Viren, Spam und die Tücken der Firewall

Bei der Durchsicht meines Archivs ist mir aufgefallen, wie viele Screenshots sich um das Thema der Sicherheit drehen. Klar – das Problem ist nicht aus der Welt, wie das äusserst fiese «CryptoLocker»-Virus zusammen mit seinen Abkömmlingen vor Augen führen (siehe Kummerbox-Beitrag Erpresst von einem Computervirus).

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Wir waren gezwungen, uns mit Programmen wie diesem herumzuschlagen. Die Firewall von ZoneAlarm war sehr populär – und sie hat Angriffe im Minutentakt rapportiert.

Aber trotzdem. Kaum hatte ich im April 2000 meinen neuen Job beim Tagi angetreten, ging es los. Im Mai 2000 mit dem Loveletter-/Iloveyou-Schädling. Ich schrieb damals:

Seit gestern ist per E-Mail versandten Liebesschwüren besonderes Misstrauen entgegenzubringen: Das Virus «Loveletter» sorgt durch seine rasante weltweite Verbreitung wohl weniger für heisse Ohren und Frühlingsgefühle als vielmehr für verstopfte Mailserver und für viel Arbeit bei Systembetreuern.

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Gimp und Photoshop Elements sind eine echte Alternative

Ich war in Hombrechtikon bei Peter Jäger von Pre2media. Ihm ist es gelungen, ein hartnäckiges Vorurteil auszuräumen, das sich bei mir und sicherlich auch bei vielen anderen Leuten festgesetzt hatte. Das Vorurteil besagt, dass Open-Source-Programme oft sehr leistungsfähig, aber für den professionellen Einsatz zu «freakig» und zu exotisch sind.

Nun führt uns Peter die professionelle Bildaufbereitung in Gimp vor und weist nach, dass man dieses Programm dank des soliden Farbmanagements auch für reprografische Aufgaben nutzen lässt, bei denen die Qualität stimmen muss.
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Wenn Körper und Geist getrennte Wege gehen

Pandemien sind in diesem Blog überaus populär – ob als Computergame oder in der Literatur. Nun hat wieder ein Virus zugeschlagen, und zwar wieder ein literarisches. John Scalzi (siehe hier und hier) lässt in seinem neuesten Werk Lock in eine überaus garstige Grippe auf die Menschheit los. Die ist äusserst ansteckend. Einige wenige sterben. Vier Prozent der Infizierten erleben die Komplikation einer Hirnhautentzündung. Und ein Prozent schliesslich bleibt im Locked-in-Syndrom gefangen: Der Geist funktioniert, aber der Körper ist komplett gelähmt – als Gefängnis für die Seele.

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Links der Sprecher (Wil Wheaton), rechts der Autor (John Scalzi). Quelle: scalzi.com)

First Lady als erstes Opfer
Das Buch spielt in der nahen Zukunft und die Menschheit ist nicht gewillt, die Lock-In-Patienten ihrem Schicksal zu überlassen. Der technische Fortschritt wird mit enorm viel Geld in den Turbomodus versetzt. Und tatsächlich: Einem kleveren Wissenschaftler gelingt die Implementation eines neuronalen Netzes, über das die Patienten wieder mit der Aussenwelt in Verbindung treten können. „Wenn Körper und Geist getrennte Wege gehen“ weiterlesen

Die App für Reinlichkeitsfanatiker

Bei OS X ist der Umgang mit Programmen denkbar einfach: Zur Installation wird ein Programm in den Ordner Programme gelegt. Zur Deinstallation verschiebt man es aus diesem Ordner in den Papierkorb. Ein Kinderspiel!

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Der alte Kram kann weg!

Nun gibt es die Ausnahme, die die Regel bestätigt. Einige Programme machen sich nicht nur im Programm-Ordner breit, sondern deponieren Dateien beispielsweise auch unter Library. „Die App für Reinlichkeitsfanatiker“ weiterlesen

Aus Mäusen Elefanten machen

Diese wunderhübsche Animation, wie man aus einer Maus einen Elefanten macht, ist der Welt bis jetzt vorenthalten worden. Dabei habe ich sie für die Tagi-Digitalseite vom 16. Juni 2003 gebastelt, als es um Morphing-Programme ging. Die sind bekanntlich dazu da, Bild A in Bild B zu überblenden, wobei das nicht linear passiert, sondern anhand der Konturen von Quell- und Zielobjekt. Macht man das geschickt genug, dann scheint sich das ursprüngliche Motiv zu verflüssigen und in neuer Gestalt zu rematerialisieren. Das wirkt deshalb so faszinierend, weil die Naturgesetze ausser Kraft gesetzt scheinen und man sich wie ein kleiner Zauberer vorkommt, der mit seinem Stab Gegenstände nach Belieben verwandelt.

