Der hat meine Roman-Idee geklaut!

Peter Clines Buch «14» von neulich hat mir so gut gefallen, dass ich mich entschloss, mit The Fold nachzudoppeln. Dieses Buch gibt es unter dem Titel Der Spalt auch auf Deutsch. Und es war, auf gewisse Weise, ein Ärgernis.

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Nicht immer ist das hinter einer Tür, was man dort vermuten würde. (Bild: =Nahemoth=/Flickr.com)

Um das zu begründen, muss ich ein paar Spoiler krachen lassen. Wie gewohnt kommen die Spoiler aber erst gegen Ende des Beitrags, nämlich nach dem Fazit. So können die Leser dieses Blogs, deren Interesse ich geweckt habe, ihre Kaufentscheidung treffen, ohne fertiglesen zu müssen.

Also: «The Fold» kommt bezüglich Spannung und Nerdquotient nicht ganz an «14» heran. Jene Geschichte war vom Aufbau her noch stimmiger, dichter erzählt, und auch das Figuren-Ensemle war noch ein bisschen bunter. Das Buch – es ist übrigens brandneu und wurde erst im Juni 2015 veröffentlicht – braucht etwas lange, bis es in Fahrt kommt. Doch dann liefert es, genau wie «14» von 2012, einen drehbuchreifen Showdown. Es gibt sogar frappante Parallelen bei den beiden Büchern, die ich erst darauf zurückgeführt habe, dass der Autor halt ein bewährtes Erzählmuster wiederverwendet (was manche kritisieren würden, mich aber nicht stört, wenn das Erzählmuster gut ist und alles andere stimmt). Gegen Ende wurde mir klar, dass das Buch im gleichen Erzähluniversum wie «14» spielt. (Nicht jedoch zwingendermassen im gleichen Paralleluniversum. Mehr dazu aber weiter unten.)
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IPv… wieviel?

Die UPC-Cablecom hat IPv6 auf der ganzen Linie verschlafen.

Es ist nun auch schon wieder vier Jahre her, seit IPv6 ein grosses Thema war. Ich habe damals ausführlich über das Thema geschrieben. Es gab am 8. Juni 2011 den IPv6-Tag, der ein grosser Erfolg war.

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Gebt dem Mann doch endlich ein zeitgemässes Röhrli!

Und seither? Lief IHMO nichts. Null. Nada. Ich habe mich neulich darüber gewundert, dass mein Internet-Anschluss von der UPC-Cablecom offenbar nach wie vor gar nichts mit dem neuen Standard anfangen kann – und bin bei meinen Nachforschungen auf die Meldung Informationen zu IPv6 DS-Lite gestossen, die vor zwei Wochen veröffentlicht wurde:

UPC-Cablecom führt schrittweise IPv6 DS-Lite ein. Dies bedeutet, dass alle Kunden einen öffentlichen IPv6-Adressbereich und einen privaten IPv4-Adressbereich erhalten. Horizon-Kunden sind davon zu Beginn ausgeschlossen.

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Als das Mobiltelefon noch ein Datengefängnis war

Alles viel einfacher heute beim Datenaustausch… oder doch nicht?

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Damals der letzte Retter in der Not.

Ohne Zweifel hat die Cloud ihre Schwächen und Probleme. Das Leben macht sie uns aber leichter. Die Kamerasicherung schickt neue Fotos automatisch in die Dropbox oder in den iCloud-Fotostream. Via Google werden Kontakte und Termine synchronisiert. Und in der Datensicherung landen nicht nur SMS oder WhatsApp-Kurzmitteilungen, sondern auch spektakuläre High-Scores bei Orbital oder Relic Run.

Das war bekanntlich nicht immer so. „Als das Mobiltelefon noch ein Datengefängnis war“ weiterlesen

Schluss mit Browser-Ärger

Mehr Sicherheit, Stabilität und Zuverlässigkeit beim Browser – darauf zielen die Tipps aus der neuesten Folge der digitalen Patentrezepte ab. Da es mehr als einen Browser gibt, habe ich auch verschiedene Varianten des Videos gemacht: Je eines für Firefox, Google Chrome und den Internet Explorer.

Hier das Video für Firefox:


Falls das Video nicht erscheint, bitte hier klicken.

Das ist das Video für Google Chrome:
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Der King unter den Nerds

Ich habe einen neuen Lieblingsautor. Er heisst Peter Clines und wohnt dort, wo Stephen Kings Bücher oft handeln: In Maine:

Peter Clines grew up in the Stephen King fallout zone of Maine and–inspired by comic books, Star Wars, and Saturday morning cartoons–started writing at the age of eight with his first epic novel, Lizard Men From The Center Of The Earth.

So heisst es in der Biografie auf der Website des Autors, und das ist nicht zu viel versprochen: Da mischen sich horrorhafte Szenarien in der Tradition von Stephen King mit Black-Hat-Hacker-Kultur und nerdhaften Elementen. Beispiel 14 (bislang leider offenbar nur in Englisch erhältlich). In dieser Geschichte zieht Nate in eine Wohnung. Er kann sich mit dem kleinen Löhnchen, das sein beschissener Job abwirft, keine wirklich luxuriöse Bleibe leisten. Daher nimmt er die Wohnung, die ihm ein Arbeitskollege empfohlen hat, obwohl sie sich in einem etwas seltsamen Haus befindet, in dem es grüne Kakerlaken gibt. Und viele leicht sonderbare Mitbewohner, wie die leicht exhibitionistische Xela, die gerne oben ohne auf dem Flachdach sonnenbadet.

