CSI kann jeder

Ich gehöre zu den Monday Morning Quarterbacks, die auch beim Tatort immer alles besser wissen. Darum fand ich, es sei an der Zeit, mein kriminalistisches Talent unter Beweis zu stellen. Dazu habe ich mir das Spiel «Criminal Case» besorgt (Android und iPhone/iPad).

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Die Rätsel bewegen sich auf dem Niveau des durchschnittlichen «Tatort»-Kommissars.

Das Spiel macht einen zum Tatortermittler in einer «düsteren, korrupten Stadt namens Grimsborough». Man sichert Beweismittel, lässt diese analysieren und überführt anhand der Spuren schliesslich den Täter – so, wie das der zur Selbstjustiz neigende Lt. Horatio Caine in Miami vorexerziert.

Allerdings ist, ich muss es leider sagen, die Ermittlungsarbeit in diesem Spiel einigermassen banal ausgefallen. „CSI kann jeder“ weiterlesen

Ein Fliessbandarbeiter für iOS

Workflow ist eine der von Apple speziell gepriesenen Apps von 2015, die ich auch in meinem Video zu den Überraschungen des letzten Jahres behandelt habe. Sie verdient an dieser Stelle jedenfalls eine etwas ausführlichere Besprechung.

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Links fixfertige Arbeitsabläufe in der Galerie, rechts einige der Befehle aus der Kategorie «Scripting».

Die App baut aus einzelnen Bestandteilen komplexe Arbeitsabläufe, die man per Play-Taste ausführt. Ähnlich wie Ifttt (siehe hier und hier) und doch anders: Es werden nämlich nicht nur Webdienste ausgewertet, sondern auch Arbeitsabläufe auf dem lokalen Gerät ausgeführt. Man könnte sagen: «If this then that» wurde hier mit Apples Automator verheiratet.

Was möglich ist, zeigt die Galerie: „Ein Fliessbandarbeiter für iOS“ weiterlesen

Der Shrink fürs PDF

Bei der Website Pdfshrink.com geht es nicht etwa darum, den PDF-Dateien die Psychosen und Neurosen auszutreiben. Nein, es geht nicht um shrink, sondern um shrink, also die Verkleinerung.

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Fünf Verkleinerungsmethoden, von denen die erste meine PDF-Datei allerdings vergrössert hat.

Die Nutzung ist ähnlich simpel wie bei den Verkleinerungsdiensten für JPG (JPGs kleinkriegen) und PNG (Das gleiche in Grün für PNGs): Man drag und droppt eine PDF-Datei aufs Browserfenster. Alternativ kann man auch PDF-Dateien direkt via Dropbox übermitteln. So spart man sich unterwegs den Umweg über die lokale Datenablage.

Da bei PDFs durchaus unterschiedlich radikale Verkleinerungen möglich sind, muss man sich dann für eine von fünf Stufen entscheiden:
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Ein weiterer ungeklärter Mord

«Serial» hat seinerzeit in der Podcast-Welt Wellen geworfen (siehe hier und hier). Die Podcast-Reihe, die eine Geschichte in mehreren, kontinuierlich recherchierten Folgen erzählt, ist im Moment in der zweiten Staffel. Es geht in dieser zweiten Staffel um das scheinbar unerklärliche Verschwinden des US-Sergeants Bowe Bergdahl, der unter dubiosen Umständen in die Gefangenschaft der Taliban geriet und fünf Jahre in Afghanistan und Pakistan ausharren musste. Die neueste Folge (5 O’Clock Shadow) hat mich an meine Rekrutenzeit erinnert, obwohl ich zugegeben nie in Afghanistan war. Aber dieses Disziplingetue in Situationen, wo es absolut sinnlos ist – da wäre ich auch davongelaufen.

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Warum nur?

Ende letzten Jahres hat der Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) dieses Format aufgegriffen und in seiner neunteiligen Recherche «Wer hat Burak erschossen?» versucht, dem bislang ungeklärten Mord am türkischstämmigen Jugendlichen Burak Bektaş auf den Grund zu kommen. Burak wurde 2012 auf offener Strasse erschossen, wobei auch zwei seiner Freunde verletzt wurden. Ein Motiv für die Tat hat die Polizei bislang nicht entdecken können. Ebensowenig wie einen Tatverdächtigen oder überzeugende Anhaltspunkte. Auch die Süddeutsche hat im letzten Jahr über den Fall berichtet. „Ein weiterer ungeklärter Mord“ weiterlesen

Wie ein Matheproblem eine spannende Scifi-Story abgibt

Neulich musste ich eines meiner Vorurteile über Bord werfen. Das Vorurteil, das mir explizit gar nicht bewusst war, lautete: Mir gefallen nur «westliche» Bücher. Geschichten aus allzu fernen Kulturkreisen sind mir so fremd, dass ich keinen Weg in die Geschichte hineinfinde.


