Beim Fensterln mitfilmen

Aus Gründen brauchte ich neulich eine Software für die Aufzeichnung von Screencasts unter Windows. Beim Mac ist die Sache bekanntlich einfach: Man nimmt sich den QuickTime-Player, klickt auf Ablage > Neue Bildschirmaufnahme, dann auf den roten Knopf, und los geht es1.

Bei Windows gibt es keine eingebaute Möglichkeit für Screencasts; das Snipping Tool nimmt nur Standbilder auf. Ich habe diverse Anwendungen ausprobiert, ohne im Gratisbereich etwas zu finden, was auch getaugt hätte. Bei vielen der Gratisprogramme hat man als Aufnahmeformate nur die Uralt-Codecs von Microsoft zur Verfügung, oder man kann den Aufnahmebereich nicht festlegen. Oder die Bedienung ist ein Graus. Und so weiter.

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Screencasts in der optimalen Auflösung.

Darum habe ich nach einer kleinen Evaluationsphase 30 Euro für HyperCam 3 aufgeworfen. Das Programm hat einen angenehmen Funktionsumfang: „Beim Fensterln mitfilmen“ weiterlesen

Programmieren ist schön! (Wortwörtlich!)

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Sowas hat man lieber auf dem Bildschirm als im Kopf… (Mikael Hvidtfeldt Christensen/Flickr.com)

Viele meiner Sätze fangen an mit «Wenn ich einmal Zeit habe…».

Wenn ich einmal Zeit habe, arbeite ich mich in die iOS-Programmierung ein, migriere meine Website auf ein «richtiges» CMS, drehe ich tolle Zeitraffer-Filme, schreibe ich einen Roman, lerne ich, mit der Reactable-App (Musik-Lego) etwas Vernünftiges anzustellen. Und so weiter.

Auch dieser Blogpost fängt mit «Wenn ich einmal Zeit habe…» an. Und geht weiter mit: Dann mache ich etwas Tolles mit Structure Synth.
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SRF muss innovativer werden

Die Abstimmung vom 14. Juni zum Systemwechsel bei den Radio- und Fernsehgebühren hat auch eine Debatte um die SRG und den Service Public ausgelöst. Ich werde für die Revision des Radio- und TV-Gesetzes (RTVG) stimmen, weil ich das Haushaltsystem befürworte und die SRG für eine gute Sache halte.

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Jungtalente, bitte hier platz nehmen. (Bild: SRF)

Andererseits ist es tatsächlich sinnvoll, die SRG auf den Prüfstand zu stellen und anlässlich der Abstimmung zu fragen: Macht sie eigentlich einen guten Job? Ich habe in diesem Blog vor allem das Radio kritisiert. „SRF muss innovativer werden“ weiterlesen

Mehr Platz auf der Mac-Festplatte

Für ein Videoprojekt brauche ich mehr Platz auf der Festplatte meines Macbooks. Ich habe darum Mediendateien, die ich nicht im Direktzugriff benötige, auf eine externe Festplatte ausgelagert. Ersparnis: Ungefähr 50 GB.

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Muss das da sein oder kann das weg?

Bei dieser Aktion bin ich auf den Ordner Musik/iTunes/Mobile Applications gestossen. Dort stecken bei mir knapp 21 GB. Es handelt sich um die Apps meiner iOS-Geräte, die für die Synchronisieren via USB-Kabel oder WLAN auf dem Computer bereitgehalten werden. Man hat das ja fast schon verdrängt, aber zum Anfang der App-Ära hat man die Apps in iTunes ausgesucht und heruntergeladen und dann via Sync auf sein iPhone verfrachtet.

Heute ist das nicht mehr nötig: Der Königsweg ist, Apps am iOS-Gerät auszusuchen, herunterzuladen und zu aktualisieren. Die lokale Speicherung ist wirklich nur noch ein alter Zopf und eine Platzverschwendung. In meinem Archiv gibt es auch längst gelöschte und veraltete Apps.

Der gute, alte Löschimpuls…
Der Impuls ist also, alle IPA-Dateien aus diesem Ordner zu löschen. „Mehr Platz auf der Mac-Festplatte“ weiterlesen

Audioschleuder für Windows

Unter Windows externe Lautsprecher übers WLAN zu bespielen, geht. Aber es ist unfassbar kompliziert. Eine Gratissoftware macht es zum Glück einfacher.

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Klick, klick, klick, klick, Musik.

