnen. Wichtig ist bloss, sich nicht so weit von der Ursprungsrealität zu entfernen, dass man nicht mehr dahin zurückkommt – falls einem denn etwas daran liegt.
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Noch einmal die Zeit zurückdrehen

Das Buch «Time and again» hat mir gut gefallen, wie man hier nachlesen kann. Der Autor Jack Finney hat 25 Jahre später eine Fortsetzung geschrieben. Sie heisst «From Time to Time» (Wikipedia, Amazon Affiliate) oder zu Deutsch «Im Strom der Zeit» (Amazon Affiliate).

Der zweite Teil vermochte mich nicht ganz so sehr in ihren Bann zu schlagen wie der bezaubernde Auftakt dieses Zeitreise-Abenteuers. Das ist aber nur ein kleiner Vorwurf – denn «Time and again» ist nahezu perfekt, was Stimmung, Atmosphäre und dramatische Wendungen angeht. «From Time to Time» ist ein würdiger Nachfolger, den man sich nicht entgehen lassen sollte.

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Frank Coffyn: Mit ihm macht Si einen spektakulären Flug über New York und unter der Brooklyn Bridge hindurch.

Kurz zur Geschichte – mit einigen Spoilern: Der Versuch von Hauptfigur Si Morley im letzten Buch, die Zeitreisen zu stoppen, noch bevor sie überhaupt beginnen konnten, ist gescheitert. „Noch einmal die Zeit zurückdrehen“ weiterlesen

Glücksgefühle, schräge Gadgets, Medienwandel

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Die «Sun Kissed»-Aktion: So viel Sonne gibt es trotz Klimawandel nicht. Bild: thephotographymuse/Flickr.com (CC BY 2.0)

Die neue Ausgabe des Publisher-Magazins gibt mir Gelegenheit, wieder einmal auf meinen Ausstoss der letzten Zeit hinzuweisen – der aus Gründen etwas weniger üppig ausgefallen ist als gewohnt.

  • Wozu die Luminanz­auswahl gut ist. In den Tipps und Tricks wird unter anderem erklärt, wie man Objekte in Photoshop freistellt, aber den Schlagschatten beibehält. Der Beitrag diskutiert den Unterschied von Dynamik und Sättigung, erklärt, wie man in InDesign eigene Grafiken als Aufzählungszeichen verwendet und wie man in InDesign eine Farbe wieder auf einen Farbton von 100 Prozent setzt.
  • Wie man seine Sucht (nicht) kuriert ist ein Beitrag aus den «Tipps aus dem Web». Es geht konkret um die «Pixelsucht», ferner um das gekonnte Mixen von Schriften, um die Frage «Echt – oder gephotoshoppt?» und um plakative Typografie. Plus: Welche Tricks kann man mit 3-D-Objekten in Photoshop erzielen und welche neuen Grafik-Apps operieren mit neuronalen Netzen?
  • Ideenfindung mit Hilfe der Crowd stellt Atizo.com vor und beschäftigt sich mit dem Medienwandel.
  • Übertreiben ist erwünscht! und lässt sich mit den neuen Downloads leicht bewerkstelligen. «Sun Kissed» ist eine Photoshop-Aktion, die das Glück mit dem Holzhammer verbreitet, «Psychedelic photo coloring» lässt einen im Farbrausch schwelgen, «Pixelator» bietet eine alternative Verfremdungsmethode (nicht immer nur verpixeln). Zwei Aktionen versuchen, in InDesign das Makro-Recording einzuführen. Und diverse Fonts («Attentica», «Blenda» und «Hallo Sans») buhlen um die Gunst der Leser.

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Weg mit WhatsApp


Falls das Video nicht erscheint, bitte hier klicken.

Man hat es geahnt: Facebook würde nicht 19 Milliarden in WhatsApp investieren, um dann nicht wenigstens ein paar Benutzerdaten aus diesem Investment herauszuschlagen. Und so ist in den letzten Tagen passiert, was unausweichlich war: Es fliessen Nutzungsdaten vom Messenger zum sozialen Netzwerk. Damit wir noch etwas transparenter werden.

Nun können viele intensive Facebook-Nutzer zu recht sagen: Egal, die wissen eh schon alles über mich. Man kann das aber auch zum Anlass nehmen, seine Abhängigkeiten etwas zu entbündeln, ein Zeichen zu setzen und WhatsApp den Rücken zu kehren. Das hilft auch den Nutzern, die bei WhatsApp bleiben – denn diejenigen, die mit den Füssen abstimmen, geben Mark Zuckerberg zu verstehen, dass er nicht beliebig tun und lassen kann, was er will.

Das Video führt vor, wie man in WhatsApp Widerspruch gegen den Datenaustausch einlegt. „Weg mit WhatsApp“ weiterlesen