Es muss nicht immer Word sein

… auch am Tablet nicht. Im Video stelle ich drei Textverarbeitungs-Alternativen zu Microsoft mit Word, Apple mit Pages und Google mit Docs vor. Vorgestellt werden eine klassische Suite, ein kreatives Gestaltungsprogramm und eine spartanische Text-App für Fans von Markdown. (Siehe dazu auch Markdown ist perfekt fürs Tablet und Texte schreiben auf die archaische Art.)


Falls das Video nicht erscheint, bitte hier klicken.
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Der Obsoleszenz trotzen

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Heute ist ein Lob angesagt! Und zwar an die Adresse von Kingston, dem US-amerikanischen Hersteller von Speichermedien.

Ich kritisiere in diesem Blog gelegentlich Elektronik, die auch bescheidene Ansprüche in Sachen Zuverlässigkeit und Robustheit nicht erfüllt. Kopfhörer zum Beispiel, die schneller kaputtgehen, als man sie kaufen kann. Die geplante Obsoleszenz lässt grüssen! (Der im Beitrag Das Nonplusultra bei der mobilen Klangversorgung? vorgestellte Bose-Kopfhörer allerdings zeigt nach elf Monaten intensiver Nutzung noch keine Verschleisserscheinungen.)
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Zum Glück gibt es Quark noch

Im Beitrag Gestalterische Fingerakrobatik hatte ich die schöne App Comp CC von Adobe vorgestellt, mit der sich Layouts am Tablet erstellen lassen und zwar einfach, indem man Bild- und Textrahmen ins Dokument zeichnet. Neulich habe ich mir überlegt, ob die App ein Tipp fürs breite Publikum wäre. Die Erkenntnis: Sie ist es leider nicht. Und zwar einzig aus dem Grund, dass es keine vernünftige Exportmöglichkeit gibt. Es ist nicht möglich, die gestalteten Drucksachen als PDF aus der App zu bekommen. Das einzige, was Adobe einem gibt, ist ein grob aufgelöstes Bild. Das ist selbst für den Heimdrucker unbrauchbar. Adobe sieht für eine qualitativ akzeptable Ausgabe nur den Weg über eine Anwendung der Creative Suite vor. Man benötigt somit InDesign, Illustrator oder Photoshop in einer Mietversion, um mit der App wirklich etwas anfangen zu können. Womit Adobe Comp als Empfehlung fürs breite Publikum leider gestorben ist.

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Layouten am iPad – und es kommt kein Quark dabei heraus.

Aber zum Glück ist Adobe noch nicht Alleinherrscher über die Welt des professionellen und semiprofessionellen Publishings. „Zum Glück gibt es Quark noch“ weiterlesen

007s Gadget sind ein Dreck dagegen!

Die Gadgets des weltbekannten Alkoholikers, der nebenbei auch für den Geheimdienst ihrer Majestät arbeitet, sind ein Dreck im Vergleich zu den Waffen, die sich die Central Intelligence Agency in den 1950-er Jahren heranzüchten wollte. Der Mann mit dem Klumpfuss – der einem Bösewicht à la Ernst Stavro Blofeld in keinster Weise nachsteht – wollte damals lernen, wie man die Psyche der Menschen manipuliert: Wie man Geheimnisse extrahiert und Befehle implantiert.
Das Ziel: Aus Menschen Waffen zu machen, die man jederzeit aktivieren kann. So dilettantisch diese Menschenversuche waren, haben sie vielen das Leben gekostet und letztlich nichts gebracht. Ausser Verschwörungstheoretiker, die sich heute noch für Opfer der staatlichen Gehirnwäscher halten.
Und nebenbei bemerkt: In dieses dreckige kleine Geheimnis der US-amerikanischen Auslandgeheimdienstler war auch die Basler Sandoz verwickelt…
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Usabilty-Empfehlungen zu Handen der Schweizerischen Bundesbahnen

Letzte Woche hatte ich Besuch, mit dem ich einige Ausflüge per Zug unternommen habe. Dafür brauchte er jeweils Billette, was mir die Gelegenheit gegeben hat, mich mit den Automaten der SBB herumzuschlagen.

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Beim Kerngeschäft spitze und allen Widrigkeiten gewachsen. Beim Drumherum gibt es Luft nach oben. (Bild: Carlo Bonari/Flickr.com)

Und die können, so meine Feststellung, auch einen mit Technik einigermassen bewanderten Mensch innert kürzester Zeit in den Wahnsinn treiben. Wenn man mit dem öffentlichen Verkehr in der Schweiz nicht vertraut ist, dann hat man keine Chance, innert nützlicher Frist das richtige (und vielleicht sogar das günstigste) Ticket zu kaufen – es gibt zu viele Optionen – unter anderen auch solche wie das Aufladen von Prepaid-Handys, die nun gar nichts mit der eigentlichen Aufgabe der Kästen zu tun hat.

