Geteilte Meinungen über die Partitionen

Es kommt ab und zu vor, dass meinen Empfehlungen in der Kummerbox widersprochen wird. Mein Kummerbox-Beitrag Ungleich verteilte Festplattenlast vom 4. März hat eine Einsprache ausgelöst:

Ich, als IT Mann seit 1979 auf Mainframes, Unix etc., lese immer gerne die Kummerbox. Mit Ihrer Info betreffend Partitionieren bin ich aber absolut nicht einverstanden.
1. Eine Daten-Partition ist immer von Vorteil, denn wie oft will Windows nach einem gröberen Fehler das System wieder neu aufspielen. Dabei gehen auch alle Daten verloren, ausser diese sind in einer separaten Partition abgelegt. Auch das Backup ist einfacher und sicherer, wenn eine eigene Datenpartition vorhanden ist.
2. Partitionen können problemlos vergrössert und verkleinert werden mit dem kostenlosen Tool GParted. Diese ISO-Datei auf eine CD brennen und den PC damit neu booten. Ich benutze dieses Tool seit vielen Jahren auf den verschiedensten PCs und habe nie Datenverlust oder sonstige Probleme gehabt. Es kann Primär-Partitionen wie auch Extended-Partitionen bearbeiten.

Die Frage 1. würde ich, etwas pampig, wie folgt beantworten wollen: Ich will das Betriebssystem überhaupt nicht neu aufspielen. „Geteilte Meinungen über die Partitionen“ weiterlesen

Schwach, Google, ganz schwach (reloaded)

Google hat demonstriert, dass man sich in Mountain View einen Deut um die Interessen der Benutzer schert. Das Unternehmen, das nicht müde wird, sein Google Plus allen und jedem aufzudrängen, tritt nun den Google Reader in die Tonne. Per 1. Juli ist Schluss, wie Alan Green mit einigen Krokodilstränen im Google Reader Blog ankündigt. Vielleicht sind die Tränen auch echt und er handelt auf Geheiss von oben. Das spielt keine Rolle.

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Google ist einfach kein verlässlicher Partner. Das hat man schon nach dem Ende von Google Wave merken können (siehe Schwach, Google, ganz schwach, first edition). Man führt sich auf, wie erste Startup-Klitsche, die nach zwei Wochen entscheidet, nun doch keine Smartwatch, sondern Hamsterräder produzieren zu wollen. Für ein globales Unternehmen mit zentraler Bedeutung für die Weltwirtschaft taugt das Prinzip von Trial and Error nicht. „Schwach, Google, ganz schwach (reloaded)“ weiterlesen

Aus allen Sozialmedia-Rohren schiessen

HootSuite.com ist ein Social-Media-Management-System, mit dem man seine Aktivitäten auf Twitter, Facebook und Google Plus bündelt, Status-Updates an mehrere Plattformen verteilt und Veröffentlichungen terminiert.

Auf mehreren sozialen Medien Präsenz zu markieren, artet schnell in Stress aus: Man wechselt von Facebook zu Twitter und dann zu Google Plus, nur um das Gefühl zu haben, bei LinkedIn gerade etwas zu verpassen. Der Wunsch regt sich, die Aktivitäten an zentraler Stelle, möglichst in einem Fenster, im Blick zu haben. Und genau das macht hootsuite.com.

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Die flexibel anpassbare Streams-Ansicht zeigt die Aktivitäten an allen Social-Media-Fronten.

Die Website stellt im Browser ein so genanntes Social-Media-Management-System zur Verfügung. Es kann und darf von intensiven Einzelnutzern verwendet werden – aber zu eigentlichen Höhenflügen schwingt sich HootSuite im Unternehmenseinsatz auf. Teams oder Firmen, die sich in den sozialen Medien präsentieren, können ihre Aktivitäten über die Webanwendung abstimmen und Aufgaben zuweisen – so kann der Teamleiter beispielsweise das Marketing beauftragen, auf eine Kundenanfrage zu reagieren. „Aus allen Sozialmedia-Rohren schiessen“ weiterlesen

Weil eine richtige MP3-Datei gute Metadaten braucht!

Ein kostenloses Programm namens MP3Tag bringt die Musikdateien auf Trab und sorgt für korrekte Angaben zum Genre, Interpret und für das passende Coverbild – nicht nur bei MP3, sondern auch bei Apples und Microsofts Formaten.

