1000 Jahre in dreieinhalb Minuten

Ich stelle fest, dass ich mich mit zunehmendem Alter immer mehr für Geschichte zu interessieren beginne. Als Jugendlicher stand ich dem Thema zwar nicht völlig desinteressiert gegenüber, aber so richtig gepackt hat es mich nicht. Ich vermute, dass es daran lag, dass ich selbst keine eigene «Geschichte» hatte – alles war so, wie es immer war. Weil «immer» für mich nur eine kurze Dauer umfasste. Wenn ich mir vor Augen führe, dass seit damals das Fernsehen farbig wurde und nicht nur die VHS-Kassette, sondern auch ihre Nachfolger in Form der DVD und Bluray schon wieder obsolet wurden, dass in Berlin eine Mauer und in Osteuropa ein riesiger Einparteienstaat gefallen ist, dann lässt es sich nicht weiter leugnen, dass Geschichte etwas unglaublich Spannendes ist, das uns nachhaltig beeinflusst. Das Gestern prägt das Heute. Und eben – irgendwie hätte alles auch ganz anders laufen können.



Dieser Gedanke wird wunderbar durch ein Video vermittelt, das ich auf liveleak.com gefunden habe. Es zeigt die Veränderungen der Europakarte in den letzten 1000 Jahren. Es gibt hier eine Variante ohne Jahreszahlen.

Leider wird zu der Karte kein Urheber angegeben und ich kann auch nicht wirklich beurteilen, wie akkurat sie ist – aber faszinierend ist ein solcher Zeitraffer über 1000 Jahre allemal – und wenn man die Vergangenheit vorbeiziehen sieht, dann fragt man sich, was Europa in Zukunft noch so blühen wird…

Autor: Matthias

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