Wider die Akku-Zitterpartie

Ihr kennt das Problem: Vor lauter LTE, twittern, schrittzählen und den Benachrichtigungen im Sekundentakt bangt man spätestens nach, meistens aber schon vor dem Mittagessen um seinen Akku. An Orten, wo man kein Ladekabel deponiert hat oder keine Steckdose in der Nähe ist, erfährt man eine konstante Zitterpartie – hält die Ladung noch, bis man wieder zu Hause ist? Oder hockt man dann im Zug, ohne Podcasts, Hörbuch und komplett ohne die Möglichkeit, einen Tweet abzusetzen, den die Welt wahrscheinlich nicht braucht? Man fängt an, die Helligkeit zurückzudrehen, WLAN und Bluetooth abzuschalten, alles in der Hoffnung, dass man es dann noch schafft…

Ich wette, Ihr kennt das. Einige werden ausserdem sagen: «Luxusprobleme!» Und andere werden darauf hinweisen, dass sie ein Handy haben, das nur einmal pro Woche an die Steckdose muss. Denen sage ich: Ja, so ein Handy hatte ich auch mal. Aber damit konnte man nur telefonieren. Und dafür brauche ich nun wirklich kein Mobiltelefon.

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Retter in der Not.

Batteriespannung, statt nervliche Anspannung
Um mich nicht länger dieser nervlichen Anspannung auszusetzen, habe ich mich ins Unvermeidliche geschickt und eine Reservebatterie angeschafft. Sie heisst Xtorm AL270 Power Bank 5200 von A-Solar und ist für 49 Franken beim Gadgetfachhändler eures Vertrauens erhältlich. Diese Ersatzbatterie stellt 5200 mAh zur Verfügung. Die Masseinheit Milliamperestunden, so lerne ich bei batterie.org, gibt das Ladungsspeichervermögen an. Mehr ist besser. Es gibt auch Powerbanks mit 15’600 mAh, aber die sind dann nicht nur deutlich teurer, sondern auch weniger handlich – und meinen ganzen Akku-bestückten Hausrat habe ich dann meistens doch nicht dabei. Das iPhone 5 hat einen Akku mit 1434 mAh, so liest man allenthalben, sodass mein Modell eigentlich genügend Reserven bieten müsste. Wie viel Ladung netto beim aufzuladenden Gerät ankommt, habe ich nirgends schlüssig gefunden. Ans müssten es viermal sein (falls ich hier nicht Physik-Unwissen offenbare), aber da kommt man bei weitem nicht hin. Nach meiner Erfahrung schafft mein 5200-mAh-Modell es, das iPhone 5 ein bis zweimal aufzuladen.

Die Powerbank misst 10×4,5×2,3 Zentimeter und ist 130 Gramm schwer. Sie hat eine weisse LED-Leuchte eingebaut, mit der sie auch als Taschenlampe dient. Die schaltet man durch zweimaliges Drücken des Knopfs an der linken Seite ein. Drückt man ihn einmal, signalisiert eine farbige LED den Ladungszustand. Rot blinkend heisst: Unter 33% Ladung. Grün blinkend besagt: 33-66% Ladung. Blau blinkend: 66-99% Ladung. Und wenns blau blinkt, ohne zu leuchten, ist die Batterie voll geladen.

Noch nicht Lightning-kompatibel
Mitgeliefert wird ein Täschchen und ein USB-Kabel mit verschiedenen Adaptern, das man zum Laden seiner Gerätschaften und zum Laden der Powerbank selbst nutzen kann. Gut: Als Spiralkabel nimmt es wenig Platz weg. Schlecht: Es sind zwar Adapter für Mini-USB und Micro-USB vorhanden, aber der iPhone-Adapter geht noch auf den alten Dock-Connector und nicht auf den Lightning-Stecker.

Fazit: Lieber wär mir ein Akku, der auch wirklich einen Tag lang hält. Aber so geht es auch.

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Und ein Tipp von Facebook
… das Handy velofahrend aufzuladen: Lumotec IQ2 Luxos

Autor: Matthias

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