Ein zweiter Frühling fürs Mail

Ich bin ein notorischer DM-Überseher. Direktnachrichten bei Twitter erreichen eher selten und bei App.net fast nie – ich entschuldige mich an dieser Stelle kollektiv bei allen. Facebook-Nachrichten entdecke ich ebenfalls erst nach Tagen und meistens erst dann, wenn es schon zu spät ist. Auch dafür: Sorry, sorry, sorry, sorry!

Aber es ist auch wirklich ein übles Durcheinander: Whatsapp, SMS bzw. iMesage, Twitter-DMs und Facebook-Chats… von «unified messaging» spricht schon längst niemand mehr. Au contraire mon frère – die Kommunikation wird immer noch verzettelter, und wenn man sich nach zehn Tagen erinnern müsste, auf welchem Kanal man eine wichtige Information erhalten hat – dann viel Spass beim Suchen.

Das heisst: E-Mail wäre eigentlich nach wie vor eine nützliche Angelegenheit. Man hat alle seine Nachrichten an einem Ort, dank Imap auf diversen Geräten. Man hat sein Archiv offline und per Volltextsuche zur Verfügung, kann es datensichern, wie es einem gefällt und hätte sogar die Möglichkeit, die Kommunikation zu verschlüsseln und digital zu signieren. (Keiner nutzt diese Möglichkeiten, aber es ist dennoch ein schönes Gefühl, dass es sie gibt.)

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Tofu: Auf dem Teller umstritten, beim E-Mail überholt. (Originalbild: uits/Flickr.com)

Kurz und gut: Für mich alten Sack ist E-Mail nach wie vor eine gute Sache. Und mit ein paar Neuerungen wäre diesem altehrwürdigen Kommunikationsmittel ein zweiter Frühling beschrieben:
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