Ihr dürft mich Gott nennen

Der Herr Peter Molyneux scheint so eine Art Gottkomplex zu haben. Er beschäftigt sich immer wieder mit der Idee, wie man dem Nutzer eines Computerspiels Allmacht verleihen könnte. Schon bei Populous, dem Erstlingswerk, waren Götterfiguren zu steuern. Bei Black & White konnte man sich dafür entscheiden, ein guter oder ein böser Gott zu sein. Beim neuesten Wurf namens Godus steckt dieses Konzept schon im Titel – und auch wenn das Prinzip von Gut und Böse nicht explizit angesprochen wird, kann man auch in diesem Titel ein wohlwollender oder ein strafender Gott sein.

140815-godus-11.jpg
Die Zivilisation hat sich zur Agrargesellschaft hochgeschaukelt.

Natürlich hat Molyneux recht. Ein gutes Spiel versetzt den Spieler in eine übermenschliche Position, ob nun explizit oder implizit. Des Spasses willen wird man nie mit Allmacht ausgestattet. „Ihr dürft mich Gott nennen“ weiterlesen

Bloggen vom iPad

Während meiner Ferien war ich kein besonders fleissiger Blogger. Immerhin, zwei Beiträge habe ich abgesetzt. Der eine aus dem Hotel und der andere aus dem Flughafen Stockholm – über den mit einer SIM-Karte von Telenor bestückten bewährten mobilen WLAN-Hotspot (99 SEK für 7 Tage bzw. 5 GB Daten).

140814-ipadbloggen.jpg
Tippen am Flughafen Stockholm. (Und ja, ich lecke mir gerade über die Lippen. Wahrscheinlich, weil mir gerade eine besonders knusprige Formulierung gelungen ist.)

Zum Bloggen habe ich das iPad mini verwendet. Ohne externe Tastatur, dafür mit der Ruhe und Geduld, die man sich während entspannenden Ferien zwangsläufig aneignet. Ausserdem durfte ich die Feststellung machen, dass sich die langsamere Tippgeschwindigkeit nicht zwangsläufig negativ bemerkbar macht. Wenn ich mit zehn Fingern tippe, kommt gelegentlich das Denken nicht mehr hinterher. Was dazu führt, dass ich ganze Sätze oder Abschnitte lösche und umformuliere.
„Bloggen vom iPad“ weiterlesen

Zauberer sind Hacker der Realität

Off to be the wizard von Scott Meyer ist eine charmante Geschichte mit hohem Nerdfaktor, die zwei in unserem Soziotop äusserst beliebte Felder geschickt zusammenführt. Sie liesse sich als Fantasy-Science-Fiction bezeichnen, und weil eine etwas ausführlichere Beschreibung zwangsläufig Spoiler enthält, hier schon vorab das Fazit: Wer klevere leichte Stories mit einem technoiden Touch mag – wie zum Beispiel Ready Player One von Ernest Cline – dem sei Off to be the wizard herzlich empfohlen.

140805-image.jpg

Die Geschichte, in der quirligen englischen Hörbuchfassung von Luke Daniels gelesen, erzählt von Martin, der als Hobbyhacker auf einem schlecht geschützten Server auf eine geheimnisvolle Datei stösst: „Zauberer sind Hacker der Realität“ weiterlesen