Sehbefehl!

«Requiem for the American Dream» von und mit Noam Chomsky – einem Mann, den ich als Sprachwissenschaftler kannte, in diesem Dokumentarfilm aber als Kapitalismuskritiker schätzen lerne.

Netflix hat mir aus unerfindlichen Gründen Kapitalismuskritik als Interesse zugeordnet und mir den Film «Requiem for the American Dream» (Netflix, IMDB, Wiki, Amazon Affiliate) vorgeschlagen.

Der Film trägt, wie der Titel ankündigt, den amerikanischen Traum zu Grabe. Totengräber ist Noam Chomsky, mit dem ich es in seiner Eigenschaft als Linguist während meines Studiums zu tun bekommen habe. Er ist auch ein kühler Kopf und engagierter Linker, der es in 73 Minuten schafft uns zu erklären, weswegen heute die Welt aus dem Ruder läuft und die Demokratie von den dunklen Wirtschafts-Overlords untergebuttert wird.

Manche Thesen könnten auch von Verschwörungstheoretikern stammen

Und auch wenn das in meiner Zusammenfassung einen Anklang von Verschwörungstheorie hat und manche der zehn Thesen im Film auch von Verschwörungstheoretikern stammen könnten, ist Chomsky das Gegenteil davon: Ein unaufgeregter Analytiker, der immer bei den Fakten bleibt und gerade deswegen so eine argumentative Wucht entwickelt.

Mit dieser Philosophie kommt die Gesellschaft nicht weiter.

Unbedingt ansehen!

Autor: Matthias

Computerjournalist, Familienvater, Radiomensch und Podcaster, Nerd, Blogger und Skeptiker. Überzeugungstäter, was das Bloggen angeht – und Verfechter eines freien, offenen Internets, in dem nicht alle interessanten Inhalte in den Datensilos von ein paar grossen Internetkonzernen verschwinden. Wenn euch das Blog hier gefällt, dürft ihr mir gerne ein Bier oder einen Tee spendieren: paypal.me/schuessler

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