A brain-dead piece of shit

Ich habe in der Vergangenheit mehrfach behauptet, Bill Gates sei kein brillanter Programmierer (zum Beispiel hier). Eine zugegeben waghalsige Behauptung, da ich in Erinnerung hatte, diese Stelle in einem Buch gelesen zu haben, aber sie ums Verr***en nicht mehr auffinden konnte. Das fragliche Buch hatte ich offenbar einmal weggegeben, und der Titel ist mir auch nicht mehr eingefallen. Also nicht gerade das, was man einen guten Beleg nennt.

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Kann er nun programmieren, oder nicht? (Foto: Herkko Hietanen/Flickr.com)

Nun ging mir die Sache neulich wieder einmal durch den Kopf. Bei einem neuerlichen Recherche-Anlauf bin ich fündig geworden. Die Stelle stammt aus dem Buch Barbarians Led by Bill Gates – Microsoft von Innen betrachtet. Marlin Eller beschreibt, wie der die Anfänge von Microsoft miterlebt hat. Das tut er hier, indem er von sich in der dritten Person schreibt 1. Zitiert ist die fragliche Stelle auf techrights.org:
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Wir feiern!

Vor fünf Jahren ist, quasi über Nacht und ohne viel Plan, das Digitalmagazin von Radio Stadtfilter entstanden. Seitdem senden Kevin, maege und ich 1 unverdrossen jeden Dienstag Abend von halb acht bis acht über alle Themen, die uns so einfallen – oder die sich irgendwie an den Haaren herbeizerren lassen.

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Für einmal steht er mir nicht im Studio gegenüber: Sir Kevin the versatile!

Am nächsten Dienstag (15.4.2014) 2 findet unsere 250. Sendung statt. Und das feiern wir mit einer Sendung, die nicht aus dem Studio kommt, sondern Live aus dem La Cyma an der Neustadtgasse 1A in Winterthur. Gerne auch mit euch! Kommt vorbei, wenn ihr könnt und mögt!
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Das Startmenü gehört in die Mottenkiste

Windows 8 polarisiert noch immer. Das zeigte neulich die Diskussion zu meinem Beitrag zur Rückkehr des Startmenüs, Grandios gescheitert – und auf den im Artikel erwähnten Hannes A. Czerulla prasselten annähernd 1600 Kommentare herab, weil er fand, Microsoft hätte das Startmenü in der Mottenkiste lassen sollen.

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Kleine, längst überfällige Verbesserungen.

Das finde ich tatsächlich auch. Es gibt vieles, was man an Windows 8 kritisieren kann. Der grösste Kritikpunkt ist IMHO die Janusköpfigkeit. Die Vollbild-Apps und der klassische Desktop harmonieren nicht, das schleckt keine Geiss weg. Man bekommt unweigerlich das Gefühl, mit zwei Systemen zu arbeiten – und das tut man schliesslich auch. Das eine System ist für gestengesteuerte Mobilgeräte, das andere richtet sich an den Nutzer eines klassischen PCs mit Maus und Tastatur. Es ist und bleibt diskutabel, ob es eine gute Idee war, die beiden Systeme zu verheiraten. Microsoft hätte sich mit einer zweigleisigen Strategie viel Ärger erspart – schliesslich hat noch keiner Apple je dafür kritisiert, dass iOS und OS X nicht integriert worden sind.
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Stoppt diesen Plakat-Irrsinn!

Ich laufe auf dem Weg von meiner Wohnung zum Bahnhof ein paar Meter der Winterthurer St.-Georgen-Strasse entlang. Dort gibt es eine kleine Wiese, die zwar nicht allein dafür verantwortlich ist, dass Winterthur auch die Gartenstadt genannt wird. Sie trägt aber mit dazu bei, dass es hier grüner und damit lebenswerter ist als anderswo.

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Das wäre doch mal ein Plakat! (von adbusters.org)

Nun kann man diese kleine Wiese offensichtlich nicht einfach so lassen, wie sie ist. Nein, da musste die Allgemeine Plakatgesellschaft AG hergehen, und am Strassenrand zwei Werbetafelnn aufstellen. Dort kleben jetzt Plakate für Dinge, die offenbar unbedingt beworben sein müssen. Die Plakate richten sich an die Autofahrer, die vor dem Rotlicht zur Kreuzung Theaterstrasse stehen, doch sie belästigen auch mich jedesmal mit ihrer Anwesenheit, wenn ich die St.-Georgen-Strasse entlanggehe.
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Interrobang noch eins!

In der Kategorie Es gibt nichts, was es nicht gibt will ich heute Font Game HD vorstellen. Das ist eine App von Justin Stahl, die ich für immerhin 4 Franken für iOS gekauft habe und mit der ich mich nun zum typografischen Siebesiech mausere. Mit ihr spielt man ein Quiz, in dem man Fonts erraten muss. Es gibt das Wort «Fargo» in der fraglichen Schrift gesetzt, und vier Namen zur Auswahl. Nach einer Runde mit 30 erhält man die Auswertung und die Möglichkeit, sich in einer globalen Rangliste zu verewigen.

