Das Nonplusultra bei der mobilen Klangversorgung?

Ich war neulich trotz des hier geschilderten Kopfhörer-Lebensverlängerungstricks gezwungen, mir neue Ohrstöpsel anzulachen. Nach einer rekordverdächtigen Einsatzzeit von mindestens anderthalb Jahren waren meine Shure SCL2 Ende letzten Jahres endgültig durch. Zu konstatieren war ein offener Kabelbruch an der Stelle, wo sich die Adern für den rechten und den linken Ohrhörer trennen.

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Ich musste mich nach neuen Kopfhörern umsehen und bin nach einer ausführlichen Internetrecherche auf die SoundSport In-Ear verfallen. Und so schwer es mir auch fällt, ein vorbehaltloses Lob auszusprechen: Das sind die besten Kopfhörern, die ich je getragen habe. Der Klang luftig, facettenreich und detailliert mit prononciertem Stereobild. Der Sitz bequem und sicher. Die Ausstattung mit Täschchen, Clip und Kabelverlängerung untadelig. Das Design trotz der auffälligen Farbe (türkis in meinem Fall) auch mit meiner modischen (Nicht-)Haltung verkraftbar. Und der Preis ist mit 189.95 Franken zwar nicht günstig, aber angemessen.

Konfrontiert mit dem Umgebungslärm
Der einzige Kritikpunkt ist die Abschirmung gegen die Aussengeräusche. Die ist bei diesem Modell nicht so gut wie bei anderen Ohrstöpseln. Es gibt keine eigentliche «Gummidichtung», die das Ohr ohne Fuge ausfüllt. Die StayHear genannten Ohreinsätze sind aus einer Art Latex, die sich bequem in den Gehörgang einfügen, aber ihn nicht zustöpseln. (Darum würde ich sie auch eher Ohrhörer als -stöpsel nennen.) Dem Klang ist das förderlich, denn diese quasi luftdicht im Ohr versenkten Stöpsel erzeugen auch immer ein Gefühl der akustischen Isolation. Das ist bei den Bose-In-Ear nicht der Fall. Bei ihnen ist das Hörgefühl natürlicher, und es fühlt sich umschliessend an – als ob die Klangquelle um einen herum platziert wäre und nicht im im Ohr sitzen würde. Verkehrs- und Umgebungslärm kann allerdings stören.

Skeptisch war ich, was die Flügel der StayHear-Ohreinsätze angeht. Diese sind dazu da, zwischen die Falten der Ohrmuschel platziert zu werden und die Hörer so zu stabilisieren. Das ist zwar grundsätzlich einleuchtend, aber man fragt sich, ob diese Flügel nun unbequemer Schnickschnack oder sinnvolle Stabilisierung sind. Ich kann nur für meine Ohren sprechen – aber bei denen erfüllen sie ihren Zweck. Sie halten die Hörer im Ohr, sodass sie mir weder auf der #Velorunde noch bei der Hausarbeit je herausgefallen sind. Und sie sind nicht unangenehm, noch nicht mal beim längeren Tragen. Im Gegenteil: Die Fixierung in der Ohrmuschel mag ich mehr, als wenn die Stöpsel auf dem Ohr oder im Ohrinneren aufliegen.

Langlebig?
Bleibt die Frage, wie robust die Bose SoundSport sind. Dazu kann ich bislang nichts sagen – ich verspreche mir von einem für den Sport konzipierten Modell aber natürlich eine grössere Belastbarkeit als von einem, das für den normalen Alltagseinsatz vorgesehen ist. In der Beschreibung von Bose heisst es, die Kopfhörer seien Schweiss- und wetterfest. Und: «Alle Kabel und Verbindungen sind besonders strapazierfähig.» Von aussen betrachtet sehen die so filigran aus wie die Kabel all der anderen Hersteller – aber wenn dieser Eindruck täuscht und Bose sein Versprechen zur Langlebigkeit halten kann, dann laufen die SoundSport bei mir künftig als das Nonplusultra bei der mobilen Klangversorgung…

PS: Ich nutze in diesem Blog neuerdings Amazon-Affiliate-Links. Über die Erfahrungen dazu werde ich demnächst berichten.

Autor: Matthias

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