… today, the universe blinks for you. (Im Buch sind die Worte an Wang Miao gerichtet.)

Nun habe ich mich trotzdem an das Buch «The Three-Body Problem» (三体, Wikipedia, Amazon) herangewagt. Es stammt vom chinesischen Autor Liu Cixin, der wissenschaftlich orientierte Sciencefiction schreibt – wie man schon am Titel merkt: Das Dreikörperproblem ist eine reale Aufgabe in der Astrophysik, bei der es darum geht, in einem System mit drei sich anziehenden Himmelskörpern die Bahnen zu berechnen.
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Endloses Querschlägertum

«Crossy Road» (Android/iPhone und iPad) ist ein Endless-Runner-, bzw. vielmehr ein Endless-Hopper-Game.

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Links: Ida aus «Monument Valley».
Rechts: Der Sänger Psy aus Südkorea: Wenn er im Takt tanzt, gibt es Extrapunkte.

Wie bei «Minion Rush» (Wir In-App-Purchase-Lakaien) oder «Temple Run» (Jogging für Gehfaule) geht es bei diesem Spiel darum, möglichst lang am Leben zu bleiben. Die Hindernisse in diesem Spiel sind querlaufende Verkehrswege: Strassen, Eisenbahnen und Wasserwege, auf denen das Risiko des Überfahrenwerdens und Ertrinkens herrscht.

Anders als die erwähnten Titel des Gernes bewegt man sich bei «Crossy Road» nicht mit einer vorgegebenen Geschwindigkeit vorwärts, sondern kann anhalten, umkehren und sich seitlich bewegen, um eine Lücke zwischen den Autos zu finden, bzw. bei den Flüssen eine dahintreibende Überquerungshilfe in Form von Baumstämmen oder Krokodilen zu erwischen. Allerdings kann man nicht ewig prokrastinieren: „Endloses Querschlägertum“ weiterlesen

Vier Verschwörer gegen ein fünfblätteriges Kraut

Ein Zeitungsmogul, ein Chemiekonzern, ein Finanzminister und der Leiter der Drogenbekämpfungsbehörde haben im Alleingang und handstreichartig der vielseitigen Nutzpflanze Hanf den Garaus gemacht. So geht die Legende… doch wenn man genauer hinschaut, dann wäre diese verschwörungstheoretische Interpretation weniger schlimm als die Wirklichkeit.
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Metadaten ergründen und bereinigen

Die App ViewExif (im Moment kostenlos) zeigt die Metadaten von Fotos an: Nicht nur Dateiname, Grösse, Abmessungen, Aufnahmezeit und -ort, sondern auch die Parameter wie die ISO-Einstellung, die Blende, Belichtungszeit, -modus und -programm sowie Brennweite und ob der Blitz ausgelöst hat oder nicht. Diese Informationen sind meistens nur für Fotonerds von Interesse. Es gibt aber auch Situationen, wo die Nicht-Foto-Nerds sie nutzbringend finden können. Beispielsweise, wenn sie gerne herausfinden möchten, mit welchem Programm ein digitales Foto wohl bearbeitet wurde: Diese Angabe findet sich nämlich auch im Exif-Datensatz.

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Metapho löscht Ortsdaten aus Bildern – damit sie geteilt werden können, ohne dass zuviel preisgegeben wird.

Ich verwende zum gleichen Zweck auch Exif & IPTC Metadata Browser (1 Franken im App Store). Diese App erfüllt ihren Zweck ebenfalls, ist aber nicht ganz so praktisch in der Benutzung. „Metadaten ergründen und bereinigen“ weiterlesen

Sichere E-Mails!


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Das Video erklärt, wie man verschlüsselte Nachrichten sendet und empfängt – und gibt einige Tipps, wie man seinen öffentlichen Schlüssel unter die Leute bringt. Mit der impliziten Empfehlung, diese Möglichkeit bei sensiblen Nachrichten zu nutzen. Und sei es nur, um ein Zeichen zu setzen.
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