Clownskotze deluxe

151103-hdr-pro-hdr.jpg
Herbststimmung, vom Eschenbergturm aus mit der Pro HDR-App fotografiert.

Die Kamera-App des iPhones beherrscht seit iOS 7.1 auch HDR. High Dynamic Range Image trägt dem Umstand Rechnung, dass die Spannweite zwischen Hell und Dunkel in der Realität grösser ist als auf Fotos. Die analogen und digitalen Bildmedien haben einen vergleichsweise beschränkten Helligkeitsumfang: 9,5 Blendenstufen beim Farbnegativ-Film, 6 Blendenstufen beim Hochglanzpapierfoto, 6,5 Blendenstufen beim Fotosensor, sagt henner.info. Die nähere Zukunft soll mit Dolby Vision Displays – und damit auch digitale Inhalte mit mehr Dynamik bringen, entsprechende Fernseher waren eines der Highlights an der CES und der Ifa 2015. Doch bis die ganze Kette von Sensor bis Bildschirm den Schritt zu mehr Dynamik mitgemacht haben, dürfte es noch einige Produktezyklen und technische Fortschritte brauchen.

Das heisst, dass wir uns weiterhin mit Tricks behelfen müssen, um den Dynamikumfang eines Bildes zu erweitern – und bei Gegenlicht oder anderen Situationen mit sehr starken Helligkeitsunterschieden ausgebrannte Lichter und abgesoffene Schatten zu vermeiden. „Clownskotze deluxe“ weiterlesen

Jesus und die Katze von Schrödinger

Ein Buch ist wie die Schrödingers Kiste, in der die Katze hockt, von der man ihre Vitalzeichen nicht kennt. Die Katze versinnbildlicht das ganze Panoptikum an Figuren und Ereignissen, das ein Autor vor dem Leser errichtet. Ob diese Katze fröhlich lebt oder tot in der Ecke liegt, erfährt man nur, wenn man das Buch aufschlägt und mit Lesen beginnt. Bevor man das tut, kann jedes Buch das tollste Buch der Welt sein. Eines, auf das man sein ganzes lesende Leben gewartet hat. Sobald man den ersten Satz gelesen hat, ist diese Möglichkeit bei vielen Büchern definitiv vom Tisch. Und bei den unerfreulicheren Büchern entfremdet man sich mit jedem weiteren Abschnitt vom Autor und seinem literarischen Angebot.

151102-jesusvideo.jpg
Der Vorgänger des Buchs, «Das Jesus-Video» wurde solide verfilmt. Trotzdem wendet man sich besser dem literarischen Original zu. (Bild: Presseportal.de)

Das Buch Der Jesus-Deal (Amazon-Affiliate) ist ein Buch, dessen Titel einen vermuten lässt, dass die Katze nicht nur tot ist, sondern obendrein verwest und fürchterlich stinkt. Ein «Deal» von oder mit dem Heiland himself muss fast zwangsläufig in einem boulevardesk derart überzogenen Plot enden, dass man nicht nur die Katze verflucht, sondern die ganze Kiste auf den Mond schiessen möchte.

Nun hat dieses Buch aber nicht irgend einer geschrieben, sondern der von mir hochverehrte Andreas Eschbach. Er hat mehrfach bewiesen, dass er auch abgefahrene Wendungen glaubhaft vermittelt. Seine fantastischen Geschichten sind immer hervorragend recherchiert und glaubhaft in der Realität verankert. „Jesus und die Katze von Schrödinger“ weiterlesen