Gepflegte Musikdateien machen mehr Spass. Sie sind leichter zu handhaben, weil sie korrekte Informationen zum Interpret und zum Album beinhalten. Und sie sind einfach hübscher, weil in iTunes oder am iPod nicht bloss Apples Standard-Icon mit der Musiknote zu sehen ist, sondern das Cover-Bild der Platte – so, wie beim physischen Musikträger. Wenn man beim Genre für eine stringente Einteilung sorgt und das Aufnahmejahr erfasst, kann man seine Musik hinterher nicht nur nach Titel oder Interpret, sondern auch nach Musikrichtung und -Epoche wählen und spielen.

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Die Oberfläche macht nicht viel her – aber das ist auch der einzige Kritikpunkt an Florian Heidenreichs Freeware-Programm.

Auch gekaufte Songs brauchen Nachbesserung
Diese Informationen sind nicht bei allen Musikdateien vorhanden. Wenn man seine CDs rippt oder gar Schallplatten oder Kassetten überspielt, muss man etwas Arbeit in die Pflege der Metadaten stecken. Doch selbst bei gekauften Songs sind die Angaben in den Metadaten nicht über alle Zweifel erhaben – gerade beim Gerne werden oft nur halbwegs zugreffende Bezeichnungen vorgegeben. „Weil eine richtige MP3-Datei gute Metadaten braucht!“ weiterlesen

Dropbox à la Microsoft

Mit Skydrive lässt sich der Inhalt eines Ordners genauso leicht über mehrere Computer hinweg synchronisieren, wie das mit Dropbox möglich ist. Auch der Zugriff auf Dateien ausserhalb des synchronisierten Ordners ist möglich.

Skydrive hat lange Zeit ein Schattendasein geführt. Doch spätestens mit Office 2013 wurde klar, dass die virtuelle Festplatte kein Dienst ist, der bei Microsoft unter ferner läuft. Skydrive wurde in nahtlos in die Anwendungen integriert, sodass man aus Word, Excel und Co. genauso einfach online wie auf der lokalen Festplatte speichert.

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Der Skydrive-Ordner wird über alle Geräte hinweg synchronisiert.

Auch für die neuen Windows-Tablets ist Skydrive wichtig. Die Surface-Geräte enthalten nur relativ wenig eingebauten Speicher, der bei manchen Modellen zu mehr als der Hälfte vom Betriebssystem belegt ist. Der Surface Pro in der 64-GB-Variante bietet intern nur gerade 29 GB freie Speicherkapazität. Dieses vermeintliche Manko lässt sich umgehen, indem man als Benutzer seine Daten in die Cloud auslagert. „Dropbox à la Microsoft“ weiterlesen

Die real existierende Schweizer Podcastszene

Am Samstag war ich am Hörerfrühstück von Tim Pritlove in Zürich. Wie nach den Twintibar-Abenden dachte ich auch nach diesem fröhlichen Jamboree, dass man solche Treffen viel häufiger abhalten sollte. (Auch wenn es natürlich immer daran scheitert, dass alle notorisch viel zu wenig Zeit für alles haben.)

Ich habe einige Leute getroffen, die ich bereits von Twitter kannte, was ich auch dieses Mal sehr schätzte. Geht es nur mir so oder sind Twitterer im richtigen Leben nie genauso, wie man sie sich vorgestellt hat?

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Die Stimme im Kopf mal persönlich treffen.

Was Tim angeht, war der zu hundert Prozent authentisch; nämlich genauso, wie in seinen Podcasts auch. Irritierend war allerdings diese Interaktivität. Als Podcast-Hörer ist man es sich einfach nicht gewohnt, dass die iPod-Stimme plötzlich auf Fragen eingeht und obendrein eine körperliche Präsenz besitzt. Podcaster existieren als doch nicht nur als Stimme in meinem Kopf, die zu reden beginnt, sobald man sich die Stöpsel in die Ohren gesteckt hat…
„Die real existierende Schweizer Podcastszene“ weiterlesen

Entkreist die Entkreiser!

Wir Social-Media-Menschen haben es mit kniffligen Fragen zu tun. Eine davon ist: Welches Following-Verhalten lege ich an den Tag? Folge ich jedem, der mir folgt? Oder bin ich wählerisch?

Eine schwierige Frage, finde ich. Der Anstand gebietet es zurückzufolgen. Der Wunsch nach einer übersichtlichen Timeline spricht dagegen. Ich habe verschiedene Praktiken ausprobiert. Bei Twitter bin ich wählerisch. Bei Facebook befreunde zurück, wenn ich jemanden kenne oder er zumindest ein Freund-Freund ist (der Freund eines Freundes). Bei Google Plus habe ich jeden hinzugefügt, der mich hinzugefügt hat. Und bei App.net bin ich mir nicht sicher, weil ich mir eh noch nicht im Klaren bin, was mit App.net anzufangen sein könnte.