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The classic Font Game, links: In diesem Fall eine klare Sache!
The Flip Font Game, rechts: Wer die «Arial» nicht kennt, ist verloren!

Wenn einem diese Spielweise nicht behagt, kann man auch den umgekehrten Spielmodus wählen: Bei dem sieht man vier Schriftsamples, aus denen man die gefragte Schrift herauspicken muss. „Interrobang noch eins!“ weiterlesen

Konfuzius, Crowdfunding und das Internet der Dinge

In der aktuellen Ausgabe des Publisher habe ich wie üblich die Tipps und Tricks bestritten. Sie verraten, wie man die Konturenführung bei unregelmässigen Objekten optimiert, in Photoshop die Arbeitsfläche per Hilfslinien sinnvoll aufteilt und in Illustrator Objekte, zum Beispiel Schriften oder Symbole, einfach verdickt. In unserer Rubrik mit den besten Tricks im Web verweise ich auf den lustlosen und letztlich blamablen Einsatz von Stock-Fotografien – und die hochnotpeinlichen Layoutpannen sind für einen Moment der Schadenfreude gut – und für den Vorsatz, selbst bei Zeitdruck die Sorgfalt nicht ganz zu vernachlässigen.

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Zwei kürzlich besprochene Crowdfunding-Projekte. «Gbanga Rise and Fall» von Matthias Sala…

Im Beitrag Mit konfuzianischer Gelassenheit layouten und gestalten gibt es eine Auswahl an handverlesenen Ebenenstile, mit denen man in Photoshop Objekte mit einer goldenen, metallenen, gel-artigen oder blutverschmierten Oberfläche ausstattet. Plus Skripte, die in InDesign Direktformatierungen löschen, alle Schriften auflisten und Texte und Bilder gleich mit dem passenden Objektformat importieren. Im Beitrag Berufserfahrung behält ihren Wert gibt es ein Interview mit Roger Spindler, der sich zum Medienwandel äussert.
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Fortschrittsglaube als Treibstoff

Ich mag Menschen, die sich ihre, und das ist jetzt nicht negativ gemeint, kindliche Euphorie auch im Erwachsenenalter erhalten. Zu dieser Kategorie gehören oft die Wissenschaftler, die von einem Fortschrittsglauben angetrieben, eine Zukunft sehen, die besser, schöner und lebenswerter ist als die Gegenwart.

Ein Beispiel ist Michio Kaku. Er beschäftigt sich mit der Stringtheorie, die er gerne auch in populärwissenschaftliche Worte fasst. Seit einiger Zeit interessiert ihn auch das Gehirn und dessen Möglichkeiten, wie er im Videopodcast mit Leo Laporte erzählt.


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OCR auf die Schnelle

… und zwei weitere Tricks.

Neulich hatte ich mit zwei Damen von Microsoft zu tun. Die haben behauptet, dass sie mir über ihre Online-Dienste ein paar Dinge erzählen könnten, die mir garantiert neu seien. Und sie hatten tatsächlich recht.

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Bei OneDrive wird extrahiert und nicht inhaliert!

Der erste Trick
Da war zum ersten die Texterkennung bei OneDrive. (Das ist der iCloud-Datenspeicher von Microsoft, der bis vor Kurzem noch Skydrive hiess.) Wenn man bei diesem Dienst Fotos hochlädt, dann findet automatisch ein Texterkennungsvorgang statt. „OCR auf die Schnelle“ weiterlesen

Nicht die Landung, sondern der ganze Mond ist gefälscht

Sechsmal Hirnriss in hoher Dosis. Oder: Dümmer geht es immer – und darum präsentiert Morgomatthias heute die sechs abstrusesten Verschwörungstheorien, mit denen internetaktive Blitzbirnen in den letzten Monaten ihre Gefolgschaft beglückt haben. Schnee aus Platik, bibelverändernde Marsianer, die Prophezeiungen der Siri und die Erkenntnis, dass nicht nur die Mondlandung, sondern der ganze Mond gefälscht ist. That simply makes too much sense!
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Die Schnellen ins Töpfchen und die Langsamen ins Kröpfchen

Neulich hat es bei der Kummerbox ein eher aussergewöhnliches Problem reingeschneit. Eine Tanzpädagogin wollte wissen, wie sie ihre Songs am iPad nach Tempo verwalten kann – denn für sie ist es wichtig, je nach Übung den passenden Rhythmus parat zu haben. Eine interessante Aufgabe, die sie bislang durch Zweckentfremdung der Wertungssterne löste.

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Bei Cadence wählt man das Tempo über den grossen Regler (links). Die Songs werden über Echonest mit Tempoangaben versehen (rechts).

Eine interessante Ausgangslage. Einerseits ein pragmatischer Ansatz, die Einteilung über die Wertung vorzunehmen. Andererseits bin ich schon der Ansicht, dass eine saubere Lösung vorzuziehen wäre. Ordentliche Metadaten sind mir ein drängendes Anliegen.

In den Metadaten gibt es längst ein Feld fürs Tempo. „Die Schnellen ins Töpfchen und die Langsamen ins Kröpfchen“ weiterlesen