Sich das Startmenü abgewöhnen

Launchy ist ein ungewöhnlicher Programmstarter, der Programme über die Tastatur aufruft. Das geht meist schneller als per Maus oder Startmenü.

Das Startmenü ist mit Windows 8 Geschichte – aber es gibt ja noch andere Möglichkeiten für den Programmaufruf. Launchy, ein Programm für Windows, Mac und Linux, versetzt Programme via Tastatur in Betrieb. Wir haben es unter Windows getestet.

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Launchy startet per Texteingabe das gewünschte Programm – und bietet auf Wunsch auch Zugriff auf die Dokumente.

Das Programm wird durch eine bestimmte Tastenkombination aufgerufen. Standardmässig drückt man Alt– und Leertaste zusammen (ApfelLeer beim Mac), der Tastaturbefehl lässt sich in den Einstellungen jedoch auch abändern.

Durch die Tastenkombination erscheint ein Eingabefeld, in das man den Anfang des Programmnamens der Anwendung tippt, die man starten möchte. Sobald das Programm in der Liste erscheint, braucht man bloss noch Enter zu drücken – und schon wird es ausgeführt. „Sich das Startmenü abgewöhnen“ weiterlesen

Die mit dem zweidimensionalen Weltbild

Wir pfeifen auf Pythagoras und die Schwerkraft, denn auch die Wissenschaft ist nur ein Mythos. Was zählt, ist das, was unsere Augen uns sehen lassen – und da gibt es keinen Zweifel. Die Erde ist flach, der Himmel ein Zelt und unter uns nur das Reich der Toten.
Die Pippi Langstrumpf der Naturwissenschaften ist die Flat Earth Society, die seit 1849 gegen das 3-D-Weltbild kämpft.

Goldene Cinch-Stecker billig abzugeben

Die Stereoanlage ist ein Relikt der dunklen vordigitalen Periode, das habe ich früher schon festgestellt. Heute soll die Musikanlage einen Raum nicht dominieren, sondern dezent in den Hintergrund treten und allenfalls als dekoratives Element zu sehen sein, aber nicht als eine Art Musikaltar. Und Kabelsalat will man schon gar keinen haben.

Da passt die Soundsysteme von Bowers & Wilkins ins Bild. Die kann man zur Not auch als dekorativen Untersatz für einen Blumentopf verwenden, und sie brauchen nur mit Strom versorgt zu werden. Lautsprecherkabel braucht man nicht und die viel beschworenen goldenen Cinch-Stecker schon grad gar nicht, denn die Systeme werden drahtlos angesteuert – Airplay heisst die Magie, die das möglich macht.

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Über die Setup-App wird der WLAN-Zugang eingerichtet.

Das System A7 von Bowers & Wilkins ist mir als Testgerät zugegangen. Über das Design kann man geteilter Meinung sein. Die Bezeichnungen Kühlbox und übergrosse Schminkdose sind mir zu Ohren gekommen. Meines Erachtens hat B&W aus der Not eine Tugend gemacht, zumal Lautsprecher nun einmal die Eigenschaft haben, gross und klobig zu sein.
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Molyneux‘ mysteriöser Monolith

Der Doyen des digitalen Spieleschaffens hat ein neues Multiplayer-Game geschaffen, dessen Sinn und Zweck weitgehend im Dunkeln liegt.

Wie der Monolith aus Arthur C. Clarkes «Space Odyssey» hängt der schwarze Klotz in der Mitte eines offenbar ebenfalls kubistischen Raums. Die ehemals glatten Oberflächen sind aufgebrochen, und der Raum ist erfüllt von ätherischen Klängen. Über die Oberfläche des Würfels ziehen ab und an Textbotschaften und wenn man seine Finger auf das Touch-Display legt, lässt sich der Würfel drehen und heranzoomen.

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Links: Der riesige Würfel, der im Innern ein Geheimnis birgt.
Rechts: Wer mag, kann auch Figuren oder Texte in die Oberfläche ritzen.

Die schwarze Oberfläche des Würfels ist an vielen Stellen aufgebrochen. Dort, wo Lücken vorhanden sind, schimmert das grüne Innere durch. Und bei besonders grossen Löchern sieht man, dass sich in der Mitte grosse Blasen befinden müssen. „Molyneux‘ mysteriöser Monolith“ weiterlesen

Was man des Nachts so von sich gibt

Wer glaubt, im Schlaf kluge Dinge von sich zu geben, kann diese Vermutung mit der App Sleep Talk überprüfen. Nicht nur das: Auch Schlafreden anderer Nutzer kann man sich anhören.

«Somniloquie» nennt sich das Sprechen im Schlaf. Bei 50 Prozent der Kinder tritt dieses Phänomen auf. Mit der Pubertät legt es sich bei den meisten Menschen. Doch nicht bei allen: Um die fünf Prozent der Erwachsenen behalten die Angewohnheit bei – und äussern des Nächtens unartikuliert, mit einzelnen Worten oder manchmal auch deutlich verständlich in ganzen Sätzen.

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Die Ausbeute einer Nacht.

Und längst gibt es eine App, die dem nächtlichen Redefluss auf die Spur kommen will. Sobald im Schlafzimmer artikulatorische Geräusche zu hören sind, springt SleepTalk an, zeichnet auf und hält die Wortmeldungen fest. Die Aufnahmen erscheinen unter Verlauf. Pro Nacht gibt es einen Eintrag. Er enthält, je nach Beredsamkeit, mehrere Sequenzen, die alle mit einem Zeitstempel markiert sind und durch Antippen abgespielt werden.
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Elf teils unappetitliche Tipps für Jelly Bean

Dank des kürzlich erwähnten Nexus 7-Tablets habe ich in letzter Zeit Android erkundet. Einige Dinge, die ich dabei entdeckt habe, gefallen mir besonders gut:

1. Seit Android Version 4.2 findet sich in den Einstellungen der neue Eintrag Nutzer. Man kann jetzt mehrere Benutzerkonten einrichten, die separate Apps nutzen und ihre Umgebung separat konfigurieren können. Das ermöglicht echte «Familien-Tablets», wo nicht jeder über die Daten des anderen stolpert.