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Die Erweiterung Circloscope Free (vormals Uncircle Uncirclers+)

Die Google-Plus-Strategie hat sich jedenfalls als Fehler erwiesen. Wenn man jeden zurückcircelt, dann hat man nach kurzer Zeit einen Schwall von Zeugs am Hals, in dem die interessanten Beiträge komplett untergehen. Die menschliche Aufnahmefähigkeit ist halt begrenzt, da hilft alles nichts. „Entkreist die Entkreiser!“ weiterlesen

Der Verschwörungstheoretiker-Lifestyle rockt!

Verschwörungstheoretiker sind zwar Leute mit eigenwilligen Ansichten und mit Misstrauen allem und jedem gegenüber – aber sie sind auch Konsumenten wie du und ich.
Und darum gibt es blühenden Handel mit den wundersamsten Produkten, mit denen man sich schützt – vor Geheimdiensten, vor Chemtrails, vor Gedankenkontrolle, dem Wirtschaftskollaps und dem allgemeinen Untergang.
Wir stellen sie vor – die Gadgets, die sich auch hervorragend als Geschenk für den praktizierenden Verschwörungstheoretiker von nebenan eignen.

Wenn es am iPhone Dateien zu entzippen gilt

Mit der WinZip-App für iOS lässt sich das populäre Archivformat auch am iPhone und am iPad nutzen.

In einer Zip-Datei lassen sich einzelne oder mehrere Dateien platzsparend und bequem verpacken und per Mail versenden, auf einem Webserver zum Download bereitstellen oder via Dropbox übermitteln.

Apples iOS-Geräte verstehen sich von Haus aus nicht auf Zip. Mit diesen Dateien ist nichts anzufangen – es sei denn, man hat die App WinZip installiert. Mit ihrem Namen kann sie ihre Herkunft nicht verbergen. Sie stammt wie das populäre Windows-Programm vom Unternehmen WinZip Computing LLC aus Connecticut.

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Links: Über den «Öffnen in»-Befehl schickt man Zip-Dateien aus dem Mail oder Dropbox an die WinZip-App.
Rechts: In der WinZip-App navigiert man durchs Archiv, inspiziert Dateien und öffnet sie in einer anderen App.

Zip-Archive öffnen und verzippte Dateien einsehen

Mit der App kann man den Inhalt von Zip- und RAR-Archiven einsehen und durch die Ordner und Unterordner navigieren. Unterstützte Dateitypen (u.a. .doc, .docx, .xls, .xlsx, .ppt, .pptx, .pdf, .jpg, .png, .gif, .tif, .txt, .rtf, sowie Keynote-, Pages- und Numbers-Dokumente) können eingesehen und in den entsprechenden Programmen geöffnet werden. „Wenn es am iPhone Dateien zu entzippen gilt“ weiterlesen

Die Ästhetik grosser Datenmengen

Die Website infosthetics.com hat sich der Datenvisualisierung verschrieben. Sie stellt Projekte vor, in denen Informationen auf ungewöhnliche und ansprechende Weise erforscht werden können.

Wir leben im Zeitalter von «big data». Gigantische Bestände an Informationen stecken in Datenbanken und werden täglich neu generiert. Diese Daten zu erschliessen, verständlich zu machen und zu analysieren, ist eine Kunst für sich. Eine Möglichkeit, Daten erfahr- und erfassbar zu machen, ist die Visualisierung. Sie setzt grosse Datenmengen bildlich und vielfach auch interaktiv um. Das ist attraktiv, denn Bilder sagen mehr als Tausend Datenpunkte.

Die Website infosthetics.com widmet sich Projekten, die mehr oder minder grosse Datenbestände visualisieren und teilweise auch interaktiv erschliessen. Und das möglichst kreativ und packend – denn «es gibt eine symbiotische Beziehung zwischen kreativem Design und dem Feld der Datenvisualisierung», schreibt der Betreiber der Website, Andrew Vande Moere, der als Professor an der KU Leuven in Belgien lehrt.

Tweets, die den Globus erhellen

TweetPing ist eines der vorgestellten Projekte. Es zeigt auf einer Weltkarte die Aktivität auf Twitter. Regionen mit vielen Tweets erstrahlen wie die Grossstädte auf einer nächtlichen Satellitenkarte. Am unteren Ende der Karte erscheinen in einklappbarer Form, statistische Angaben zu den Kontinenten.

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Was aussieht wie beleuchtete Grossstädte in der Nacht sind die Hochburgen der globalen Twitter-Comunity.
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