Das dreckige Dreifachdutzend

Manchmal könnte man den Eindruck bekommen, dass die Softwarewelt nur noch aus Apps besteht und klassische Anwendungsprogramme (für Desktop-Betriebssysteme) keinen Hund mehr hinter dem Ofen hervorlocken. Es scheint, als ob für Windows jedes erdenkliche Programm schon vor Jahren geschrieben sei. Als Anwender muss ich mich damit begnügen, hie und da ein Update zu installieren, das Kompatibilitäts-Anpassungen vornimmt und manchmal eine modernisierte Oberfläche bringt. Das ist Zeichen der Reife, über das man sich freuen kann.

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Windows 8 verrät in der Sortierung nach «Verwendung», welche Applikationen man oft startet.

Aber es eben auch reichlich langweilig. Besonders für Leute wie mich, die die Blüte der Software-Kreativität miterlebt haben. Da entstand eine vielfältige Shareware- und Freeware-Szene, wo aus kleinen Hobby-Projekten über mehrere Versionen leistungsfähige Werkzeuge heranwuchsen, die ihrem Schöpfer ein Auskommen ermöglichten. Ich habe einen Blick in die Download-Charts von chip.de geworfen, um zu sehen, ob dort wenigstens ein, zwei Programme aufgetaucht sind, die ich noch nicht kenne, und zu denen ich wieder einmal einen klassischen Software-Tipp verfassen könnte, so wie ich das am Anfang meiner Karriere als Digitalredaktor oft getan habe. Aber nein – kein einziges Tool, das neu und innovativ wäre.

Bei Software für OS X ist die Lage nicht ganz so düster. Da bin ich vor Kurzem über das Geektool gestolpert (das allerdings auch nicht gerade neu ist), und ich habe vor Kurzem Beamer gekauft und besprochen. Dieses Programm braucht es allerdings nur, weil Apple sein Airplay künstlich 1 beschränkt.

Also bleibt mir an dieser Stelle nichts anderes übrig, als hier die Windows-Programme aufzulisten, die sich für mich während der letzten Jahre als so unverzichtbar erwiesen haben, dass ich sie auf dem Homescreen abgelegt habe:

µTorrent
Adobe CreativeSuite CS6
Adobe Lightroom
AntRenamer
Audacity
Clickomania next Generation
Evernote
Firefox
GeoSetter
Google Chrome
Google Earth
Handbrake
IrfanView
KeePass Password Safe
MP3directCut
Mp3tag
MS Office 2013
Notepad++
PhraseExpress
Putty
Synchronizer
TeamViewer
TeraCopy
Textcrawler
Thunderbird
Tor
VLC
WinZIP

Falls ich das eine oder andere Programm vergessen haben sollte, werde ich es unten nachtragen. Meinen iPhone-Homescreen gibt es hier zu sehen. Und noch ein Hinweis: Bei der Suche nach Software rate ich zur Vorsicht. Da sind die allgegenwärtigen Software-Bundles, die ein echtes Ärgernis darstellen. Einige Tipps, wie man Fallen umgeht, habe ich neulich im Kummerbox-Beitrag Auf der sicheren Seite nach Software suchen gegeben.

Nachträge: Was vergessen ging
Da habe ich doch glatt mein eigenes Programm ClipThis vernachlässigt, das ich oft benutze. Auch HTML-Stripper und das für eigene Zwecke programmierte und nicht veröffentlichte Tools MailExport und MailRecode sind auf dem Screenshot ersichtlich…

Footnotes

  1. Dass die Beschränkung künstlich erfolgt, ist meine Behauptung. Belegen kann ich die nicht, aber die Anzeichen scheinen mir doch recht deutlich. ^top

Autor: Matthias

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Ein Gedanke zu „Das dreckige Dreifachdutzend“

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