Neugierde befriedigt, Erkenntnis gleich null

Da ich mir neulich einen Meisselbruch zugezogen haben hatte ich Gelegenheit, in den Besitz digitaler Röntgenbilder zu gelangen. Was kann man mit diesen anstellen? Ich habe einige Apps und Möglichkeiten ausprobiert.

Neulich bin ich einiger digitaler Röntgenaufnahmen habhaft geworden. Logisch, dass ich gleich mal ausprobieren musste, was sich mit denen anstellen lässt. Auf der CD selbst findet sich eine ausführbare Datei, die unter Windows auch gleich eine Oberfläche startet – simpel. (Mein Hausarzt hat seinerseits hat den Radiologen angerufen und sich beschreiben lassen, was auf den Bildern zu sehen ist.

Auch das passiert heute nur noch digital.

Er hat gesagt, sein Mac sei zu alt, um eine entsprechende Software auszuführen. Aufs OS-X-Update verzichte er, weil dann die Patientenverwaltung nicht mehr laufe. Der Kummerbox-Onkel in mir wollte darauf zu einer längeren Tirade ansetzen – der findet nämlich, dass veraltete Software abgelöst werden muss. Ohne Wenn und Aber! Da ich aber nicht wusste, wie viel Taxpunkte ich für einen solchen Ausbruch verrechnet kriegen würde, sass ich auf den Mund.)
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MyPrime ist für den Anfang prima

Zum Netflix-Start in der Schweiz hat die Cablecom einen Konkurrenz-Streamingdienst aus dem Boden gestampft. Er hat Verbesserungspotenzial, ist aber grundsätzlich brauchbar.

Netflix wird dieser Tage in der Schweiz starten – und dieses Ereignis wirft seine Schatten voraus. Die UPC-Cablecom hat in zuvorkommender Weise den Dienst MyPrime angekündigt und gleich gestartet. Seit einigen Tagen kann man darüber Filme und Serien kostenlos ansehen, wenn man entweder eines der Kombi-Angeboten nutzt oder aber 9.95 Franken pro Monat bezahlt.

Das Angebot von MyPrime enthält viele BBC-Produktionen und auch Schweizer Fernsehfilme.

Da ich aus Gründen auf das Horizon Plus Combi gewechselt bin, steht mir MyPrime über die Settopbox und die Tablet-App Horizon Go (Android/iOS) zur Verfügung. Ich habe den Dienst in den letzten Tagen getestet und dabei als erstes festgestellt, dass ich sie lieber am Tablet als am Fernseher nutze. „MyPrime ist für den Anfang prima“ weiterlesen

Der Hype wird zur Farce

Apple hat die Erwartungen ins Unermessliche gesteigert und nichts Handfestes geliefert: Die Keynote war eine Enttäuschung. Was die Apple Watch angeht: In der stecken einige gute Ideen, aber es gibt keinen zwingenden Grund für die Verwendung.

Eine Vorabbemerkung in eigener Sache. Nun wird die Kadenz in diesem Blog trotz meinen guten Vorsätzen etwas zurückgehen. Ich habe mir vorgestern nämlich einen Meisselbruch im rechten Arm zugezogen und bin jetzt mit einem Gips am rechten Arm ausgestattet. Tippen kann und darf ich zwar damit zwar. Aber mit der Ausdauer ist es dann doch nicht so weit her. Die ganze Aktion ist somit eher auf der unerfreulichen Seite zu verorten.

Letzten Dienstag ist der Apfel ordentlich geschrumpft.

Die Keynote war eine bare Katastrophe

Apropos unerfreulich: Das gilt auch für die Apple-Keynote vom letzten Dienstag. Da das Digitalmagazin mit Christian Schmid zu Netflix und MyPrime als Voraufzeichnung ausgestrahlt wurde, wollte ich mich in Ruhe dem Live-Stream hingeben. Die, die es auch versucht haben, wissen: Das war eine blanke Katastrophe. Ausser ein paar sekundenlange Fetzen habe ich nichts zu sehen gekriegt – und war entsprechend dann schon mal in einer solchen Laune, dass ich mir mit ein paar gehässigen Tweets Luft verschaffen musste. „Der Hype wird zur Farce“ weiterlesen

Schachteln schleppen muss man selbst

Es gibt Apps für alles – auch für Unterstützung beim Umzug. Da wir einen Wohnungswechsel hinter uns haben, kann ich von meinen Erfahrungen mit der Umzugsplaner-App berichten.