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Android 4.2 ist nun ein Mehrbenutzer-System.

2. In den Einstellungen bei Apps sind alle heruntergeladenen und die aktiven Apps gelistet. Man sieht ihren Speicherverbrauch und erhält, wenn man sie antippt, eine Seite mit den App-Infos. „Elf teils unappetitliche Tipps für Jelly Bean“ weiterlesen

Die rohen Kräfte der Spiegelreflexliebhaberei

Ein Fototrend des ausklingenden Jahres 2012 sind die spiegellosen Kameras mit Wechselobjektiven, die auch Systemkameras genannt werden (auch wenn mir dieser Name nicht so recht einleuchten will). Sony, Olympus, Panasonic und Samsung haben schon länger solche Kameras im Angebot, Ende 2011 ist Nikon mit der 1-Serie auf den Zug aufgesprungen und im Juni 2012 hat auch Canon mit der EOS M die spiegellose Kurve noch gekriegt.

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Stillleben mit Kamera.

Mit einem Testgerät der Nikon 1 J2 hatte ich neulich Gelegenheit, dieses neue fotografische Paradigma auszuloten. Die Kamera ist nur unwesentlich grösser als die Samsung WB850 (hier besprochen), die in die Klasse der Kompakten gehört und die ich gern mit mir herumtrage, weil sie zwar nicht in die Hosen-, aber in die Jackentasche passt. Dieser Vorteil gegenüber den Spiegelreflexkameras ist offensichtlich: „Die rohen Kräfte der Spiegelreflexliebhaberei“ weiterlesen

Den virtuellen Raum möblieren

Eine Gratis-App erfasst Gegenstände des realen Lebens als dreidimensionales Objekt. Diese können exportiert, fabriziert und für fassbare oder virtuelle Projekte genutzt werden.

Dreidimensionale Objekte zu konstruieren, ist eine aufwändige Angelegenheit. Man benötigt entweder einen (teuren) 3-D-Scanner, der das Objekt erfasst und in ein digitales Modell überführt. Die zweite Möglichkeit ist, das Objekt in einer Software wie Blender von Hand zu konstruieren. Dafür benötigt man aber einiges an Fachwissen und viel Geduld.

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Das Objekt wird von allen Seiten fotografiert.

Der Hersteller Autodesk – bekannt von CAD-Programmen für technische Zeichnungen – stellt mit 123D Catch eine Anwendung bereit, die eins, zwei, drei räumliche Objekte generiert. Der Clou ist: Man braucht nichts zu modellieren, sondern nur zu fotografieren. Man fotografiert sein Objekt von allen Seiten, lässt die Software rechnen und erhält ein 3-D-Objekt, das man am Bildschirm drehen und wenden kann, wie es einem beliebt. „Den virtuellen Raum möblieren“ weiterlesen

Google Drive könnte noch einen Zahn zulegen

Mit der App für Googles virtuelle Festplatte werden Dokumente verwaltet und angezeigt. Textdokumente dürfen, in sehr eingeschränktem Rahmen, auch bearbeitet werden.

Seit Februar gibt es Google Drive: Das ist die virtuelle Festplatte des Suchkonzerns. Sie inkorporiert auch die Office-Anwendungen, die vorher als Text und Tabellen bekannt waren. Über Google Drive lassen sich Office-Dokumente und andere Daten speichern und zwischen Rechnern abgleichen. Die Office-Dokumente lassen sich auch im Browser editieren.

Inzwischen gibt es auch Apps fürs iPad und iPhone und natürlich auch für Google Android. Die App erlaubt einen komfortableren Blick auf die Daten, als das über den Browser möglich wäre. Sie kann Dokumente auch offline speichern und zur Bearbeitung öffnen.

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Links: Die Dokumentverwaltung eignet sich nur für eine überschaubare Zahl von Dateien.
Rechts: Textdokumente können in der App bearbeitet werden – die Formatierungsmöglichkeiten sind allerdings beschränkt.
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Das Dienste-Menü mit eigenen Befehlen bestücken

Apples Betriebssystem stellt über die Dienste nützliche Automatisierungsbefehle bereit. Die Palette der Funktionen lässt sich flexibel erweitern – wenn man sich an Automator heranwagt.

Die so genannten Dienste bei Mac OS X stellen global Funktionen bereit, die man in allen Programmen nutzen kann – soweit das sinnvoll ist. In Programmen, bei denen man mit Text hantiert, gibt es im Dienstemenü die Möglichkeit, die markierte Passage mit Google zu suchen oder im Lexikon nachzuschlagen. Es ist auch möglich, den markierten Text in eine neue Mailnachricht zu übernehmen oder als Notiz abzulegen.

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Mails versenden à la carte – Automator spart bei Routinearbeiten Zeit und manuelle Tätigkeiten.

Bei Programmen, in denen man es mit Dateien zu tun hat, kann man das markierte File als Attachment an ein Mail anhängen. Und wenn Bilder mit im Spiel sind, kann man diese ohne weitere Umstände als Bildschirmhintergrund einrichten oder in iPhoto importieren. Anwendungsprogramme können eigene Befehle in dem Menü registrieren und so Funktionen in anderen Programmen zur Verfügung stellen. GraphicConverter, BetterZip, TextWrangler oder SymbolicLinker sind Programme, die das beispielsweise tun.
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