Als GPS noch Rocket Science war

Ich habe mir in den Kopf gesetzt, in diesem Blog möglichst fünfmal die Woche einen Beitrag zu veröffentlichen. Was eine völlig idiotische Idee ist und bloss zur Selbstkasteiung führt. Manchmal fehlt die Zeit zum Bloggen. Manchmal liegt keine Themenidee in der Luft. Gelegentlich kommt einem das Leben dazwischen. Ausserdem klickt Ihr nicht oft genug auf den Flattr-Button, als dass sich das wirklich lohnen würde. 😉

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Ortung per Satellit? Wie grossartig ist das denn?

Doch wenn ich mir etwas in den Kopf gesetzt habe… manche Leute nennen das stur, andere unvernünftig und sehr selten hat jemand einen Hauch von Verständnis dafür. Nun habe ich in der nächsten Zeit (und eigentlich schon seit gut einem Monat) wirklich kaum Zeit fürs Bloggen, weil ein grosser Umzug ansteht und wir auch beim Digitalmagazin bei Radio Stadtfilter wieder einmal eine Vorproduktionsrunde in Angriff nehmen müssten. Um dennoch meinen Ansprüchen zu genügen und den Blog täglich zu bespielen, will ich die wenig zeitaufwändigen Rubriken ausbauen. Es gibt ja schon den Internetquickie, den ich aber nicht so intensiv pflege, weil es mich wenig befriedigt, irgend einen Fund aus dem Internet zu verlinken. Obwohl beispielsweise die Amateurkochfotos auf Tumbler, die ich für die Rubrik vorgemerkt habe, schon grossartig sind.

… hoppla, jetzt habe ich aus Versehen schon in der Einleitung eine Themenidee verbraten. Das sollte einem Profi auf keinen Fall passieren.

Wie auch immer (oder «Homosex wie’s well», wie eine gute Freundin von mir gern sagt – der Spruch funktioniert aber nur auf Züritütsch. Und ist eine Verballhornung von «Seg’s wie’s well» bzw. «Sei es, wie es wolle». Aber Witze, die man erklären muss, sind nicht witzig, nid wahr?).

Zurück zum Thema. Ich habe mir für Fälle wie heute, wo ich wirklich keine Zeit für einen ausführlichen Beitrag habe, die Rubrik Zufallsscreenshot des Tages ausgedacht: Ich grabe in meinem Artikel-Bilderarchiv, das mehrere Tausend Dateien umfasst, greife willkürlich eine Datei heraus und erzähle eine kurze Geschichte dazu.

Beispielsweise das Bild oben: Es zeigt das GPSUtility für OS X. Es wird gespeist vom Der Palm GPS Navigator. Das ist ein externer Adapter, der für 370 Franken «aus einem Palm-Handheld ein ausgewachsenes Navigationssystem macht», wie ich am 10. Oktober 2005 im Tagesanzeiger schrieb. Per Bluetooth konnte man ihn nicht nur via Palm, sondern auch am MacBook auslesen:

Für GPS-Empfänger, die wie das Gerät von Palm per Bluetooth Daten übermitteln und auch mit Windows- oder Apple-Notebooks Kontakt aufnehmen, gibt es weitere Einsatzmöglichkeiten. Kostenlose Programme wie GPS TrackMaker (www.gpstm.com) oder EasyGPS (www.topografix.com) dokumentieren die zurückgelegten Wegstrecken. Die Daten von GPS TrackMaker lassen sich dann z. B. in Google Earth importieren. Sogar Digitalfotos lassen sich mit dem exakten Aufnahmeort versehen. Archiviert man damit während einer Fotosafari seine Bilder mit JetPhoto, dann sieht man hinterher auf einer Landkarte, wo welche Aufnahme entstanden ist.

Damals war das Rocket Science – und wie der Screenshot zeigt, auch nicht sehr benutzerfreundlich. Von einer direkten Verortung auf der Landkarte konnte man bei der Standardsoftware nur träumen. Navigationsgeräte gab es natürlich, aber vom Komfort, sich per Smartphone sogar beim Spaziergang den Weg weisen zu lassen, waren wir noch weit entfernt – über eine Stadtwanderung in Amsterdam mit einem der ersten TomTom-Geräte mit Fussgängerfunktion hatte ich dann im März 2006 für den «Reise»-Bund geschrieben…

Ach ja, und Palm hat am 18. August 2011 den Schirm zugemacht.

Autor: Matthias

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