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Da sieht man mal, was sich im Kopf eines Horrorautors befindet.
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Das mit Windows 10 ging doch ziemlich in die Hose

Kein WLAN, falsche Grafikanzeige – fast ein ganzer Ferientag ging flöten, bis mein auf Windows 10 aufdatierter Rechner wieder zu benutzen war.

Eigentlich hatte ich mich auf Windows 10 gefreut und das Update empfohlen – siehe Beitrag Windows 10 herunterladen? in diesem Blog.

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Die Apps sind richtig sortiert und die Bildschirmauflösung ist korrigiert – aber dafür sind manche der kleinen Kacheln nur zur Hälfte zu sehen.

Gestern tauchte nun das reservierte Betriebssystem auf und wurde nach wenigen Klicks automatisch installiert. Erfreulich unkompliziert. So schien es auf den ersten Blick.

Nachdem das Update durch war und Windows 10 zum ersten Mal startete, war die Freude jedoch schnell verflogen. Der Computer zeigte sich nach dem Update von Windows 8.1 in einem nicht brauchbaren Zustand. „Das mit Windows 10 ging doch ziemlich in die Hose“ weiterlesen

So geht das mit den Aliens

Ernest Cline hat nachgelegt. Er ist der Mann, der die Leser unter den Nerds mit Ready Player One in den Bann geschlagen hat. Im Roman geht es um die meisterhafte Vermischung von Game-Fiktion und Realität – um ein Abenteuer, das in einem Videospiel-Umfeld stattfindet, aber so ernst ist wie das echte Leben. Cline geht in dem Buch virtuos mit all den Versatzstücken der nerdzentrierten Populärkultur um und baut aus ihnen eine stimmige, und trotzdem emotional ansprechende Geschichte, die eine solide Brücke zwischen Gamer-Paralleluniversum und literarischem Eskapismus schlägt. Ich habe das Buch im Beitrag Nerdgasmus und Popkulturklimax besprochen.

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Autor Ernest Cline ist selbst ein echter Nerd – er fährt nämlich wie Marty McFly einen DeLorean , den man auch in der (auf Netflix verfügbaren) Dokumentation Atari: Game Over zu sehen bekommt. Rechts Wil Wheaton, der nicht nur «Ready Player One», sondern auch das Hörbuch von «Armada» liest.

Armada ist der Titel des neuen Werks. Es arbeitet mit dem gleichen Prinzip wie «Ready Player One», indem es die Welt der Videospiele Realität werden lässt. Wie üblich, um hier den Lesespass nicht zu verderben, mein Fazit vorneweg – sodass die Leserinnen und Leser, die mit solcherlei Geschichten etwas anfangen können, nicht zu viele Spoiler erdulden müssen. Gegen Ende folgt dann eine kurze Inhaltsangabe, die ihr aber gern überlesen dürft. (Die ist jeweils eher als Erinnerungsstütze für mich gedacht, falls ich später, sei es fürs Radio oder für die Zeitung, noch einmal auf das Buch zurückkommen will.)
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Öffnung im digitalen Büchermarkt?

Der Anteil an E-Books wächst langsam – aber er wächst. Für die Schweiz habe ich keine schlüssigen Zahlen gefunden, aber für Deutschland ist er laut dieser Grafik von 0,5 Prozent 2010 auf 4,3 Prozent angestiegen. Der E-Book-Markt habe sich «vom Nischen- zum Massenmarkt entwickelt», heisst es auch im GfK-Bericht zum Buchhandel.

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Ohne DRM ginge es schneller aufwärts.

Einer der grössten Hemmschuhe in diesem Markt ist IMHO das DRM. Es macht die E-Books schwer zu benutzen und macht aus aus ihnen ein sehr zukunfts-unsicheres Medium. Denn ob man seine digital gekauften Bücher in fünf, geschweige denn 20 Jahren noch wird öffnen können, garantiert einem niemand.

Darum habe ich mich sehr über die Meldung von heise.de gefreut, dass Piper, Ullstein und Carlsen das harte DRM abgeschafft haben und stattdessen auf ein Wasserzeichen setzen. „Öffnung im digitalen Büchermarkt?“ weiterlesen

Google den Meister zeigen


Falls das Video nicht erscheint, bitte hier klicken.

In der jüngsten Ausgabe der digitalen Patentrezepte geht es um die effektive Informationssuche im Internet. Da steht natürlich die bekannteste Suchmaschine aller Suchmaschinen im Zentrum – aber es gibt auch Tipps zur Konkurrenz: Bing, startpage.com und zur Möglichkeit, direkt bei Wikipedia nachzuschlagen.

Und als Da Capo: „Google den Meister zeigen“ weiterlesen

Treibstoff für Nerds

Nachdem das Szenegetränk überhaupt – wenn man denn bei uns Nerds von einer Szene sprechen kann – in mehreren Winterthurer Lokalen aufgetaucht ist, komme ich nicht umhin, es hier zu besprechen. Es handelt sich um die famose Club Mate, die man sich im Kafisatz oder beim Portier zu Gemüte führen oder via clubmate.ch ordern kann.

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In Winterthur angekommen – und trotzdem immer noch cool!

Ich mache es (untypischerweise) kurz: „Treibstoff für Nerds“ weiterlesen