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So einfach geht das!

Zur Erstellung eigener Morphing-Sequenzen habe ich folgende Empfehlungen gegeben:
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Lokale IP-Adressen schnüffeln

Ich praktiziere zwar das papierlose Büro. Doch weil es alle Jubeljahre mal den Fall gibt, dass ein Brieflein in ausgedruckter Form irgendwohin geschickt werden muss, gibt es in meinem Heimnetzwerk den Brother HL-2070n. Der ist ungefähr acht Jahre alt, verrichtet seinen Dienst aber weiterhin brav.

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Links: Die Übersicht der Geräte im Heimnetz. Rechts: Die Ports des Netzwerkdruckers.

Das Problem ist allerdings, dass er ab und zu verloren geht. Nicht im wortwörtlichen Sinn, sondern im netzwerktechnischen. Ich könnte und sollte ihm eine fixe IP-Adresse zuordnen. Aber genau das gehört zu den lästigen kleinen Dingen, die man dann doch nicht tut. Tja, und wenn der Drucker dann eine neue IP-Adresse zugewiesen erhält, wird er beim Drucken nicht mehr gefunden. „Lokale IP-Adressen schnüffeln“ weiterlesen

King ist auch auch nicht vom Himmel gefallen

Ich bin in meinem Bestreben, irgendwann sämtliche Bücher von Stephen King gelesen und hier besprochen zu haben, ganz am Anfang angelangt: Bei Carrie von 1974. Natürlich wegen der Neuverfilmung, die letztes Jahr entstanden ist. Die Lektüre brachte mich zu zwei Erkenntnissen:

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Dieser Vergleich lässt keinen Zweifel daran, welches die bessere Verfilmung ist. Links: Sissy Spacek im Film von Brian De Palma (1976), rechts Chloë Grace Moretz in der Variante von Kimberly Peirce (2013).

Das Buch hat mich vergleichsweise kalt gelassen. Es ist eine reichlich banale Geschichte: Mädchen wird geplagt, Mädchen entwickelt telekinetische Fähigkeiten, Mädchen übt schreckliche Rache. Die Stärken, die King in seinen späteren Werken entwickeln wird, fehlen hier weitgehend. Das reiche Innenleben der Figuren, ihr psychologischer Werdegang. Die Mutter in ihrem religiösen Fanatismus ging mir vor allem auf den Wecker. „King ist auch auch nicht vom Himmel gefallen“ weiterlesen

Die grosse Horizon-Wunschliste

Es ist den Lesern dieses Blogs nicht entgangen, dass ich aufgrund äusserer Umstände auf die Horizon-Box umgestiegen bin1. Nun habe ich die Box seit zwei Wochen in Betrieb – und könnte hier eigentlich eine ausführliche Besprechung schreiben.

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Viele Optionen machen die Bedienung umständlich.

Ich könnte auch ein Kurzfazit von mir geben, was ich hiermit tue: Stattdessen soll es die grosse Horizon-Wunschliste geben. In den Ansätzen finde ich das Gerät gut. Mir gefällt die moderne Optik des Menüs, die das Blau in Blau gehaltene Erscheinungsbild der klassischen Box sehr altbacken erscheinen lassen. Das schnellere Zappen, die vielfältigeren Funktionen, die Anbindung per WLAN (im Client-Modus), die Companion-App für iOS und Andrdoid, Dinge wie Replay und MyPrime und die Fernbedienung, die auch als Universal-Fernbedienung funktioniert, machen die Box tatsächlich zu so etwas wie einen Entertainment-Hub. Für einen echten Hub würde ich gerne Apps wie die von Netflix auf der Box installieren. Es gibt zwar die Erweiterbarkeit per Apps (im Menü via Mediathek > Apps), doch dass im Angebot der Dienst des famosen Herrn Hastings erscheint, ist doch eher wenig wahrscheinlich.
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Little Alberts grosser Albtraum

Kinder brauchen keine Mutterliebe, denn die Mutter ist sowieso austauschbar. Und zu viel Zärtlichkeit verhindert, dass die kleinen Menschen ihre Umgebung erobern. Das ist das verquere Weltbild des gruseligen Professor John B. Watson. Er hat das «Little Albert Experiment» geprägt und sich einen Deut um das Wohlbefinden des 18 Monate alten Probanden geschert.
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Zum Glück ist das vorbei!

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Original-Bildlegende von 2001: Auch optisch ein würdiger Napster-Nachfolger.1

Dieser Screenshot gehört eindeutig in die Kategorie «Weisch na?» Er stammt vom 19. Februar 2001, als ich das Napster-Prinzip und vor allem die komfortableren Alternativen wie Gnutella und Bearshare vorgestellt hatte:
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