Mehr Mut zur Nacktheit

«Betreibt Sexting. Sexting ist grossartig», sagt einer, der es wissen muss. Doch Mat Honan, dessen eigene Sexbilder unfreiwillig im Netz gelandet sind, ist ein einsamer Rufer in der Wüste. Trotz der ganzen Pornografie im Internet befördert das Netz die Prüderie.

Kevin und ich haben in der letzten Kummerbox-Live-Sendung der Prüderie den Kampf angesagt. Auslöser war Blogger. Googles Blog-Plattform verbietet sexuelle Inhalte; spiegel.de und viele andere haben berichtet. Künstlerische Nacktheit ist irgendwie noch okay, aber wo Kunst anfängt und das Leben aufhört (oder umgekehrt), liegt im Auge des Betrachters. Oder bei den Geschmacksknospen des Konsumenten.

Macht mehr Nacktfotos! (Original: Detlef Herting/fotocommunity.de)

Nicht nur das: Tumblr hat mit einem eigenen Sexverbot nachgezogen. Skype verbietet das Versenden von Nacktbildern. Und Snapchat will die Kinder vom Sexting abhalten. Da ist ungefähr gleich intelligent, wie wenn Autohersteller ihre Produkte künftig als Zierde für die Hauseinfahrt anpreisen würden, weil der Strassenverkehr ja so gefährlich ist.
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Müssiggang im digitalen Zeitalter

Ashley Feinberg von Gizmodo hat im Beitrag Five Ways To Use Tech To Hide What an Awful, Lazy Person You Are fünf Methoden aufgezeigt, mit denen Müssiggänger ihre Faulheit verstecken und Aktivitäten vortäuschen:

Kreativität braucht Müssiggang.

Da ist der Trick mit den Lesebestätigungen. Diese lassen sich wie folgt als Alibi nutzen: Man schaltet sie ein¹ und gewöhnt sich an, die Meldungen über die Benachrichtigungen im Sperrbildschirm oder die Nachrichtenzentrale vorzusondieren. Nun muss man tunlichst darauf achten, die App nicht zu öffnen, bevor man wirklich bereit dafür ist. Erst dann wird die Nachricht dem Absender als zugestellt gemeldet. Im Idealfall hat sich die Anfrage dann schon von selbst erledigt. „Müssiggang im digitalen Zeitalter“ weiterlesen