Beim Umzug neulich hatte ich die grandiose Idee, mir von einer App helfen zu lassen. Da es Apps für alles gibt, müsste einem auch bei dieser logistischen und nervlichen Herausforderung geholfen werden können.

Und tatsächlich: Es gibt Apps, die versprechen, einen durch das ganze Prozedere bis zur Ankunft in der neuen Wohnung und darüber hinaus zur Seite zu stehen. Um allfällige überzogene Hoffnungen gleich jetzt schon im Keim zu ersticken: Beim Kistenschleppen oder Putzen der alten Wohnung hilft einem die App nicht.

Der Umzug: Ein wahres Vergnügen (so suggerierst wenigstens dieses Bild hier).

Ich habe mich, das sei ebenfalls gleich zu Beginn gesagt, nicht lange mit der Evaluation des Angebots aufgehalten. Dafür hatte ich vor dem Umzug nicht den Nerv, da es bereits um die Frage ging, wie viele Schachteln wir denn nun benötigen, ob wir selbst Kisten buckeln oder uns helfen lassen und wer denn am Schluss die alte Wohnung putzt. (Um auch diese Frage gleich zu klären: Wir sind mithilfe von Läbesruum umgezogen und haben selbst geputzt.)

Die App fürs Zügeln von Immo-Scout24

Die erstbeste App, die ich für gut befunden und hernach auch benutzt habe, war der Umzugsplaner von Immobilien-Scout24. Sie umfasst acht Kategorien, vom Kartonrechner über die Erfassung von Zählerständen bis hin zur Handwerkersuche und zu den Nachsendeaufträgen. „Schachteln schleppen muss man selbst“ weiterlesen

Die Zeit im Schnelldurchgang

Hyperlapse-Filme sind Zeitraffer-Aufnahmen mit einer beweglichen Kamera. Man kann sie hervorragend mit dem iPhone drehen, die beste App derzeit ist Hyperlapse von Instagram.

Zeitraffer-Aufnahmen sind eine faszinierende Spielerei mit der Realität. Langsame Abläufe werden durch die Beschleunigung verständlich und durch die zeitliche Komprimierung erkennen wir, wie faszinierend das Wolkenspiel am Himmel oder das Wachstum einer Blüte sein kann.

Die wichtigste Zutat für eigene Zeitraffer-Aufnahmen ist Geduld: Man braucht Stunden oder Tage, um das Material einzufangen, das dann auf ein paar Sekunden eingedampft wird.

Da Hyperlapse Videos aus unerfindlichen Gründen hochformatig aufnimmt, musste dieser Clip via FinalCut in die Waagrechte gedreht werden.

Eine Spielart des Timelapse ist der Hyperlapse. Bei der Variante ist die Kamera nicht fix, sondern bewegt sich. „Die Zeit im Schnelldurchgang“ weiterlesen

The postcards you have sent

My game Clickomania was “postcard-ware” for years. Many of the players followed my request and sent me postcards. The other day I had the opportunity to look at this considerable collection from all over the world again.

Last week, we moved house. After more than ten years, which resulted in a lot of heavy lifting. One box was particularly big and heavy-weighted: The one, that contains all my Clickomania postcards. When I released the game in 1997 to the internet, I wanted to track the places people were playing the game, so I asked for a poscard.

Hundreds of messages from all over the world

And postcards did come! I’ve never really counted them, but there must be hundreds, if not thousands.

The Amish play computer games?

It was one of the heaviest boxes and it got raised eyebrows from the movers. „The postcards you have sent“ weiterlesen

Wie man selbstverliebte Selfies fabriziert

Camu ist eine hübsche Foto-App, die sich vor allem für Selbstporträts eignet und einige originelle, aber teils auch ein paar fragwürdige Funktionen aufweist.

Camu ist eine testenswerte, kostenlose Kamera-App für iOS. Die App nimmt sowohl Videos als auch Fotos auf, und sie beherrscht die heute unverzichtbare Aufmotzung mittels automatischer Filter.

