Die F-Bombe wegen Sony Pictures

Sony Pictures verkauft eine Blu-ray-Box, in der gemäss Aufschrift auf dem Cover «die fünfte Staffel» von «Breaking Bad» enthalten sein müsste. In Tat und Wahrheit erwirbt man für 43 Franken aber nur die erste Hälfte der fünften Staffel.

An sich bin ich ein höflicher Mensch. Doch neulich hat mich so der Rappel gepackt, dass ich auf Twitter eine F-Bombe zünden musste:

Es geht um die hervorragende letzte Staffel von «Breaking Bad», die wir uns auf Blu-ray besorgt haben. Nachdem wir die Scheiben aufgebraucht hatten, war noch ein dickes Stück der Staffel übrig. Ein Blick ins Internet zeigt: Es gibt auch noch eine Blu-ray-Box mit der Staffel 5.2 – also mit der zweiten Hälfte der Staffel.

Das grenzt an eine bewusste Irreführung

Ehrlich: Ich bin gern bereit, für gute Unterhaltung etwas zu zahlen. Diese Masche, die Sony Pictures hier abzieht, ist meiner bescheidenen Meinung nach unter aller Sau. „Die F-Bombe wegen Sony Pictures“ weiterlesen

Die Zeit so und anders

Die in Windows 8 eingebaute Uhr ist originell und hübsch anzusehen. Das heisst aber nicht, dass es nicht Platz für nerdige Alternativen gäbe: Eine Binär-Uhr oder die Berliner Uhr etwa.

Apple hat bei iOS6, wir erinnern uns, die von Hans Hilfiker entworfene Bahnhofsuhr abgekupfert. Bei iOS7 war die Uhr schon wieder weg, weil sie nicht mehr zum flachen Design passte.

Microsoft ist seinerseits durchaus nicht abgeneigt, sich Ideen auszuleihen. Immerhin: Bei Windows 8.1 haben sich die Redmonder für die Zeitfunktionen ein Design einfallen lassen, das nicht nur hübsch, sondern (meines Wissens) auch nicht abgekupfert ist.

Übersichtlich und hübsch: Der Wecker.

Die App ist in der Metro-Umgebung zu suchen und heisst Wecker. Nebst der Weckfunktion gibt es auch einen Countdown und Stoppuhr. Und eigentlich hätte Microsoft nach dem gleichen Prinzip auch eine Weltzeituhr einbauen können.
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Ein Crashkurs fürs InDesign-Scripting

InDesign-Guru Gregor Fellenz erklärt im Video, worauf es bei der Auto­mati­sie­rung in Adobes Layout­soft­ware an­kommt und wie das erste eigene Projekt gelingt.

Das Scripting in InDesign erspart uns viele lästige Routinearbeiten und es hilft, alles aus der Layoutsoftware herauszukitzeln. Dazu muss man selbst kein Programmierer sein. Das Internet hält viele ausgeklügelte Scripts bereit, die Zeit sparen helfen und mehr Raum für die kreative Betätigung lassen.

Gregor Fellenz (indesignblog.com) ist Buchautor und Berater im Bereich der Automatisation. Er gibt uns in der neuen Folge von «Publisher Insiders» einen Crashkurs in der Nutzung der Scripts.

Er erklärt, wo man Scripts im Netz findet, wie man sie in InDesign nutzt und via Extend Script Toolkit für eigene Bedürfnisse anpasst. Als Beispiel dient das Script, mit dem man Bildverknüpfungen für den Epub-Export bereinigt (zu finden auf indesignblog.com und bei publisher.ch).

Animationsschnickschnack mit Googles Hilfe

Von Google gibt es den Web­designer für ani­mierte Web­gra­fiken: Er ist nicht so leis­tungs­fähig wie Flash, dafür dank HTML5 aber zukunfts­taug­lich.

Ich habe mir seit einiger Zeit vorgenommen, den Web Designer von Google anzusehen. Unter google.com/webdesigner wird es für Windows und Mac angeboten, und es «macht Ideen über alle Bildschirme hinweg lebendig», wie Google verspricht. Also endlich ein neues Tool für Kreative im Web?

Hurra, meine Bälle hüpfen!

Wer als GoLive-Nachtrauerer und Dreamweaver-Verachter auf eine Alternative hofft, wird allerdings enttäuscht. Der Name impliziert zwar, man habe es mit einem vollwertigen HTML-Editor zu tun. Doch normale Webseiten kann man mit dem Programm nicht vernünftig bearbeiten. Web Designer ist vielmehr eine Alternative zu Flash. Konkurrenziert wird nicht nur Adobes Flash-Editor, sondern auch das Format. Web Designer erstellt Animationen in HTML5 in Kombination mit JavaScript und CSS3. Adobe selbst hat ein Programm namens Edge im Portfolio. „Animationsschnickschnack mit Googles Hilfe“ weiterlesen

Gefährliche Halbwarheiten

Viele glauben, sie seien schlau genug, um Windows XP auch nach dem Supportende sicher weiterbetreiben zu können. Das ist ein fataler Trugschluss.

Das Ende von Windows XP wird uns noch bis im April, und vermutlich auch darüber hinaus beschäftigen. Ich habe gestern beim Tagi online ausführlich analysiert, warum sich Windows XP so lange gehalten hat: Warum war XP bloss so erfolgreich?.

In der grünen Idylle wird es langsam ungemütlich. (Quelle: forums.getpaint.net)

Auch bei der Kummerbox treffen weiterhin viele Fragen ein – wobei man grob drei Kategorien unterscheiden kann. Nämlich:
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Was hat Mutter Natur beim Wetter noch zu melden?

