Die lästigen Cookie-Warnungen

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Wie kann man etwas gegen diese Dinger haben? (Bild: Lara604/Flickr.com1)

Ein Ding, das mir moderat auf den Wecker geht, sind diese Cookie-Disclaimer. Die sieht man auf vielen Websites. Sie informieren einen darüber, dass Cookies zum Einsatz kommen. Manchmal muss man der Verwendung der Cookies auch explizit zustimmen. Martin Steiger schreibt dazu auf cyon.ch.

Bei der so genannten Cookie-Richtlinie handelt es sich um die europäische Richtlinie 2009/136/EG. Sie trat am 19. Dezember 2009 in Kraft und revidierte die bestehende europäische Datenschutzrichtlinie für elektronische Kommunikation (Richtlinie 2002/58/EG). Da mit dieser Revision insbesondere die rechtlichen Voraussetzungen für die Verwendung von Cookies verschärft wurden, ist die Bezeichnung als Cookie-Richtlinie weit verbreitet.

In der EU gilt seit Inkrafttreten der Cookie-Richtlinie, dass Cookies nur noch verwendet werden dürfen, wenn die Nutzerinnen und Nutzer einer Website nach vorgängiger Aufklärung ihre Einwilligung erteilt haben (Opt-in-Prinzip, Informed Consent).

Die Auswirkungen für die Schweiz beschreibt Steiger wie folgt:
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Dft dft dft nnnnng

Nein, der Titel ist kein Tastatur-Unfall. Sondern der Versuch, das Resultat der hier zu besprechenden App onomatopoetisch zu beschreiben. Das Resultat ist nämlich ein Stück elektronischer Musik, aus Beats (dft dft dft) und Loops (nnng ist eine Note aus dem Loop). Ich habe ja bekanntlich ein kleines Flair für Apps zur Musikkreation – und das, obgleich mir jedes musikalische oder kompositorische Talent abgeht. Entsprechend sind auch meine Besprechungen (Musik-Lego, Ein Tummelfeld für Musiktüftler) völlig unbrauchbar. Aber was solls! Das hier ist schliesslich mein Blog und in einem freien Land wird es wohl noch erlaubt sein, über Dinge zu schreiben, von denen man nichts versteht.


Das Video führt vor, wie man improvisiert (oder ausprobiert, bis es einigermassen klingt)

Also, es geht um Auxy, eine App zur Kreation elektronischer Musik, über die ich neulich etwas im Guardian gelesen habe. „Dft dft dft nnnnng“ weiterlesen

Das Chili con carne der Kummerbox

Eine ausführliche Betrachtung des beliebten Kummerbox-Themas der Autokorrektur und Textbausteinverwaltung – für Word und Office, aber auch allgemein für Windows, OS X und iOS, mit speziellen Betrachtungen meiner persönlichen «Best practices».

An dieser Stelle habe ich wieder einmal die Ehre, einen der grossen Kummerbox-Klassiker aufzuwärmen. Und wie Chili con carne oder Sauerkraut mit Rippchen schmecken die meisten Kummerbox-Beiträge noch einmal durchgekocht besser als frisch. Das liegt daran, dass ich sie über die Jahre mit weiteren Informationen anreichere. Und es liegt daran, dass sie von allein viel reichhaltiger (also länger und komplizierter) werden. Weil typischerweise immer mehr Funktionsvarianten, Plattformen und zu berücksichtigende Versionen dazu kommen.

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Das findet man, wenn man bei Flickr zum Stichwort «Chili con carne» sucht. (Bild: enmanuel m)

Glücklicherweise ist das auch beim heutigen Problem der Fall. Der Originalbeitrag stammt vom 11. September 2006 und erschien unter dem Titel «Words Eigenmächtigkeit» im Tagesanzeiger: «Seit je bringt Microsofts Textverarbeitung die Anwender mit der Autokorrektur zur Verzweiflung», war die Ausgangslage:
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Die Schnittmenge von Sciencefiction und Typografie

Ich wage zu behaupten: Es gibt ein todsicheres Rezept für schräge, kultige Blogs. Und das funktioniert ganz einfach: Man nimmt zwei Themen, die auf den ersten Blick nichts gemeinsam haben, bei denen es aber doch eine Schnittmenge gibt. Und dann behandelt man diese Schnittmenge.

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Die Eurostyle-Schrift, zu sehen in «Iron Man 3».