Wie der Titel schon sagt.

Das klingt weder neu noch spektakulär. Camu ist trotzdem erwähnenswert, weil die App geschickt mit den Filtern umgeht. Die werden übers Live-Kamerabild gelegt und wo man mit einer horizontalen Wischgeste von einem Filter zum nächsten wechselt. Zehn Stück gibt es, vom Vintage-Effekt namens «Nostalgia» über den warm-tönenden «Sunny»-Filter bis hin zu den beiden Selfie-verschönernden Entwicklungsvorgaben «Popstar» und «Rockstar». Die vertikale Wischbewegung steuert den Kontrast: nach oben – mehr Kontrast. Nach unten – weniger.
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So homosexuell wie möglich

Die US-Bildungsreform «Common Core» gibt vor, die Chancengleichheit zu fördern. Wie die «Eingeweihten» wissen, ist der eigentliche Zweck Gehirnwäsche und Propaganda.

Kinder gehen in die Schule, um lesen, schreiben und rechnen – und neuerdings auch programmieren – zu lernen. Das meinen jedenfalls die Naiven, Nicht-Eingeweihten. Die mit dem Durchblick wissen: Die Schule ist dazu da, Propaganda zu verbreiten und aus Kindern willige Arbeitssklaven für die grossen Unternehmen zu produzieren.

Standards für die Schule – oder Unterwanderung?

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Als die Franzosen den Spielemarkt erobern wollten

2001 hatte der französische Internetprovider Wanadoo hochfliegende Pläne: Er hatte das Spiel «Casanova : Le duel de la rose noire» lanciert, das erste einer längeren Reihe, mit der er den globalen Spielemarkt dominieren wollte.

Für meine neue «Ich stöbere in meinem Archiv»-Rubrik habe ich den Screenshot aus dem Spiel «Casanova : Le duel de la rose noire» ausgegraben. Über das hatte ich am 27. August 2001 folgendes geschrieben:

Die Frauen Venedigs warten in ihren Gemächern, um von Casanova erobert zu werden…

Wie es sich für ein Mantel-und-Degen-Spiel gehört, darf der Held sich bewähren, indem er eine heisse Klinge schwingt. Doch würde das Spiel dem historischen Vorbild nicht gerecht, hätte es damit sein Bewenden. Wenn der Spieler möchte, kann er den alten Erotomanen in den «Verführermodus» versetzen, wodurch er sein Ziel mittels Betörungskunst auch über die dahingeschmolzene und somit auskunftswillige Damenwelt erreicht. Also anders als bei Lara Croft und Co. auch ohne Tätlichkeiten. Und das Ziel heisst: Rettung der Stadt Venedig, der Gefahr seitens einer Schurkenhorde droht.

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Bildfälschungen, Bilderflut, Kinderparadies

Eine geballte Ladung an Tipps und Links aus meinem Schaffen der vergangenen Wochen. Mein Favroit ist das Fraktalize-Script, das kreativen Experimenten Tür und Tor öffnet…

In der aktuellen Ausgabe des Publisher gibt es einen bunten Strauss an Links, unter anderem zum Vergleich von Schriften und zu den zehn Geboten der Typografie. Besonders nützlich finde ich den Lootback-Dienst, der als Meta-Suchmaschine für Stockfotografie-Portale dient und u.a. iStock.com von Getty und Shutterstock, plus einige mehr, abklappert. In einer Übersicht stelle ich Dienste vor, bei denen es Vektor-Cliparts gratis gibt. Und der Dienst Izitru verspricht, Bildfälschungen zu entlarven – wie verlässlich das ist, darüber wird im Beitrag diskutiert.

Jeder muss programmieren können. Auch Ashton Kutcher. Oder?

Im Beitrag zu den Tipps und Tricks erkläre ich eine einfache Methode, ein Objekt mit einem Schlagschatten zu versehen. Es gibt einen Hinweis auf eine wirklich nützliche Methode, in InDesign Objekte zu skalieren und zu verschieben und der Trick mit der Umschalttaste bei der Arbeit mit Farbreglern in InDesign und Illustrator sollte man sich merken. „Bildfälschungen, Bilderflut, Kinderparadies“ weiterlesen