Eine Verschwörungstheorie der Woche, nach der sich die meteorologischen Geschehnisse längst dem menschlichen Willen unterordnen muss.

Die Chinesen machten für die Olympischen Spiele in Peking auf Schönwetter – und zwar wortwörtlich, indem sie Tausend Raketen mit Silberjodid in den Himmel schossen.

Manipulationsmaschinen wie HAARP

Wieso brauchen wir eigentlich die Meteorologen noch, wo es doch längstens Manipulationsmaschinen wie das HAARP gibt, die weltweit Stürme, Dürren und Überschwemmungen auslösen können? Insider sagen: Das Wetter ist längstens zu einem Instrument der Kriegsführung geworden.

Gute Vorschläge für Audible

Wer Titel bei Amazons Hör­buch-Tochter Audible kauft, stellt fest, dass es fünf Län­der­varian­ten gibt und offen­bar nie­mand daran ge­dacht hat, dass man meh­rere davon paral­lel nutzen möchte.

Ein Kritikpunkt an Amazon ist mangelnde Offenheit und Interoperabilität. Im Interview mit Christoph Bläsi bin ich im letzten Jahr darauf eingegangen.

Nun hat mich neulich gestört, dass Amazon, was Hörbücher angeht, nicht mal interoperabel mit sich selbst ist. Oder nur halb. Es geht um folgende Sache:

Shöplein wechsle dich!

Ein Hin und Her

Ich habe bei Amazons Hörbuchtochter Audible.com ein Abo, mit dem ich mir jeden Monat ein Hörbuch in englischer Sprache besorge. Ab und zu höre ich auch gerne Hörbücher in Deutsch, und die erwerbe ich (faul wie ich bin) über Audible.de. Zum Hören verwende ich die iPhone-App. Wenn man sich bei dieser App anmeldet, muss man den Shop auswählen. Audible.com oder audible.de, beides zusammen geht nicht.
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Rohe Bewegungsdaten

Die Moves-App zeichnet Fussmärsche und Velotouren auf. Die Daten lassen sich exportieren und auf dem Computer auswerten.

Gestern habe ich im Beitrag Herr seiner Bewegungsdaten werden beschrieben, wie man die Daten der Schrittzähler-App Moves am Computer auswertet.

Wie ein Spaziergang in der Moves-App erscheint…

Mit dem Webdienst Moves raw JSON Export von Joost Prattel exportiert man seinen ganzen Datenbestand in einem Rutsch als JSON-Datei. Das geht wie folgt:

Als erstes steuert man moves-export.herokuapp.com an – am besten tut man das mit dem Computer, auf den man die Daten herunterladen möchte. „Rohe Bewegungsdaten“ weiterlesen

Herr seiner Bewegungsdaten werden

Die Moves-App zeichnet kontinuierlich die Schrittzahl und die per Fuss oder Velo zurückgelegten Strecken auf. Über moves-export.com lassen sich diese Daten exportieren und zum Beispiel via Google Earth visualisieren.

Die Moves-App wurde in diesem Blog bei einer früheren Gelegenheit gelobt. Seit einiger Zeit ist es möglich, die Schrittzähler-App mit anderen Apps zu verbinden – darüber haben wir auch in unserer Digital-Sendung zum Reisen mit dem Smartphone berichtet.

Per moves-export.com exportiert, via gpsies.com konvertiert und bei Google Earth importiert und visualisiert.

Eine Verbindungsmöglichkeit eröffnet Moves Export. Der Dienst holt sich die Daten ab und stellt auf moves-export.com eine detaillierte Analyse bereit – viel umfangreicher, als in der Moves-App selbst. In den Weekly Summaries überblickt man die letzten zehn Wochen, die nach Aufenthaltsorten aufgeschlüsselt werden: „Herr seiner Bewegungsdaten werden“ weiterlesen

Halbherzige Wiedergutmachung

Mit «Doctor Sleep» wagt sich Stephen King an eine Fortsetzung eines seiner Meisterwerke, «The Shining». In den Nerd­li­tera­tur-Tipps geht es auch um fünf Bücher von Christopher Moore, nämlich «Fool», «Bloodsucking Fiends», «You Suck», «Bite Me» und «A Dirty Job».

Meine Pflichten als Literaturkritiker habe ich auf diesem Kanal in der letzten Zeit vernachlässigt. So skandalös das ist, will ich das Versäumnis jetzt auf halbherzige Weise wettmachen. Nämlich durch Kurzkritiken meiner letzten (Hör-)Bücher:

In meiner Stephen-King-Versessenheit habe ich mich auf Doctor Sleep gestürzt. Das ist der Nachfolger von dem 36 Jahre früher erschienen und von genial, aber nicht sehr vorlagentreu verfilmten The Shining. Da ich auch den Vorgänger nicht kannte, musste ich mich erst einmal diesem widmen.

Allein schon der Teppich ist gruselig! (Über dieses Muster ist Danny mit seinem Dreirad in der Verfilmung von Stanley Kubrick gefahren…)

«The Shining» ist zu recht ein Klassiker. Aber mit «Doctor Sleep» beweist Stephen King, dass er mit dem Alter noch zulegen kann. Ergreifend, wie aus dem Danny Torrance, dem Jungen mit dem Shining, ein alkoholkranker Versager und dann ein Kämpfer gegen die True Knot wird, der zusammen mit einem Mädchen, das seine Begabung teilt, nicht nur eine akute Bedrohung beseitigt, sondern auch (echte und nicht bloss halbherzige) Wiedergutmachung leistet. „Halbherzige Wiedergutmachung“ weiterlesen