Neulich habe ich einen Airplay-kompatiblen Lautsprecher vorgestellt, das in unserem Haushalt liebevoll «Brüllkübelchen» genannte Libratone Zipp. Nun beherrscht dieses schöne Gadget nicht nur Airplay, sondern auch das Konkurrenz- oder Alternativ-Protokoll der Digital Living Network Alliance. Wenn man Musik über Windows abspielen möchte, dann verwendet man DLNA.

Unter Windows erscheint im Explorer beim Rechtklick auf eine Audiodatei im Kontextmenü der Befehl Play to > Brüllkübelchen (not Windows certified). Als Randbemerkung ist zu sagen, dass es mir am Heck vorbeigeht, ob das Gerät nun Windows-zertifiziert ist oder nicht. Aber es funktioniert. Wählt man den Befehl, kommt ein simples Fenster mit den Steuerelementen des Windows Media Players, das die Musik drahtlos auf dem Lautsprecher abspielt. Klappt gut.
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Weisst du, was da für ein Sternlein steht?

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Augmented Reality: Die sichtbare Welt wird mit einer erklärenden Ebene überlagert, die Sternbilder und Planeten visualisiert.
Rechts die Suchfunktion: Möchte man wissen, wo sich ein Planet, Satellit oder die ISS befindet, sucht man via Katalog nach dem Objekt und lässt sich von der App zu ihm hinnavigieren.

Eine meiner absoluten (und hier fahrlässigerweise noch nie besprochenen) Lieblings-Apps ist Sky View von Terminal Eleven, für 2 Franken im App Store und für 1,89 für Android zu haben. Es gibt auch eine Gratisversion (Android/Apple App-Store), aber die Kaufversion ist ihr Geld allemal wert.

Dem Himmel so nah…
Es handelt sich um eine Astronomie-App, die einem den nächtlichen Himmel näher bringt. Sie bildet ihn Display des Smartphones ab, wobei man dank GPS und Kompasses am Bildschirm den Himmelsausschnitt vor sich hat, den man auch mit dem nackten Auge sieht. „Weisst du, was da für ein Sternlein steht?“ weiterlesen

Mord in Photoshop

Ich lobe Adobe selten, aber das ist eine klevere Idee: Ein Mordfall, der in einer einzigen riesigen Photoshop-Datei steckt, die man Ebene für Ebene zerlegen muss….

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So präsentiert sich der Tatort nach dem Öffnen der Datei in Photoshop…

Krimis gibt es als Buch, Film, Hörspiel und Hörbuch, Theater und als Krimidinner… und es gibt auch einen Krimi als Photoshop-Datei. Letzterem bin ich neulich auf der offiziellen Photoshop-Facebook-Seite begegnet. Die Frage lautet: Wer hat Professor Photoheim an seiner Halloween-Party abgemurkst? Es gibt drei Verdächtige. Um das Rätsel zu lösen, muss man herausfinden, wer es getan hat und was das Motiv für die grässliche Tat ist.
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Seinen sozialmedialen Claim abstecken

Wer zu spät kommt, den bestraft das Internet. Und zwar, indem der bevorzugte Benutzername bei den wichtigen Webdiensten schon von jemand anderem reserviert wurde. Zum Abstecken des sozialmedialen Claims gehört es, sich frühzeitig zu registrieren, selbst wenn man einen Dienst nicht zu verwenden gedenkt. Nur für den Fall der Fälle.

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Mein Name wäre noch fast überall zu haben. (Wenn ich mich denn mit matthiasschuessler registrieren wollen würde.)
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Hab mich lieb, du doofer Leser

Die Pubertät gehört nun nicht zu den allerschönsten Abschnitten des menschlichen Lebens. Es gibt zwar durchaus bemerkenswerte Entdeckungen zu machen, aber man bekommt auch einige Lektionen fürs Leben mit, die nicht unbedingt die reine Freude sind. Eine solche Lektion ist zum Beispiel, dass es nichts bringt, um Liebe zu betteln. Entweder, man wird geliebt. Oder nicht. Und im zweiten, abschlägigen Fall bringt es nichts, Liebe einzufordern. Oder darum zu betteln. Oder sie passiv-aggressiv erstänkern zu wollen.

Diese Lektion haben präpubertäre Medien wie blick.ch oder focus.de leider noch nicht gemacht. Sie betteln ungeniert um die Zuneigung des Publikums: «Bitte schenkt uns doch ein Like auf Facebook!» Beziehungsweise, im schönsten Denglisch bei Blick: «Liken Sie Blick auf Facebook!»

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Nicht zum Liken: Das deutsche Verb «liken»
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