So funktioniert das Blog Typeset In The Future. Es bildet die Schnittmenge der typografieinteressierten Sciencefictionfans. Oder der zukunftsgewandten Typografen – die Gewichtung ist dann auch gleich einerlei. Dave Addey behandelt die Frage, wie die Typografie in Filmen und Fernsehserien mithilft, ein Gefühl von Zukunft zu erzeugen. Und das ist, so absurd die meine Einleitung wirken mag, dann wiederum eine absolut einleuchtende Idee: Typografie ist immer Ausdruck des Zeitgeistes. In den 1970ern gab es die runden, geschwungenen «Hippie-Schriften» wie die «Fuzz Guitar» oder die «Quasar». „Die Schnittmenge von Sciencefiction und Typografie“ weiterlesen

Der Trieb, Apps zu killen

Der öffentliche Verkehr bringt uns unseren Mitmenschen oft sehr nahe. Oft viel näher, als wir das gerne hätten. Immerhin: Er eröffnet uns auch die Möglichkeit, echte Smartphone-Nutzer in ihrer natürlichen Umgebung zu beobachten. Ich gestehe: Wenn ich die Gelegenheit dazu erhalte, dann glotze ich auf fremde Displays. Ich versuche, das nicht allzu unverschämt zu tun. Ich beuge mich nicht vor oder drängle mich an die Leute heran – ich tue nichts, was meinen Ruf als unbescholtener Bürger aufs Spiel setzen könnte. Ich schaue auch nur kurz hin: Wenn ich die App erkenne oder zumindest einordnen kann, ob Video geschaut, Musik gehört, gespielt oder kommuniziert wird, dann reicht mir das schon. Ich habe nämlich kein Interesse zu lesen, was da gewhatsappt wird. Naja, bei den Videos, Podcasts oder Spielen interessiert mich der Titel schon – aber die Wahrung der Privatsphäre der Mitreisenden hat klar Vorrang vor meiner persönlichen Neugierde.

Fremden Leuten aufs Display schielen.

Etwas ist mir bei dieser Feldforschung aufgefallen. „Der Trieb, Apps zu killen“ weiterlesen

Das Nerdinnen-Matriarchat

Erst im Sommer habe ich «Off to be the wizard» gelesen, besprochen und im Radio diskutiert, da reicht der Autor auch schon das Nachfolgewerk nach. Scott Meyer ist offensichtlich ein tifiger Schreiber. Er spinnt in Spell or High Water1 das Abenteuer von Martin, Philip, Gwen und Jimmy weiter.

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Nerds im Mittelalter
Die Ausgangslage nach dem ersten Teil ist die: Im 12. Jahrhundert bildet sich im mittelalterlichen England bei den Kreidefelsen von Dover eine kleine Gemeinschaft von Computerfreaks, die aus der Gegenwart geflüchtet sind. Sie alle haben auf verschiedenen Servern eine geheimnisvolle Datei gefunden, die offensichtlich eine direkte Manipulation der Realität erlaubt. Wenn man in dieser Datei den eigenen Eintrag aufsucht und dort gewisse Parameter ändert, dann verändert sich damit augenblicklich das eigene Sein. So stattet man sich mit Unsterblichkeit aus, versorgt sich mit übernatürlichen Kräften und beschafft sich womöglich auch einen attraktiveren Kontostand.
„Das Nerdinnen-Matriarchat“ weiterlesen

Eine lästige Haushaltspflicht weniger

Für unsere grosse weihnachtliche Gadgetsause habe ich den Roomba 880-Saugroboter von iRobot getestet. Viel zu sagen gibt es über dieses Gadget nicht – was ein gutes Zeichen ist. Denn ein automatischer Haushaltshelfer sollte dadurch auffallen, dass es seinen Dienst unauffällig verrichtet.

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Putzhelfer, Saugbert genannt.

Was er in unserer Testanordnung tut: Wir haben ihn so programmiert, dass er täglich um 14 Uhr eine Runde durch die Wohnung fährt. Wenn wir am Abend nach Hause kommen, ist im Idealfall gesaugt. Im Fall einer Panne findet man den Saugroboter irgendwo in der Wohnung, wo er sich an einem Kabel verheddert hat. Oder gestrandet in der Nähe der Dockingstation. Weil ihm die Batteriereserven ausgingen, bevor er sie erreicht hat. „Eine lästige Haushaltspflicht weniger“ weiterlesen