Zonen? Via dieses oder jenes Kaff?
Da wäre erstens die Sache mit den Zonen, bzw. den unterschiedlichen Routen. „Usabilty-Empfehlungen zu Handen der Schweizerischen Bundesbahnen“ weiterlesen

Jetzt bin ich schuld an Apples Fehlern?

Neulich kriegte ich Zuschauerpost. Es ging um dieses Video.

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Wurmstichige Apple-Empfehlung? (Bild: Pete/Flickr.com)

Es ist schon eine Weile her, dass du das neue Mac-OS vorgestellt und gelobt hast. Leider, muss ich heute sagen, liess ich mich deswegen dazu verleiten, dieses zu installieren – obschon ich die neuen Funktionen eigentlich gar nicht brauche.

Das Resultat: Die Maschinen – ja, der Plural ist hier angebracht – sind nicht nur deutlich langsamer geworden, sondern es traten und treten zudem haarsträubende, unerklärliche und leider auch nicht konsistent nachvollziehbare Fehler auf, die nicht nur sehr ärgerlich sind, sondern auch die Qualität haben, Geschäfte zu vermasseln.

Darauf folgte eine Beschreibung der Probleme mit Mail und InDesign, und folgendes Schlusswort:
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Medien mal so und mal anders

Heute mal wirklich kurz, zu zwei Blogs, die ich seit einiger Zeit gern lese.

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Der Name ist Programm. (Bild: Miguel Pires da Rosa/Flickr.com)

Markus Böhm ist der Kioskforscher. Er schreibt unter anderem beim Spiegel Online fürs Netzwelt-Ressort – was eine erfrischende Kontradiktion ergibt: Ein Digitaljournalist, der (im Internet) über so etwas Altmodisches wie Zeitschriften schreibt. Doch wie Böhm im Impressum sagt: «Ich liebe Zeitschriften und habe sie schon immer geliebt.» „Medien mal so und mal anders“ weiterlesen

Apples Unterlassungssünde ausbügeln

Die neuen Live-Fotos von iOS 9 und iPhone 6s sind eine nette Spielerei, die mal mehr, mal weniger bringt. Richtig zu Ende gedacht scheint mir die Funktion jedenfalls nicht: Es ist mühsam, die Live-Funktion bei Bildern abzuschalten, wo sie nicht sinnvoll ist. Man muss in der Foto-App auf Bearbeiten tippen und dann das Symbol mit den konzentrischen Kreisen deaktivieren. Und es gibt keine vernünftige Möglichkeit, die lebendigen Bilder an Leute weiterzugeben, die nicht zum Apple-Universum gehören, iOS 9 nicht nutzen oder eine Nicht-Apple-Kommunikations-App wie WhatsApp nutzen. Es fehlt eine vernünftige Exportfunktion, mit der man aus den lebendigen Fotos ein animiertes Gif oder eine Filmdatei macht. Die ist nicht vorhanden – und Apple hat noch nicht einmal iMovie angepasst, sodass man dort die Live-Bilder editieren und aneinanderreihen könnte.

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Links die Gif-Export-Einstellungen von Lively, rechts Lean beim Bereinigen der Live-Bilder.
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Ein Hoch auf die Cloud!

Gestern war ich an den Swiss Publishing Days in Bern und habe mit dem Godfather of Publishing, Haeme Ulrich gesprochen. Es ist ein spannendes Gespräch über die Cloud geworden. Haeme ist ja ein grosser Verfechter der Cloud und findet, sie mache uns nicht nur effizienter, sondern auch kreativer – und es werde in Zukunft kein Weg mehr an Mietsoftware und Datenwolke vorbeiführen.

Ich habe mich nach Kräften bemüht, den Skeptiker zu mimen und auf Datenschutzbedenken, Gefahren für die Produktionssicherheit und immer grösser werdende Komplexität hinzuweisen. „Ein Hoch auf die Cloud!“ weiterlesen

Auf der Müllhalde der digitalen Geschichte

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Sowohl Microsoft als auch Apple haben mehrfach probiert, den Desktop sinnvoll anzureichern. Der Screenshot oben zeigt das Dashboard, das Apple mit Mac OS X 10.4 eingeführt hat. Im Beitrag «Kleinkram für den Tiger-Desktop» habe ich am 20. Juni 2005 geschrieben:

Das Dashboard ist nichts für Puristen und Ordnungsfreaks: Die augenfällige Neuerung aus Apples neuem Betriebssystem Tiger lädt geradezu ein, den Desktop mit vielen bunten Miniprogrämmchen zu übersäen und das gleiche Durcheinander anzurichten, das bei vielen Zeitgenossen auch auf dem realen Schreibtisch herrscht.

Abgesehen von der Verluderungsgefahr ist das Dashboard eine gute Sache: In so genannten Widgets präsentiert dieses «Armaturenbrett» wichtige Informationen und kleine Spielereien. Die Bezeichnung Widget ist ein Zusammenzug aus Window und Gadget und bedeutet so viel wie Trickfenster.

Bei Microsoft hiess der erste Versuch Active Desktop. „Auf der Müllhalde der digitalen Geschichte“ weiterlesen